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Die Teilsanierung des Baumkronenweges ist beendet. Besucher können im großen Bienenhaus die Bienen beobachten.

Am 1. Juni feiert Carolin Klughammer ihr 10-jähriges Jubiläum als Geschäftsführerin des Füssener Walderlebniszentrums (WEZ), doch das sei nur am Rande erwähnt. Denn kürzlich wurde nicht nur das Haus für die neuen Bewohner des Waldgebiets an der Grenze zu Tirol fertiggestellt, auch drei Königinnen mit einem nicht unerheblichen Hofstaat haben Einzug gehalten.

Klingt komisch? – Ist es aber nicht. Die Rede ist von Bienenvölkern.

Unterstützung für das Projekt Bienenhaus fand Klughammer durch Helmut Angl, Vorstandsmitglied des Trägervereins „Walderlebniszentrum Ostallgäu – Außerfern e.V.“, und Simon Nuschele, Imkermeister aus dem Honigdorf Seeg.

Mehr noch entwickelte sich die Idee für eine Kooperation. Immerhin ist Seeg das erste Honigdorf Deutschlands und besitzt einen gemeindeeigenen Imker. Sein Name ist Sebastian Uhlemayr und er wird sich nun auch um die Bienenvölker im WEZ kümmern – als Außenstelle der Seeger Erlebnisimkerei sozusagen.

Das Haus bietet Platz für bis zu acht Völker. „Bei unseren Bienen handelt es sich um die Rasse Carnica“, verrät Uhlemayr. „Denn auf der Bleckenau befindet sich eine Belegstelle.“ Das ist ein Ort, an dem Bienenköniginnen von Drohnen derselben Bienenrasse begattet werden, um leistungsfähigen Nachwuchs und somit eine reinrassige Zucht zu erhalten.

Rund eine halbe Million Euro investiert der Verein insgesamt. Fünf Abschnitte sind es insgesamt, die in den nächsten Jahren fertiggestellt werden sollen. Pro Jahr wird nun ein weiteres Stück renoviert. Wenn alles gut geht, ist das Sanierungsprojekt Baumkronenweg also im Frühjahr 2028 abgeschlossen.

Einen Bienenstich mögen wir Menschen nur als Kuchen. Indess sind Bienen friedliebende Tiere. Sie stechen nur, wenn sie sich bedroht fühlen. Keine Gefahr besteht also, wenn Besucherinnen und Besucher einen Blick in den Bienenstock werfen.

„Um den Honigertrag geht es bei unseren Bienen nicht“, sagt Klughammer. Vielmehr soll die Arbeit der faszinierenden Tiere gezeigt und verdeutlicht werden. Denn obwohl es wie ein wildes Gewusel aussieht: Jede Biene hat eine Aufgabe. Eine ist für den Bau der Waben verantwortlich, die anderen kümmern sich um die Brut. Während einige putzen, die Königin füttern oder das Flugloch bewachen, gehen andere Pollen sammeln.

Gleichzeitig mit dem Bau des Bienenhauses begann am 1. April die Sanierung des Baumkronenpfads. Pünktlich, mit den Pfingstferien wurde der erste Abschnitt auf Tiroler Seite fertig. Auf 58 Metern Weg entfernten Fachkräfte die alten Holzelemente und versahen die Konstruktion mit neuen, unbehandelten Lerchenholz-Dielen.

Rund eine halbe Million Euro investiert der Verein insgesamt. Fünf Abschnitte sind es insgesamt, die in den nächsten Jahren fertiggestellt werden sollen.  Pro Jahr wird nun ein weiteres Stück renoviert. Wenn alles gut geht, ist das Sanierungsprojekt Baumkronenweg also im Frühjahr 2028 abgeschlossen. Übrigens, erwähnt Klughammer, die Stahlseile werden alle zwei Jahre von einer Spezialfirma kontrolliert, zuletzt war dies Anfang Mai der Fall.

Weitere Infos: www.walderlebniszentrum.eu

Text: Selma Hegenbarth · Fotos rie/jak

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