{"id":11649,"date":"2016-07-29T16:35:56","date_gmt":"2016-07-29T14:35:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/?p=11649"},"modified":"2016-07-29T16:35:56","modified_gmt":"2016-07-29T14:35:56","slug":"sport-keller-85-jahre-puls-zeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/index.php\/2016\/07\/sport-keller-85-jahre-puls-zeit\/","title":{"rendered":"Sport Keller: 85 Jahre am Puls der Zeit"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #800000;\"><span class=\"tie-dropcap \">D<\/span>ie Leidenschaft zum Sport war es, die Georg Keller 1931 veranlasste, ein Sportfachgesch\u00e4ft zu er\u00f6ffnen. 85 Jahre sind seitdem vergangen. Damals noch in der Spitalgasse, hat sich der Familienbetrieb \u201eSport Keller\u201c in dieser Zeit zu einem nicht nur bei Einheimischen, sondern auch vielen Touristen beliebten Sportfachgesch\u00e4ft entwickelt, das heute seinen festen Platz am Stadtbrunnen im Herzen F\u00fcssens hat.<\/span><\/p>\n<p>\u201eEigentlich war mein Vater ausgebildeter Schreiner und Klavierstimmer. Sein Steckenpferd war allerdings immer schon der Sport\u201c, erz\u00e4hlt Klaus Keller. Skispringen und Skifahren im Winter. Segeln, Wandern, Leichtathletik und Fu\u00dfball im Sommer geh\u00f6rten zu den Favoriten des sportlichen F\u00fcsseners. 100 Meter in 10,9 Sekunden und flinker Links au\u00dfen bei 1860 M\u00fcnchen waren die Highlights seiner sportlichen Laufbahn. \u201eEin Sportkamerad schlug ihm 1931 dann vor, seine Sportleidenschaft zum Beruf zu machen. In einem eigenen Sportgesch\u00e4ft k\u00f6nne er sein Erfahrungswissen in Sachen Sport einbringen\u201c, erinnert sich Klaus Keller weiter. Gesagt, getan: Noch im selben Jahr \u00f6ffnete \u201eSport Keller\u201c in der Spitalgasse zum ersten Mal seine T\u00fcren. Schnell sprach sich die Kompetenz des Inhabers herum und die Gesch\u00e4ftsr\u00e4ume wurden bald zu klein. Schon 1932 zog Sport Keller deshalb f\u00fcr kurze Zeit in neue R\u00e4ume. Im Haus Springmann in der Schrannengasse lautete die Adresse, bis das Gesch\u00e4ft in die, bis zum heutigen Tag existierenden R\u00e4umlichkeiten in der Reichenstrasse, direkt am Stadtbrunnen, zog.\u00a0 Kriegswirren und Gefangenschaft brachten die Firma Sport Keller dann beinahe ins Straucheln. \u201eMeine Mutter investierte ihr Erbe in das Gesch\u00e4ft. Damals waren 5.000 Mark sehr viel Geld. Mit gemeinsamer Arbeit gingen die Gesch\u00e4fte dann wieder bergauf\u201c, so Klaus Keller. In den folgenden Jahren konnten die Gesch\u00e4ftsr\u00e4ume dann\u00a0 erweitert werden. Zur Reichenstrasse hin wurde die Ladenfl\u00e4che verdoppelt und im n\u00e4chsten Bauabschnitt kam der erste Stock im R\u00fcckgeb\u00e4ude hinzu. Sport Keller z\u00e4hlte zu diesem Zeitpunkt bereits zu einem der f\u00fchrenden Sportfachgesch\u00e4fte in F\u00fcssen.<\/p>\n<p><strong>Vom Tellerw\u00e4scher zum Gesch\u00e4ftsinhaber<\/strong><br \/>\nKlaus Keller \u00fcbernahm 1971, im Alter von 26 Jahren, den elterlichen Familienbetrieb. Zusammen mit seiner Frau Sibylle und gut vorbereitet durch eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann im elterlichen Betrieb. Doch bevor er die Gesch\u00e4fte \u00fcbernahm, hatte es den damals 19-j\u00e4hrigen jedoch zun\u00e4chst hinaus in die weite Welt verschlagen. Als Tellerw\u00e4scher auf einem Kreuzfahrtschiff kam er nach New York und in die Karibik. Auch Rucksacktouren durch S\u00fcdamerika und viele andere tolle Erfahrungen konnte der sportliche junge Mann in dieser Zeit sammeln. Zusammen mit seiner Freundin Sibylle, die er kurze Zeit sp\u00e4ter heiratete, ging er auf eine Rucksacktour durch Asien. \u201eDas war alles eine ganz andere Welt und ich habe unheimlich viel gelernt\u201c, erinnert sich Klaus Keller an diese Zeit zur\u00fcck. Trotzdem hat er es nie bereut, wieder zur\u00fcck ins Allg\u00e4u gekommen zu sein. Zur\u00fcck in F\u00fcssen heiratete das junge Paar und die beiden T\u00f6chter Petra und Claudia kamen auf die Welt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_11569\" aria-describedby=\"caption-attachment-11569\" style=\"width: 534px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-11569\" src=\"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/FA_08_16_Keller-02.jpg\" alt=\"Hinten: Gisela Rux, Sibylle Keller, Klaus Keller, Lisa Sp\u00f6ttel Vorne: Barbara Endra\u00df, Claudia Keller, Anja Baur Es fehlen: Kreszentia Mair, Brigitte Beylschmidt, Brigitte Fischer, Sebastian Hartel, Jochen Rist\" width=\"534\" height=\"800\" srcset=\"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/FA_08_16_Keller-02.jpg 534w, https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/FA_08_16_Keller-02-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/FA_08_16_Keller-02-13x20.jpg 13w\" sizes=\"(max-width: 534px) 100vw, 534px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-11569\" class=\"wp-caption-text\">Hinten: Gisela Rux, Sibylle Keller, Klaus Keller, Lisa Sp\u00f6ttel<br \/>Vorne: Barbara Endra\u00df, Claudia Keller, Anja Baur<br \/>Es fehlen: Kreszentia Mair, Brigitte Beylschmidt, Brigitte Fischer, Sebastian Hartel, Jochen Rist<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Die Dritte Generation<\/strong><br \/>\nObwohl es Klaus und Sibylle Keller nie von ihren T\u00f6chtern erwartet haben, hat sich Tochter Claudia dazu entschieden, den Familienbetrieb irgendwann einmal zu \u00fcbernehmen. Mit der Abitur-Durchschnittsnote von 1,0, einem abgeschlossenem Studium in internationaler Betriebswirtschaft und Berufserfahrung in der Unternehmensberatung w\u00e4ren der sportlichen jungen Frau ganz andere Wege offen gestanden. \u201eDie Vorstellung durch die Reichenstra\u00dfe zu gehen und keinen Sport-Keller am Eck zu sehen, war eine furchtbare Vorstellung. Das w\u00e4re so schade\u201c, erinnert sich Claudia Keller an die Zeit zur\u00fcck, als sie dar\u00fcber nachdachte ins Allg\u00e4u zur\u00fcck zu kehren. Damals war sie 30 Jahre alt, als sie wieder nach Hause zur\u00fcck kam. Bereut hat die zweifache Mutter diesen Schritt nicht. \u201eIch bin hier zu Hause\u201c, sagt sie lachend. Als sie ein kleines Kind und Jugendliche war, wollte sie nie das Gesch\u00e4ft \u00fcbernehmen. Zu viel Stress und zu viel Arbeit, dachte sie damals. Heute wei\u00df sie, dass sie einen ganz wichtigen Baustein in der Kette des Arbeitslebens au\u00dfer Acht gelassen hat. \u201eIch habe so viel Spa\u00df und Freude an meinem Job und dem Umgang mit Menschen. Jeder Tag ist anders und es ist eine t\u00e4gliche Herausforderung\u201c, erkl\u00e4rt sie.\u00a0 Dass sie sozusagen von ganz Neuem beginnen musste, machte Claudia Keller nichts aus. Die Praktikantenstellen, die sie sich aussuchte, um die Branche besser kennenzulernen, brachten sie ihrem Entschluss n\u00e4her, den richtigen Schritt getan zu haben. \u201eIch habe viel gelernt, aber noch lange nicht ausgelernt. In der Sportbranche ist man am Puls der Zeit. Es gibt so viel Innovationen, da muss man einfach immer am Ball bleiben\u201c, so die sportbegeisterte junge Frau. Gemeinsam mit ihren Eltern Klaus und Sybille, sowie neun sehr engagierten Mitarbeitern, ist sie f\u00fcr ihre Kunden da.<\/p>\n<p>Au\u00dfer Fu\u00dfballschuhe und Tennisschl\u00e4ger gibt es beim Sport Keller alles. Eine Gesundheitsecke mit Laufschuhanalyse, die per Video ausgewertet wird, geh\u00f6rt ebenso dazu wie die Fachberatung in puncto Wanderschuhe. Auf dem kleinen Indoorweg, der eine Bergsteigung simuliert, hat der Kunde die M\u00f6glichkeit, seine Wanderschuhe zu testen. Service wird beim Sport Keller gro\u00df geschrieben, vor allem aber praktiziert. Manche nennen es Erfolgsgeheimnis, f\u00fcr Familie Keller hei\u00dft es nichts anderes als \u201eoffen und ehrlich mit den Kunden umgehen, nach bestem Wissen und Gewissen beraten und nat\u00fcrlich engagierte und motivierte Mitarbeiter, auf die man sich jederzeit verlassen kann.\u201c<\/p>\n<p>Text \u00b7 Bilder: Sabina Riegger<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Leidenschaft zum Sport war es, die Georg Keller 1931 veranlasste, ein Sportfachgesch\u00e4ft zu er\u00f6ffnen. 85 Jahre sind seitdem vergangen. 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