{"id":1010,"date":"2013-07-25T14:01:30","date_gmt":"2013-07-25T12:01:30","guid":{"rendered":""},"modified":"2024-03-11T11:53:30","modified_gmt":"2024-03-11T10:53:30","slug":"entlasslogistik-muss-optimiert-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/index.php\/2013\/07\/entlasslogistik-muss-optimiert-werden\/","title":{"rendered":"\u201eEntlasslogistik muss optimiert werden\u201c"},"content":{"rendered":"<h2>Krankenhaus F\u00fcssen: Gute Auslastungszahlen und neuer Spezialist<\/h2>\n<p>Seit der Schlie\u00dfung der Kliniken Marktoberdorf und Oberg\u00fcnzburg am 30. Juni diesen Jahres z\u00e4hlt das Krankenhaus F\u00fcssen nicht nur als Grund- und Regelversorger, sondern auch als Akutversorger im s\u00fcdlichen Ostallg\u00e4u. Mit seinen 125 Betten, Geriatrie mit eingeschlossen, ist das Haus sehr ausgelastet. \u201eDurch den Wegfall der beiden Krankenh\u00e4user schicken uns die dort ans\u00e4ssigen \u00c4rzte die Patienten. Wir haben eine sehr gute Auslastung, aber auch einen sehr hohen Erwartungsdruck, dem wir standhalten m\u00fcssen. Bislang haben wir eine sehr gute Respons erhalten\u201c, so Dr. Martin Hinterseer, \u00c4rztlicher Direktor der Klinik F\u00fcssen. Nichtsdestotrotz bedeutet es f\u00fcr die Mitarbeiter auch eine enorme Arbeitsbelastung, denn durch die Schlie\u00dfung der zwei Krankenh\u00e4user sind auch betriebsbedingte K\u00fcndigungen notwendig gewesen, haupts\u00e4chlich im Verwaltungs- und Funktionsbereich. \u201eDiese harten marktwirtschaftlichen Entscheidungen betrafen alle H\u00e4user\u201c, erkl\u00e4rt Verwaltungschef des Krankenhauses F\u00fcssen, Martin Wiedemann. <\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Durch die guten Auslastungszahlen sind noch mehr Betten notwendig. Doch die wird es in n\u00e4chster Zeit nicht geben, denn die versprochene Sanierung mit einem\u00a0 eventuell neuen Bettentrakt des F\u00fcssener Krankenhauses ist auf Eis gelegt. \u201eWir m\u00fcssen gut planen. Deshalb m\u00fcssen wir unsere Entlasslogistik optimieren, um extreme Belastungen f\u00fcr die Mitarbeiter zu vermeiden\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Kai Scriba, Chefarzt der Chirurgie. Mit dem 2003 eingef\u00fchrten Abrechnungssystem der Fallpauschalen m\u00fcssen die Kliniken mehr denn je als Wirtschaftsbetriebe arbeiten. Ziel ist es also, alle Abl\u00e4ufe zu beschleunigen: Es sollte keine unn\u00f6tigen Wartezeiten auf Behandlungen geben, aber auch keine unn\u00f6tige Verweildauer. F\u00fcr jeden Patienten gibt es \u2013 je nach Diagnose \u2013 festgelegte Liegetage, denn: Finanziell gesehen ideal ist es immer eine \u201ePunktlandung\u201c zur mittleren Verweildauer. \u201eBlutige Entlassungen\u201c, so hei\u00dft im Fachjargon die vorzeitige Entlassung von Patienten aus dem Krankenhaus, weil sie den wirtschaftlichen Aspekt nicht mehr erf\u00fcllen, wird es im Krankenhaus F\u00fcssen sicher nicht geben. \u201eBlutige Entlassungen lehnen wir komplett ab\u201c, so Scriba. 33 \u00c4rzte, 35 Mitarbeiter im Funktionsdienst und 119 Mitarbeiter im Pflegedienst, inklusive Sch\u00fcler, k\u00fcmmern sich um das Wohlergehen der Patienten. <\/p>\n<p><strong>Anpacken ist angesagt<\/strong><\/p>\n<p>In den letzten f\u00fcnf Jahren hat sich im Krankenhaus F\u00fcssen viel ver\u00e4ndert. Von innen heraus scheint das Haus an St\u00e4rke gewonnen zu haben. \u201eEs ist die gute Zusammenarbeit untereinander\u201c, so Hinterseer, Scriba und Wiedemann. \u00c4rmel hoch und los geht\u2019s, hei\u00dft die Devise, und so packen die Chef\u00e4rzte und die interne Verwaltung selbst mit an. J\u00fcngstes Beispiel ist der Garteninnenhof des Krankenhauses, den sie gemeinsam mit dem F\u00f6rderverein, allen voran der Familie Bechteler und dem Garten- und Landschaftsbau Briemle, nun auf Vordermann bringen wollen. \u201eWir brauchen Str\u00e4ucher, Parkb\u00e4nke, Schirme, &#8230; alles was einen sch\u00f6nen Garten ausmacht\u201c, erz\u00e4hlt\u00a0 Dr. Martin Hinterseer, in der Hoffnung, dass sich viele spendenfreudige Menschen melden.\u00a0 Ein weiterer Schritt in Richtung Erneuerung ist das Kasino, das unl\u00e4ngst errichtet wurde. 12.000 Euro kamen durch den F\u00f6rderverein und die Spenden der Chef\u00e4rzte zusammen. Hier sollen in Zukunft Seminare und auch Vortr\u00e4ge abgehalten werden. Die technischen Einrichtungen wie Leinwand und Beamer sind bereits installiert worden. \u201eDas Kasino soll aber auch Treffpunkt f\u00fcr unsere Mitarbeiter sein\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Kai Scriba. <\/p>\n<p><strong>Die Zukunft<\/strong><\/p>\n<p>Eine interdisziplin\u00e4re Aufnahmestation und vier Palliativzimmer sind die n\u00e4chsten Projekte des Krankenhauses F\u00fcssen. \u201eDie interdisziplin\u00e4re Aufnahmestation ist schon lange mit zehn Betten geplant. Hier sollen Notfallpatienten optimal versorgt werden k\u00f6nnen und zugleich die normalen Stationen entlastet werden\u201c, erz\u00e4hlt Herzspezialist Hinterseer. <br \/>Der Arzt und \u00e4rztliche Direktor zeigt den idealen Platz der interdisziplin\u00e4ren Aufnahmestation: Es ist die jetzige Notfallambulanz. \u201eDie interdisziplin\u00e4re Aufnahmestation stellt eine sinnvolle Erweiterung der Klinik F\u00fcssen dar. Im letzten Jahr hatten wir 16.000 ambulante Patientem\u201c, spricht Hinterseer klare Worte. Dass dieser Wunsch momentan finanziell nicht\u00a0 realisierbar ist, wei\u00df der \u00e4rztliche Direktor nur zu genau. \u201eVielleicht haben wir ja n\u00e4chstes Jahr Gl\u00fcck, wenn die Zahlen stimmen\u201c, so seine Hoffnung.<\/p>\n<p><strong>Ein Lichtblick \u2013 Palliativzimmer<\/strong><\/p>\n<p>Noch holpert es am finanziellen Background f\u00fcr die vier Palliativzimmer, die im Untergeschoss des Krankenhauses mit direktem Zugang zum Garten geplant sind. 35.000 Euro sollen die vier hellen Zimmer kosten. \u201eEs gibt eine Kostenzusammenstellung. Wir sind nicht blau\u00e4ugig in dieses Thema reingeschlittert, sondern haben uns die Palliativzimmer und Einrichtungen in den Krankenh\u00e4user in Memmingen, Kempten und Ravensburg angeschaut\u201c, so Martin Wiedemann. Betreut werden sollen die Patienten durch die An\u00e4sthesieabteilung, deren Mitarbeiter eine besondere Ausbildung in der Palliativ- und Schmerztherapie haben. \u201eWichtig ist es, dass wir diese Patienten solange behalten k\u00f6nnen wie es notwendig ist. Ziel ist es, dem Patienten Linderung, Schmerzfreiheit und Lebensqualit\u00e4t zu verschaffen\u201c. <\/p>\n<p>Spendenkonto des F\u00f6rdervereins<br \/>Sonderkonto Palliativzimmer <br \/>514994680<br \/>Sparkasse Allg\u00e4u 733 500 00<\/p>\n<p>Text: Sabina Riegger \u00b7 Bild: Gerda Bechteler<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Neuer Spezialist am Krankenhaus F\u00fcssen<\/h2>\n<p>Seit dem 15. Juli hat die Innere Abteilung im Krankenhaus F\u00fcssen einen neuen Oberarzt. Dr. med. Bert Griesshammer, Gastroenterologe mit dem Schwerpunkt Endoskopie, untersteht mit sofortiger Wirkung dem Chefarzt Dr. med. Martin Hinterseer und vervollst\u00e4ndigt das Team mit seinem Know-How \u00fcber Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, der Leber, Gallenwege und Bauchspeicheldr\u00fcse. Der geb\u00fcrtige Allg\u00e4uer hat bereits viele Stationen in seiner Fachrichtung durchlaufen. So war er unter anderem acht Jahre als Oberarzt in Kaufbeuren, vier Jahre lang als Chefarzt in Niederbayern und sieben Jahre lang als Oberarzt in Bregenz t\u00e4tig, wo er auch Ambulanzen f\u00fcr chronische Darmerkrankungen und f\u00fcr Lebererkrankungen leitete. \u201eIch habe \u00fcber ein Inserat von der freien Stelle in F\u00fcssen erfahren. Da ich immer zur\u00fcck ins Allg\u00e4u wollte, kam mir diese Gelegenheit sehr entgegen. Die Kollegen sind ausgesprochen nett zu mir. Ich hoffe sehr, dass wir hier gemeinsam eine leistungsstarke Gastroenterologie etablieren k\u00f6nnen. Dann noch diese sch\u00f6ne Umgebung mit den Bergen und vielen Seen.. Ich bin, wo ich immer hin wollte\u201c, erkl\u00e4rt er l\u00e4chelnd. Die Hobbies des dreifachen Familienvaters sind neben Tennis auch Schwimmen, Bergwandern und Ski fahren, die er hier in seiner Freizeit gerne ausleben will. Auch Jazz geh\u00f6rt zu seinen Leidenschaften, deswegen freut er sich besonders auf das kommende Jazz-Festival in F\u00fcssen. \u201eAn den Wochenenden fahre ich jetzt immer zu meiner Familie nach M\u00fcnchen. Da meine Frau dort beruflich gebunden ist und meine Kinder in M\u00fcnchen studieren, nehme ich das gern in Kauf. Nun fehlt mir nur noch eine Wohnung in F\u00fcssen, da ich nicht auf Dauer im Personalwohnheim des Krankenhauses bleiben m\u00f6chte. Aber letztlich denke ich, bin ich endlich angekommen.\u201c<\/p>\n<p>Text \u00b7 Bild: Sven K\u00f6hler<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Krankenhaus F\u00fcssen: Gute Auslastungszahlen und neuer Spezialist Seit der Schlie\u00dfung der Kliniken Marktoberdorf und Oberg\u00fcnzburg am 30. 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