{"id":12819,"date":"2017-02-24T17:06:54","date_gmt":"2017-02-24T15:06:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/?p=12819"},"modified":"2017-02-24T17:06:54","modified_gmt":"2017-02-24T15:06:54","slug":"traeume-verwirklichen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/index.php\/2017\/02\/traeume-verwirklichen\/","title":{"rendered":"Tr\u00e4ume Verwirklichen"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #800000;\">In jedem von uns schlummert irgendwo ganz tief drin ein Traum. Ob es das Reisen ist, ein Buch schreiben, eine Band gr\u00fcnden oder Fotograf werden \u2013 was auch immer: Diese beiden Frauen haben alles hingeworfen und sich getraut. Ihre Geschichten und warum wir es auch versuchen sollten.<\/span><\/p>\n\n\t\t<div class=\"box note  \">\n\t\t\t<div class=\"box-inner-block\">\n\t\t\t\t<span class=\"fa tie-shortcode-boxicon\"><\/span><em>Marie von Ebner-Eschenbach<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\u201cNenne dich nicht arm, weil deine Tr\u00e4ume nicht in Erf\u00fcllung gegangen sind; wirklich arm ist nur, der nie getr\u00e4umt hat.\u201d<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Eleanor Roosevelt<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\u201cDie Zukunft geh\u00f6rt denen, die an die Wahrhaftigkeit ihrer Tr\u00e4ume glauben.\u201d<\/p><\/blockquote>\n\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\n<p>\u201eJa, ich habe meinen Traum Wirklichkeit werden lassen. Aber dieser Traum war eigentlich nur insgeheim in meinem Kopf. Dass er sich wirklich erf\u00fcllt, h\u00e4tte ich mir nie ertr\u00e4umen lassen!\u201c Laura W\u00f6lfle ist gelernte Schuhmacherin und seit einem guten Jahr die Wirtin der F\u00fcssener \u201eSchiffwirtschaft\u201c. Sie erz\u00e4hlt warum sie den Sprung in die Gastronomie gewagt hat. \u201eSchon w\u00e4hrend der Ausbildung und meines fr\u00fcheren Jobs habe ich immer wieder in Bars ausgeholfen. Irgendwann war ich immer \u00f6fter im \u201aSchiff\u2018 und wurde dann sogar die rechte Hand von Dani, der fr\u00fcheren Chefin.\u201c Als sie dann gefragt wurde, ob sie das \u201eSchiff\u201c \u00fcbernehmen wolle, konnte sie nicht nein sagen. \u201eNat\u00fcrlich, wenn man etwas mit voller Leidenschaft macht, w\u00fcnscht man sich schon ab und an, etwas Eigenes zu haben. Vielleicht ein kleines Caf\u00e9 oder so. Aber das \u201aSchiff\u2018 ist eine Bar mit Geschichte, etwas richtig Gro\u00dfes!\u201c Das hie\u00df viel Verantwortung zu \u00fcbernehmen, sich Respekt zu verschaffen und dem Druck standzuhalten. Und das mit jungen 25 Jahren! \u201eIch w\u00fcrde es aber nicht mehr eintauschen wollen!\u201c Obwohl ihre Eltern anfangs nicht sehr begeistert waren. \u201eF\u00fcr sie bin ich immer noch ihre Prinzessin und da hatten sie anfangs Angst, dass ich mich \u00fcbernehme.\u201c Ihre Mutter erz\u00e4hlte ihr aber sp\u00e4ter, dass sie es schon fast vorausgesehen hatte, dass sie einmal das \u201eSchiff\u201c \u00fcbernehmen w\u00fcrde. \u201eDie Schwester von meiner Mutter war auch eine \u201aBartante\u2018 und da f\u00e4llt der Apfel wohl nicht weit vom Stamm\u201c, lacht sie.<\/p>\n<p>Mittlerweile ist ihr Vater sogar so stolz auf seine Tochter, dass er schon mal als DJ in der Wirtschaft auflegt. \u201eEin gutes Miteinander ist das A und O in der Gastronomie. Allein geht es einfach nicht!\u201c Mit ihren drei Angestellten stemmen sie als \u201eM\u00e4delsgang\u201c jeden Abend, beschreibt sie ihren Alltag. \u201eWir wollten die \u201aSchiffwirtschaft\u2018 zu seinem urspr\u00fcnglichen Image zur\u00fcckholen.\u201c Das Lokal will nun eine andere Klientel als fr\u00fcher ansprechen. Ein Treffpunkt f\u00fcr jedes Alter ist entstanden, bei dem man in stilvoller Atmosph\u00e4re gut essen aber auch richtig Party machen kann. Und wo sieht sie sich in ein paar Jahren? \u201eEigentlich ist gerade alles super, wenn es so weiter geht, dann bin ich absolut zufrieden\u201c, schw\u00e4rmt sie \u00fcber ihren Beruf. Sie liebt die Vielfalt, die der Job mit sich bringt. Man muss kalkulieren, bestellen, abends an der Bar stehen und sich die eine oder andere Feier ausdenken. \u201eMir wird immer sehr schnell langweilig und ich arbeite gern viel!\u201c M\u00f6chte sie denn nicht irgendwann Kinder? \u201eDoch sicher, aber jetzt muss ich erstmal meinen Traum leben.\u201c<br \/>\nText \u00b7 Bild: Julia Siemons<\/p>\n<figure id=\"attachment_12798\" aria-describedby=\"caption-attachment-12798\" style=\"width: 660px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-12798\" src=\"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/FA_03_17_Traeume-01.jpg\" alt=\"\" width=\"660\" height=\"330\" srcset=\"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/FA_03_17_Traeume-01.jpg 660w, https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/FA_03_17_Traeume-01-300x150.jpg 300w, https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/FA_03_17_Traeume-01-20x10.jpg 20w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-12798\" class=\"wp-caption-text\">Am Anfang war es nur eine Tr\u00e4umerei. Jetzt ist es Wirklichkeit geworden. Sandra Ringmann lebt mit ihrem Mann und den beiden Kindern auf einer Pferderanch. Sie haben viele Helfer, unter anderem Eltern, Nachbarn und Freunde, die ihnen helfen, wenn sie Unterst\u00fctzung brauchen.<\/figcaption><\/figure>\n<h2>Keinen Tag bereut<\/h2>\n<h4>Auf der Pferderanch von Sandra Ringmann<\/h4>\n<p>Sie geh\u00f6rt zu den Frauen, die anpacken k\u00f6nnen und nicht lange \u00fcberlegen ob es gut gehen wird, weil sie intuitiv wissen, dass es so sein wird. Dieses \u201ekeine-Angst-haben-vor-neuen-Herausforderungen\u201c l\u00e4sst sie unbedarft an Dinge ran gehen. Als Sandra Ringmann ihren kleinen Sohn bekam, f\u00fchrten sie ihre Spazierg\u00e4nge an einer Pferderanch vorbei. \u201eEs war so traumhaft sch\u00f6n dort, so friedvoll. Je \u00f6fters ich dort Rast machte, desto mehr wuchs der Wunsch in mir, beruflich neu zu beginnen und das, obwohl ich in meinem Job verwurzelt war\u201c, erz\u00e4hlt die 38-J\u00e4hrige. Heute plant und organisiert sie Veranstaltungen, gibt Reitunterricht und besch\u00e4ftigt sich sehr viel mit Kindern und Jugendlichen. Seit zwei Jahren geh\u00f6rt ihr und ihrem Mann Michael die Pferderanch. 12 Pferde, viele Felder und Wiesen geh\u00f6ren zum Anwesen. Es ist ein Paradies, wie es Sandra Ringmann ausdr\u00fcckt.\u00a0 \u201eDer Job ist knochenhart, aber wundersch\u00f6n. Ich bin angekommen\u201c, so die 38-J\u00e4hrige. \u201eDie Arbeit mit den Kindern und den Pferden ist meins. Schon das Zusehen wie die Kinder mit den Pferden umgehen, sie liebkosen, Verantwortung \u00fcbernehmen und gleichzeitig selbstbewusster werden, ist fantastisch. Keine andere Arbeit k\u00f6nnte mir das geben\u201c, beschreibt sie. Ihren Mann Michael musste sie nicht lange davon \u00fcberzeugen, ihren Traum mitzuleben.\u00a0 Sie arbeiten gemeinsam, teilen sich die Arbeit und die Aufgaben, die mehr geworden sind. \u201eEs freut mich, dass unsere Angebote so toll angenommen werden.\u201c Sandra Ringmann schw\u00e4rmt von der vergangenen, gro\u00dfen Weihnachtsfeier mit \u201eihren\u201c vielen Kindern und erz\u00e4hlt, dass sie sich immer wieder etwas einfallen l\u00e4sst, damit die \u201eKleinen\u201c Schleifen und Pokale gewinnen. \u201eDadurch setzen sich die Kinder neue Ziele, die sie mit den Pferden erreichen k\u00f6nnen. Sie lernen Ausdauer zu haben, nicht aufzugeben, in Teams zu arbeiten \u2026 all das macht so viel Spa\u00df. Es macht mich gl\u00fccklich.\u201c Sandra Ringmann hat es geschafft, sich ihren Traum zu verwirklichen, den sie gemeinsam mit ihrer Familie leben darf. Keinen einzigen Tag ihrer Selbstst\u00e4ndigkeit hat sie bislang bereut. Schon alleine die M\u00f6glichkeit zu haben, mit ihren Kindern gemeinsam den Tag zu verbringen, sie in einem Naturparadies mit Tieren und anderen Kindern aufwachsen zu sehen, w\u00fcrde die zweifache Mutter nie eintauschen wollen.<\/p>\n<blockquote><p>Wer aufh\u00f6rt zu tr\u00e4umen, lebt nicht mehr\u201c, sagte Mark Twain. Tats\u00e4chlich sind Ziele und Tr\u00e4ume f\u00fcr unsere geistige Gesundheit von immenser Wichtigkeit. Ist der Geist gesund, erfreut sich der K\u00f6rper. Das gilt selbstverst\u00e4ndlich auch andersrum. Ziele und Tr\u00e4ume sind ein Resultat etwas ver\u00e4ndern zu wollen, weil man mit der jetzigen Situation unzufrieden ist. Ohne Unzufriedenheit w\u00e4ren wir also gar nicht in der Lage W\u00fcnsche zu \u00e4u\u00dfern, um unsere Lebensumst\u00e4nde zu ver\u00e4ndern.<\/p><\/blockquote>\n<p>Text: Sabina Riegger \u00b7 Bild: Margarete H\u00e4felein<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In jedem von uns schlummert irgendwo ganz tief drin ein Traum. Ob es das Reisen ist, ein Buch schreiben, eine Band gr\u00fcnden oder Fotograf werden \u2013 was auch immer: Diese beiden Frauen haben alles hingeworfen und sich getraut. Ihre Geschichten und warum wir es auch versuchen sollten. 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