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Flüchtlingsunterkünfte: Gemeindetag steht hinter Landratsamt

In einer Besprechung der Ostallgäuer Bürgermeister hat der Kreisverband des Bayerischen Gemeindetags im Landkreis Ostallgäu seine Unterstützung für das Landratsamt bei der Unterbringung von Geflüchteten bekräftigt. Der Vorsitzende des Kreisverbands, Armin Holderried, betonte die Notwendigkeit, diese Herausforderung gemeinsam zu bewältigen.

Holderried unterstützt voll und ganz die Pläne des Landkreises, Flüchtlingsunterkünfte auf dessen eigenen Grundstücken, wie zum Beispiel in Westendorf, zu errichten. Durch diese Maßnahme sendet der Kreisverband „ein sehr deutliches Signal der Solidarität“ unter den Gemeinden und mit dem Landratsamt. Das Hauptziel besteht darin, eine gerechte Verteilung der Flüchtlinge auf die einzelnen Gemeinden zu gewährleisten. „Wir Kommunen müssen Solidarität zeigen, sonst wird diese Aufgabe nicht gelingen. Da müssen wir noch besser werden und eine gleichmäßigere Verteilung anstreben“, sagt Holderried.

„Gemeinsame Lösungen finden“

Die Verantwortung für die Unterbringung von schutzsuchenden Menschen wurde vom Staat auf die Landratsämter übertragen. Deshalb war es für den Ostallgäuer Kreisausschuss am Freitag unumstritten, dem Landratsamt geeignete Grundstücke im Landkreis für die Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung zu stellen. Im Ausschuss wurde auch gefordert, dass andere öffentliche Institutionen wie Bund, Länder und Kirchen ebenfalls Immobilien zur Verfügung stellen sollten.

Seit mehreren Monaten ist das Landratsamt verzweifelt auf der Suche nach Unterkünften für Flüchtlinge. Aufgrund des Mangels an verfügbaren Angeboten müssen nun Notunterkünfte eröffnet werden. Neben dem Tagungshaus in Eschers und der Berufsschulturnhalle in Marktoberdorf werden auch Container auf dem ehemaligen Gelände des Kreisbauhofs in Westendorf sowie ein Zelt auf dem Parkplatz des Landratsamtes genutzt. „Natürlich fällt uns das nicht leicht, aber es ist unsere gesetzliche Pflicht, den geflüchteten Menschen Obdach zu gewähren und ihnen zu helfen“, sagte Landrätin Maria Rita Zinnecker im Vorfeld der Sitzung.

„Die Entscheidungen des Gemeindetags und des Kreisausschusses bedeuten einen engen Schulterschluss zwischen Landratsamt und Gemeinden als Hauptbeteiligte in der Flüchtlingsunterbringung“, betonte Zinnecker. „Das ist ein wichtiger Schritt, um gemeinsam Lösungen zu finden.“

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