Kurz berichtet

Demokratie und Zusammenhalt

Erich Kästner Schule wird „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

In einer Zeit, die von gesellschaftlicher Polarisierung und politischen Spannungen geprägt ist, setzt die Erich-Kästner-Schule Füssen ein unmissverständliches Zeichen für Vielfalt, Toleranz und ein friedliches Miteinander. In einer feierlichen Veranstaltung wurde die Schule Anfang Mai offiziell in das deutschlandweite Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ aufgenommen.

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„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist ein Netzwerk, dem deutschlandweit mittlerweile rund 5.000 Schulen angehören. Voraussetzung für die Aufnahme in das Netzwerk ist, dass sich mindestens 70 Prozent aller Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen, die an der Schule lernen und arbeiten, mit ihrer Unterschrift verpflichten, sich künftig gegen jede Form von Diskriminierung und für die Gleichwertigkeit aller Menschen an ihrer Schule einzusetzen. Die Aufnahme in das Netzwerk steht für eine bewusste Selbstverpflichtung, sich in der Gegenwart und Zukunft für eine Welt einzusetzen, in der die Menschenrechte für alle gleich gelten.

Die Aufnahme in das Netzwerk erfolgt zu einem entscheidenden Zeitpunkt. In politisch unruhigen Zeiten, in denen extremistische Tendenzen, Ausgrenzung und Hassrede – sowohl analog als auch digital – zunehmend sichtbarer werden, kommt der Schule als Ort der demokratischen Bildung eine Schlüsselrolle zu. Die Schulgemeinschaft der Erich-Kästner-Schule Füssen macht durch die Mitgliedschaft im Netzwerk deutlich: An dieser Schule ist kein Platz für Diskriminierung aufgrund von Herkunft, Religion, Geschlecht, sexueller Identität oder körperlichen Einschränkungen. Durch eine diskriminierungssensible Schulkultur sollen sich alle gleichwertig und angenommen fühlen.

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Die offizielle Überreichung der Urkunde und des Schildes, welches an das Schulgebäude angebracht wird, erfolgt durch Herrn Michael Sell, einen Regionalkoordinator für „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ im Regierungsbezirk Schwaben.

Besondere Unterstützung erfährt die Schule durch ihren Projektpaten Felix Brunner. Brunner, der Motivationsvorträge hält und selbst im Rollstuhl sitzt, weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig Inklusion, der Abbau von Barrieren – vor allem in den Köpfen – und der tägliche Einsatz für eine offene Gesellschaft sind. Er wird die Schulgemeinschaft künftig bei ihren Projekten gegen Ausgrenzung begleiten und inspirieren.

Die besondere regionale Bedeutung dieses Engagements gegen Diskriminierung und für Gleichberechtigung wird durch die Anwesenheit von Landrat Bernd Stapfner unterstrichen, der als besonderer Ehrengast an der Feierstunde teilnahm.

„Mit der Aufnahme in das Netzwerk sind wir nicht am Ziel, sondern befinden uns mitten in einem kontinuierlichen Prozess“, betont Schulleiterin Angelika Oswald. „Der Beitritt zum Netzwerk ist ein Versprechen unserer gesamten Schulfamilie, bei Ungerechtigkeiten nicht wegzusehen, sondern mutig einzuschreiten.“

Text: FA/pm · Foto: Manfred Sailer

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