{"id":1047,"date":"2013-09-30T11:51:09","date_gmt":"2013-09-30T11:51:09","guid":{"rendered":""},"modified":"2013-10-31T12:30:03","modified_gmt":"2013-10-31T10:30:03","slug":"neues-juwel-in-rieden-am-forggensee","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/index.php\/2013\/09\/neues-juwel-in-rieden-am-forggensee\/","title":{"rendered":"Neues Juwel in Rieden am Forggensee"},"content":{"rendered":"<h2>Mit den R\u00f6mern rasten<\/h2>\n<p>\u201eEin richtig sch\u00f6ner Platz ist aus der fr\u00fcher wenig anziehenden Bucht\u00a0 mit ihren steilen Ufern geworden. Wir sind aus Kaufbeu-ren, Dauercamper, gleich nebenan auf dem Campingplatz, und spazieren jetzt gerne hierher,\u201c lobte ein Ehepaar, das sich auf der gro\u00dfen runden Steinplatte sonnte, die am Kiesufer des Forggensees an die r\u00f6mische \u201eMansione Via Claudia Augusta\u201c erinnert. Die Reste der Grundmauern dieser r\u00f6mischen Rastst\u00e4tte versanken nach dem Seeaufstau in den Fluten .<br \/>\nKnapp 200.000 Euro kostete dieses neue Juwel, rechnete B\u00fcrgermeister Max Streif vor. Mit nicht ganz 60.000 Euro wurde es mit Mitteln von Leader gef\u00f6rdert. Ethelbert Babel, der \u201eLeadermanager f\u00fcr die Gemeinde\u201c, wie Streif sagte, verband mit seiner Anerkennung f\u00fcr das Geschaffene eine Auszeichnung f\u00fcr Rieden. Er m\u00f6chte die \u00fcbliche Jahresabschlussfeier der Leader-Dienststelle heuer gerne in Rieden durchf\u00fchren, und will damit zeigen, dass auch kleine Gemeinden durchaus gut mit Leader-Mitteln gef\u00f6rdert werden, wenn sie die Bestimmungen daf\u00fcr einhalten. Rieden am Forggensee sei daf\u00fcr beispielhaft: In den vergangenen Jahren wurden dem Dorf Leader-F\u00f6rdermittel in H\u00f6he von 200.000 Euro zugewiesen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Mansione Via Claudia Augusta \u2013 mit den R\u00f6mern rasten<\/strong><\/p>\n<p>Bei Rieden am Forggensee sind, wenn der Forggensee im Winter nur noch wenig Wasser beh\u00e4lt, einige Dutzend Meter des Stra\u00dfendammes der Via Claudia Augusta aus der R\u00f6merzeit zu sehen.\u00a0 Die rund 2.000 Jahre alte r\u00f6mische Kaiserstra\u00dfe \u00fcber die Alpen kann man mit einer wichtigen Autobahn im heutigen Sinn vergleichen. \u00dcber 300 Fuhrwerke waren dort t\u00e4glich unterwegs, allein um die r\u00f6mischen Truppen am Limes zu versorgen. Die Mansiones (Rastst\u00e4tten) an der Stra\u00dfe entsprachen heutigen Autobahnrastst\u00e4tten h\u00f6herer Qualit\u00e4t.<\/p>\n<p>Aus mehreren H\u00e4usern bestanden diese Mansiones. Wagenbauer, K\u00f6che und andere Handwerker siedelten dort, ebenfalls Z\u00fcchter von Zugtieren; kurz alle Berufszweige, die daf\u00fcr sorgten, dass der lebhafte Stra\u00dfenverkehr in Schwung blieb. Dort gab es &#8211; bereits vor rund 2.000 Jahren &#8211; auch Einrichtungen f\u00fcr Freizeit, Erholung und Wellness, wie wir es im aktuellen Sprachgebrauch nennen. Jede Mansion besa\u00df eine Therme.<br \/>\n<strong><br \/>\nWellness durch Rast Ruhe und Spiel<\/strong><\/p>\n<p>Der \u201eMit den R\u00f6mern rasten\u201c greift das Mansione-Konzept auf<br \/>\nSeine beiden Eing\u00e4nge am Fernradweg Via Claudia Augusta werden bewacht von zwei r\u00f6mischen Soldaten &#8211; riesige Statuen aus Baumst\u00e4mmen herausgehauen. Sie bewachen die rund 6.500 Quadratmeter gro\u00dfe Bucht mit einem breiten, flachen Feinkiesstrand und satten Liegewiesen am Forggenseeufer. Auf den Wiesen finden sich Spielanlagen f\u00fcr Kinder und Erwachsene. Eine Attraktion ist ein wieder freigelegter Bach, dessen Wasser etwas oberhalb des Sees entspringt und dann nach gut 100 Metern im See m\u00fcndet. Ein idealer Spielplatz f\u00fcr k\u00fcnftige Br\u00fccken-, Staudammbauer und Wasserradkonstrukteure. Baumaterial liegt gen\u00fcgend in Ufern\u00e4he herum. An zwei Stellen sind r\u00f6mische Kinderspiele vorbreitet und mit kleinen Infotafeln beschrieben. Sicher spannend sich mit anderen Kindern bei \u201eOmilla\u201c oder \u201eTris\u201c zu messen. Selbstverst\u00e4ndlich sind Ballspiele auf den Wiesenfl\u00e4chen oder am Kiesstrand erlaubt.<\/p>\n<p>Dazu einige Zahlen zum Bau des Rastplatzes bei Rieden am Forggensee:<br \/>\n\u00b7 rund 6.500 Quadratmeter Grund kaufte die Gemeinde f\u00fcr rund 45.000 Euro auf.<br \/>\n\u00b7 Versorgungsleitungen aller Art mussten verlegt werden<br \/>\n\u00b7 Etwa 4.500 Kubikmeter feiner Kies wurden aus dem Forggensee gebaggert und damit die Ufer in der Bucht abgeflacht.<br \/>\n\u00b7 Die gesamten Baukosten f\u00fcr die Anlage betragen 141.520 Euro.<br \/>\n\u00b7 LEADER+ wird die Anlage vermutlich mit knapp weniger als 60.000 Euro f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Text \u00b7 Bilder: Peter Sch\u00e4ffer<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit den R\u00f6mern rasten \u201eEin richtig sch\u00f6ner Platz ist aus der fr\u00fcher wenig anziehenden Bucht\u00a0 mit ihren steilen Ufern geworden. 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