Gesundheit

Gesunde Gefäße als Schlüssel zur Wundheilung

Chronische Wunden und Gefäßerkrankungen hängen oft eng zusammen. Am Klinikum Kaufbeuren arbeiten daher das Wundzentrum, die Gefäßchirurgie und die Radiologie Hand in Hand, um Patientinnen und Patienten ganzheitlich zu versorgen. Wann Beschwerden wie schmerzende Beine ein Warnsignal sein können, erklärt die Chefärztin für Gefäßchirurgie, Dr. Ute Dammer.

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Chronische Wunden sind für Betroffene oft eine große Belastung. Sie heilen schlecht, schränken im Alltag ein und können im schlimmsten Fall zu schwerwiegenden Komplikationen führen. Häufig liegt die Ursache jedoch nicht nur in der Wunde selbst, sondern in einer gestörten Durchblutung.

Genau hier setzt die enge Zusammenarbeit von Wundzentrum, Gefäßchirurgie und interventioneller Radiologie in den Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren an. „Viele chronische Wunden entstehen, weil das Gewebe nicht ausreichend durchblutet ist. Deshalb reicht es oft nicht aus, nur die Wunde zu behandeln – wir müssen die Ursache angehen“, betont Carina Heckel.

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Ziel ist es laut der Leiterin des Wundzentrums, jede Wunde individuell zu betrachten und die passende Therapie zu planen. Heckel hebt zudem hervor, dass die enge Kooperation mit Gefäßchirurgie und Radiologie entscheidend sei: „Nur gemeinsam können wir dafür sorgen, dass Wunden wirklich dauerhaft heilen.“

Interdisziplinäre Zusammenarbeit als Vorteil

Hierbei spielt die Radiologie eine Doppelrolle. „Wir sind einerseits im diagnostischen Bereich tätig, da die Befunde mit Ultraschall, CT oder MRT erstellt werden“, erklärt Dr. Annette Ruffer. Die Chefärztin der Radiologie weist darauf hin, dass gerade bei diabetischem Fußsyndrom die Früherkennung von Durchblutungsstörungen entscheidend sei: „Je früher wir handeln, desto höher ist die Chance auf Heilung – und desto geringer das Risiko schwerer Komplikationen.“

Darüber hinaus führt die Radiologie als von der Deutschen Gesellschaft für interventionelle Radiologie (DeGIR) zertifiziertes Zentrum auch so genannte minimalinvasive Verfahren mit einem Katheter durch, um verschlossene Gefäße wieder zu öffnen und zu stabilisieren. „Eine sehr schonende Methode“, stellt Ruffer klar, „die wir gerade bei leichten bis mittleren Verkalkungen der Gefäße bevorzugen.“

Dr. Ute Dammer pflichtet ihrer Kollegin bei. „Bei komplexen Gefäßverengungen oder -verschlüssen entscheiden wir gemeinsam, ob die minimalinvasive Methode Sinn ergibt – oder ein operativer Eingriff nötig ist.“

Die Leiterin des Gefäßzentrums, das von der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie zertifiziert wurde, möchte Patientinnen und Patienten die Sorgen vor einer etwaigen Operation nehmen. „Dank moderner Operationsverfahren können wir heute viele Eingriffe deutlich schonender durchführen als noch vor einigen Jahren“, erklärt Dammer. „Das bedeutet für die Patientinnen und Patienten in vielen Fällen eine schnellere Erholung und weniger Belastung.“

Text: FA/pm · Foto: Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren

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