{"id":13495,"date":"2017-06-29T14:56:28","date_gmt":"2017-06-29T12:56:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/?p=13495"},"modified":"2017-08-31T11:40:21","modified_gmt":"2017-08-31T09:40:21","slug":"plaedoyer-nahrung-gluecklich-macht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/index.php\/2017\/06\/plaedoyer-nahrung-gluecklich-macht\/","title":{"rendered":"Ein Pl\u00e4doyer f\u00fcr Nahrung, die uns gl\u00fccklich macht"},"content":{"rendered":"<p>Wir sind morgens ausgeruht, gut gelaunt und voller Elan oder aber auch noch ganz erschlagen, reizbar und kommen nur langsam und mit einem Kaffee in die G\u00e4nge. Das mag am Wesen des einzelnen, der letzten Nacht oder den Genen liegen, sicher aber auch an unseren Lebensmitteln.<\/p>\n<p>Dies best\u00e4tigen langj\u00e4hrige Erfahrungen und Studien zum Thema Botenstoffe im Gehirn und deren Effekte. Sind sie ausreichend vorhanden, f\u00fchlen wir uns zuversichtlich, ausgeglichen, leistungsf\u00e4hig und belastbar. Wenn nicht, kann das Gegenteil eintreten bis hin zu schweren Depressionen. In der Behandlung von Depressionen, Schlafst\u00f6rungen, \u00c4ngsten und Stress hat daher eine ausgewogene, individuell angepasste Ern\u00e4hrung einen ebenso gro\u00dfen Stellenwert wie Medikamente oder Psychotherapie.<\/p>\n<p>Um gen\u00fcgend Botenstoffe im Gehirn, sogenannte Neurotransmitter herstellen zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen wir mit der Nahrung die erforderlichen Bausteine dazu liefern, denn nicht alles N\u00f6tige kann der K\u00f6rper selbst produzieren. Bedeutsam sind im Hinblick auf unsere psychische Verfassung vor allem einige Aminos\u00e4uren, Teile von Eiwei\u00dfen, die unser K\u00f6rper mit der Nahrung aufnehmen muss. \u00dcber unsere Ern\u00e4hrung, die Qualit\u00e4t und Zusammensetzung unserer Lebensmittel denken wir nach, wenn wir krank sind oder f\u00fcrchten es zu werden, oder wenn wir ges\u00fcnder und schlanker werden wollen.<\/p>\n\n\t\t<div class=\"box note  \">\n\t\t\t<div class=\"box-inner-block\">\n\t\t\t\t<span class=\"fa tie-shortcode-boxicon\"><\/span>\n<p><strong>Serotonin&#8230; ein Stoff, der gl\u00fccklich macht<\/strong><\/p>\n<p>Einer der wichtigsten Stoffe in unserem Gehirn, die uns ein Gef\u00fchl von Wohlbefinden erm\u00f6glichen, ist Serotonin, das aus der Aminos\u00e4ure Tryptophan hergestellt wird. Serotonin in ausreichenden Mengen macht gl\u00fccklich. So wirken einige Antidepressiva, aber auch Schokolade, ebenso wie Kaffee oder Zucker. Das ist meist der Grund, warum wir die Finger kaum von S\u00fc\u00dfigkeiten, Cappuccino oder Schokolade lassen k\u00f6nnen. F\u00fcr einen kurzen Moment kommt wohltuendes Serotonin in unserem Gehirn an, aber eben nicht dauerhaft. Da hilft schon eher reichlich Tageslicht, Bewegung und die richtigen Eiwei\u00dfe, die oft dazu f\u00fchren, dass nur eine niedrigere Dosis an Medikamenten ben\u00f6tigt wird.<\/p>\n\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\n<p>Dass unsere schlechte Laune und das ewige Gestresstsein oder gar unsere Schlafprobleme von dem, was wir essen, abh\u00e4ngig sind, wissen wenige.<br \/>\nHat sich beispielsweise jemand mit reichlich privatem und beruflichem Stress \u00fcber Jahre hinweg unausgewogen ern\u00e4hrt, mit einem hohen Anteil an Zucker und Kohlehydraten, dazu wenig geschlafen, viel Kaffee getrunken und eventuell sogar geraucht, dann k\u00f6nnen unter Umst\u00e4nden seine Nebennieren, die die Stresshormone produzieren, einfach keine neuen mehr herstellen, weil das dazu N\u00f6tige fehlt.<\/p>\n<p>Aber nicht nur eindeutige F\u00e4lle von ungesundem Essen f\u00fchren uns in eine Schieflage in Bezug auf die f\u00fcr das Gehirn so wichtigen N\u00e4hrstoffe. Sie fehlen auch, wenn wir beispielsweise zu wenig Vitamine, Mineralstoffe aber auch Fette und vor allem die richtigen Eiwei\u00dfe essen. Di\u00e4ten mit entsprechenden Light-Produkten beeintr\u00e4chtigen unsere Laune und Leistungsf\u00e4higkeit genauso, wie eine vermeintlich gesunde vegetarische Lebensweise, wo oft nicht ausreichend darauf geachtet wird, gen\u00fcgend hochwertige Proteine zu bekommen. Und genau die brauchen wir, zusammen mit den richtigen Fetten, damit unser Gehirn gut funktioniert.<\/p>\n<p>Wer unter Stimmungsschwankungen, Schlafst\u00f6rungen, Burnout oder \u00e4hnlichem leidet, sollte auf jeden Fall seine Ern\u00e4hrung in Absprache mit einem behandelnden Arzt optimieren. Sehr viel kann schon erreicht werden, wenn drei Mahlzeiten t\u00e4glich gegessen werden, am besten immer mit reichlich Proteinen und keinen oder wenig Kohlehydraten. Eine Mahlzeit ausfallen zu lassen ist in Bezug auf unsere Stimmung sicher keine gute Idee, der Blutzuckerspiegel sinkt dabei ab, aber eine Pause von mindestens vier Stunden zwischen den Mahlzeiten ist sinnvoll. Zus\u00e4tzlich zu jeglicher Therapie empfiehlt es sich bei entsprechendem Mangel eine Zeit lang einzelne Aminos\u00e4uren wie L-Tryptophan, L-Tyrosin oder DL-Phenylalanin einzunehmen bis sich die Hirnstoffwechsellage wieder normalisiert hat.. Bei Stress fehlt es h\u00e4ufig an GABA, Gamma-Amino-Butters\u00e4ure, bei Schlafst\u00f6rungen zum Teil an Melanin, auch diese k\u00f6nnen zugef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Durch die Einnahme dieser Aminos\u00e4uren wird ein Gro\u00dfteil der dunklen Wolken schon vertrieben und man kommt \u00fcberhaupt erst in die Lage sich bewegen zu k\u00f6nnen oder zu wollen oder seine Probleme anzupacken. In einigen F\u00e4llen gelingt eine Verbesserung nicht auf Anhieb, dann empfiehlt es sich, die Schilddr\u00fcse und Nebennieren \u00fcberpr\u00fcfen zu lassen.<\/p>\n\n\t\t<div class=\"box info  \">\n\t\t\t<div class=\"box-inner-block\">\n\t\t\t\t<span class=\"fa tie-shortcode-boxicon\"><\/span>\n<p><strong>Schlechte-Laune-Essen<\/strong><br \/>\n1. S\u00fc\u00dfes<br \/>\n2. St\u00e4rke<br \/>\n3. Weizen (Gluten)<br \/>\n4. Schlechte-Laune-Fette, Pflanzenfette und darus hergestellte Margarine, etc.<br \/>\n5. Soja<br \/>\n6. Kalorienarme Produkte<br \/>\n7. Koffein<br \/>\n8. Farb-\/Konservierungsstoffe,<br \/>\nchemische Zus\u00e4tze<br \/>\n9. Pestizide<\/p>\n<p><strong>Gute-Laune-Essen<\/strong><br \/>\n1. Proteine<br \/>\n2. Fette<br \/>\n3. Gem\u00fcse<br \/>\n4. Obst, H\u00fclsenfr\u00fcchte, Getreide<br \/>\n5. N\u00fcsse<\/p>\n\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\n<p>Text: Judith Anne M\u00e4rz<br \/>\n(\u00c4rztin f\u00fcr Gyn\u00e4kologie, klassischer Hom\u00f6opathie und Informationsmedizin)<br \/>\n<a href=\"mailto:praxis@wisse-die-wege.de\">praxis@wisse-die-wege.de <\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir sind morgens ausgeruht, gut gelaunt und voller Elan oder aber auch noch ganz erschlagen, reizbar und kommen nur langsam und mit einem Kaffee in die G\u00e4nge. Das mag am Wesen des einzelnen, der letzten Nacht oder den Genen liegen, sicher aber auch an unseren Lebensmitteln. 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