{"id":10051,"date":"2015-12-30T13:06:09","date_gmt":"2015-12-30T12:06:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/?p=10051"},"modified":"2015-12-30T13:06:09","modified_gmt":"2015-12-30T12:06:09","slug":"hilfe-trueben-tagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/index.php\/2015\/12\/hilfe-trueben-tagen\/","title":{"rendered":"Hilfe in tr\u00fcben Tagen"},"content":{"rendered":"<h3>Nat\u00fcrliches f\u00fcr K\u00f6rper, Geist &amp; Seele<\/h3>\n<p><span style=\"color: #800000;\">Die Winterzeit, so sch\u00f6n sie auch ist, kann uns auch Einiges abfordern: sei es, dass das Immunsystem streikt, man seine Reserven nach einer stressigen Weihnachtszeit wieder auff\u00fcllen m\u00f6chte oder dass einem die fr\u00fche Dunkelheit aufs Gem\u00fct schl\u00e4gt \u2013 hier k\u00f6nnen nat\u00fcrliche Mittel helfen, um wieder ins Gleichgewicht zu kommen.<\/span><\/p>\n<p><span class=\"tie-dropcap \">E<\/span>ine sicherlich relativ unbekannte, aber nichtsdestotrotz wirksame Hilfe zur St\u00e4rkung der Abwehrkr\u00e4fte ist der sogenannte Brottrunk, ein milchsauer vergorenes Getr\u00e4nk aus Vollkornbrot, das es bei uns in seiner jetzigen Form erst seit 1981 gibt. In Russland hat es allerdings eine jahrhundertelange Tradition. Der dort Kwass genannte Trank wurde aus vergorenem Brot, Salz, Gew\u00fcrzen und Sauermilch hergestellt und gegen allerlei Beschwerden eingesetzt. Deutsche Soldaten lernten ihn w\u00e4hrend der Kriegsgefangenschaft kennen, allerdings war er stark alkoholhaltig und wenig schmackhaft. Aber wer ihn zu trinken bekam, wurde weniger krank. In Deutschland versuchte man viele Jahre lang, ein \u00e4hnliches Getr\u00e4nk herzustellen, bis es einem B\u00e4cker aus L\u00fcnen gelang, einen alkoholfreien, gut schmeckenden Brottrunk anzusetzen. Hier wird ein speziell hergestelltes Vollkornbrot verwendet, das mit Brunnenwasser versetzt zum G\u00e4ren gebracht wird. So werden neben Brots\u00e4urebakterien, die sich positiv auf die Darmflora und somit auch indirekt auf die Abwehrkr\u00e4fte auswirken, eine ganze Reihe von Vitaminen und Mineralien freigesetzt, die wichtig f\u00fcr unseren K\u00f6rper sind, u.a.: Selen und Zink zur St\u00e4rkung des Immunsystems, Kupfer und Eisen f\u00fcr die Blutbildung, Magnesium f\u00fcr innere Ruhe und Muskelentspannung, Kalzium f\u00fcr die Knochen, Vitamin E f\u00fcr Herz und Gef\u00e4\u00dfe, Vitamin B6 und B12 f\u00fcr das Nervensystem und vieles mehr, um nur einiges zu nennen. So wirkt der Brottrunk nicht nur in der Erk\u00e4ltungszeit, sondern auch unterst\u00fctzend bei anderen Beschwerden, wie zum Beispiel Allergien, Hauterkrankungen, St\u00f6rungen des Verdauungssystems, \u00dcbers\u00e4uerung des K\u00f6rpers und daraus entstehenden Problemen. Jeden Tag 200 ml davon getrunken machen Sie widerstandsf\u00e4higer, und wenn Sie doch mal ein grippaler Infekt erwischt, klingt er schneller wieder ab. Dazu gibt es sogar Studien.<\/p>\n<p>Der Brottrunk eignet sich au\u00dferdem auch f\u00fcr die K\u00fcche: der leicht s\u00e4uerliche Geschmack macht ihn ideal als Essigersatz, so kann man ihn wunderbar in Salatsaucen einarbeiten.<\/p>\n<p><strong>Ein sehr gutes St\u00e4rkungsmittel:<\/strong><br \/>\n<strong>Die Rosenwurz (Rhodiola rosea)<\/strong><\/p>\n<p>Diese sukkulente (wasserspeichernde) Pflanze aus der Familie der Dickblattgew\u00e4chse ist in den k\u00e4lteren Gefilden Eurasiens und der USA, sowie in der Arktis beheimatet. Sie wird bis ca. 35 cm hoch, w\u00e4chst gerne in feuchten Felsspalten und auf Moorb\u00f6den, hat orangerote oder violette Bl\u00fcten und eine dicke Pfahlwurzel. Der knollige, unterirdische Teil des Stammes duftet nach Rosen, daher der Name.<br \/>\nBei uns noch relativ unbekannt, hat die Rosenwurz doch schon eine Tradition von \u00fcber 2000 Jahren, wurde erstmals 77 v. Chr. durch den Griechen Dioscorides erw\u00e4hnt. Die Wikinger verwendeten sie, um mehr Kraft und Ausdauer zu haben, chinesische Kaiser organisierten ganze Expeditionen nach Sibirien, um die wertvollen Wurzeln zu finden. In der Volksmedizin wurde die Pflanze auch in Russland und den skandinavischen L\u00e4ndern schon \u00fcber Jahrhunderte genutzt. In der damaligen UdSSR wurde w\u00e4hrend des kalten Krieges viel an der Rosenwurz geforscht, sie wurde sogar in der Raumfahrt zur St\u00e4rkung der Kosmonauten eingesetzt und galt bei russischen Sportlern als \u201eGeheimwaffe\u201c zur Leistungssteigerung.<\/p>\n<p>Die Wirkstoffe der in Sibirien \u201eGoldene Wurzel\u201c genannten Pflanze sind vor allem phenolische Glycoside wie Saldrosid, Tyrosol und Rosavin und machen sie zu einem sog. Adaptogen. Das bedeutet, sie hilft, die Anpassungsf\u00e4higkeit unseres Organismus an au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastungen zu erh\u00f6hen und die nat\u00fcrliche Widerstandskraft zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p>&#8211; So ist das Haupteinsatzgebiet Stress und hoher Belastungsdruck, vor allem, wenn er einfach zu viel wird (Arbeit, Familie&#8230;.).<br \/>\n&#8211; Au\u00dferdem kann die geistige und k\u00f6rperliche Leistungsf\u00e4higkeit gesteigert, sowie Konzentration und Langzeitged\u00e4chtnis verbessert werden, auch bei \u00e4lteren Menschen. Auch bei leichten depressiven Verstimmungen k\u00f6nnen die Begleitsymptome wie Antriebslosigkeit, Tagesm\u00fcdigkeit oder Schlafst\u00f6rungen gelindert werden.<br \/>\nRosenwurz-Pr\u00e4parate, meist in Kapselform, sind im Gegensatz zu Schweden oder Russland noch nicht als Arzneimittel anerkannt, werden also bei uns als Nahrungserg\u00e4nzungsmittel vertrieben.<\/p>\n<p><strong>Zur Unterst\u00fctzung der Psyche<\/strong><br \/>\n<strong>Passionsblume<\/strong><\/p>\n<p>Sie geh\u00f6rt zu den Passionsblumengew\u00e4chsen, diese Familie umfasst mehrere hundert Arten, die Gattung Passiflora allein mehr als 530! Zu dieser Familie geh\u00f6ren ebenfalls die bekannteren Maracuja-Pflanzen, aber auch die Passiflora incarnata tr\u00e4gt essbare Fr\u00fcchte. Die Pflanze ist im S\u00fcdosten der USA heimisch, w\u00e4chst aber inzwischen auch bei uns \u2013 da z.T. winterhart.<\/p>\n<p>Bereits im 17. Jahrhundert beobachteten M\u00f6nche und \u00c4rzte, die mit den spanischen Eroberern nach Amerika kamen, wie die Indianer sie verwendeten, allerdings damals eher die Wurzel z.B. als Brei-Umschlag bei Schnittwunden. Von den spanischen Missionaren stammt der Name \u201ePassionsblume\u201c als Symbol der Leiden Christi. Danach stellen die 3 Narben die N\u00e4gel dar, mit denen Jesus ans Kreuz genagelt wurde, der Fadenkranz symbolisiert die Dornenkrone, der gestielte Fruchtknoten den Kelch, die 5 Staubbl\u00e4tter die Wundmale, die Laubbl\u00e4tter die Lanze, die Ranken die Gei\u00dfeln und die wei\u00dfe Farbe die Unschuld des Erl\u00f6sers. 1649 notiert der Arzt Francisco Hern\u00e1ndez in seinen Reisenotizen, dass die Pflanze hervorragend gegen Schlaflosigkeit und Melancholie helfe. Im 19. Jhd. untersuchten sie nordamerikanische \u00c4rzte und Hom\u00f6opathen, bei uns in Europa fanden wissenschaftliche Untersuchungen erst im 20.Jhd. statt. Worauf ist nun die Wirkung der Passionsblume zur\u00fcckzuf\u00fchren? Sie ist reich an Flavonoiden, Sterinen und Alkaloiden. Diese Wirkstoffkombination hat einen direkten Einfluss auf einen bestimmten Stoffwechsel im Gehirn. Man kann sich das in etwa so vorstellen: im Gehirn gibt es einen Filter, der uns gegen Reiz\u00fcberflutung sch\u00fctzt, der aber nat\u00fcrlich nur eine begrenzte Kapazit\u00e4t besitzt. Durch nervliche und seelische \u00dcberforderung kann dieser Filter in seiner Funktion gest\u00f6rt werden. Man ger\u00e4t aus der inneren Harmonie. Hier kann die Passionsblume regulierend wirken, der Filter kann wieder besser und effektiver arbeiten.<\/p>\n<p>Nervosit\u00e4t, verbunden auch mit Schlafst\u00f6rungen, Stress-Situationen, Ersch\u00f6pfungszust\u00e4nde bis hin zum beginnenden Burnout, Beruhigung bei Angstzust\u00e4nden, nerv\u00f6sem Herzjagen, nerv\u00f6sem Darm und Spannungskopfschmerzen. Die Passionsblume kann in Form von Fertigpr\u00e4paraten (Tropfen, Tabletten, Kapseln) in naturheilkundlicher oder hom\u00f6opathischer Zubereitung eingesetzt werden. Nat\u00fcrlich kann daraus auch ein Tee gekocht werden:<\/p>\n<p>Teemischung bei nerv\u00f6ser Schlaflosigkeit<br \/>\n20 g Passionsblumenkraut<br \/>\n15 g Hopfenzapfen (entspannt bei Stress)<br \/>\n15 g Angelikawurzel (Verkrampfungen, auch im Magen-Darm-Bereich)<br \/>\n15 g Lavendelbl\u00fcten (stoppt das Gr\u00fcbeln)<br \/>\n15 g Melissenbl\u00e4tter (beruhigt die Nerven)<\/p>\n<p>1-2 TL dieser Mischung je Tasse mit kochendem Wasser \u00fcbergie\u00dfen und 10 min. ziehen lassen, evtl. mit Honig s\u00fc\u00dfen. Eine Tasse am fr\u00fchen Abend und eine weitere kurz vor dem Schlafengehen trinken (nicht zu hei\u00df).<\/p>\n<p>Mit diesen \u201eWerkzeugen\u201c kommen Sie hoffentlich gesund, entspannt und zufrieden \u00fcber die Winterzeit!<br \/>\nIhre Apothekerin Simone Wagner<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nat\u00fcrliches f\u00fcr K\u00f6rper, Geist &amp; Seele Die Winterzeit, so sch\u00f6n sie auch ist, kann uns auch Einiges abfordern: sei es, dass das Immunsystem streikt, man seine Reserven nach einer stressigen Weihnachtszeit wieder auff\u00fcllen m\u00f6chte oder dass einem die fr\u00fche Dunkelheit aufs Gem\u00fct schl\u00e4gt \u2013 hier k\u00f6nnen nat\u00fcrliche Mittel helfen, um wieder ins Gleichgewicht zu kommen. &hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":513,"featured_media":9993,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"webmentions_disabled_pings":false,"webmentions_disabled":false,"_jetpack_feature_clip_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_post_was_ever_published":false,"_share_on_mastodon":"0"},"categories":[29,94],"tags":[],"class_list":["post-10051","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-gesundheit","category-leben"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/FA_01_16_Hilfe.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-07-10 04:04:00","action":"delete","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10051","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/513"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10051"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10051\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9993"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10051"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10051"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10051"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}