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Nachgefragt! bei Markus Rundt

Geschäftsführer von decura quiub GmbH, Vorsitzender vom BdS Füssen/Pfronten/Nesselwang

Keiner Partei angehörig, aber durchaus politisch engagiert sein, das ist das Motto von Markus Rundt, der mit Frau und vier Töchtern in Schwangau lebt. Nach der Fusionierung der beiden BdS (Bund der Selbständigen Deutschland) Ortsverbände Füssen und Pfronten / Nesselwang im Januar, ist der Diplom-Kaufmann zum Vorsitzenden gewählt worden und steht nun an der Spitze von rund 180 Mitgliedern. Im südlichen Ostallgäu ist durch die Fusionierung einer der größten ländlichen BDS-Ortsverbände in Bayern entstanden.

Ganz direkt: Warum wollten Sie Vorstand des kürzlich fusionierten BdS Füssen-Pfronten-Nesselwang werden? Welches ist Ihre Intention?
Eine starke Mittelstandsvertretung ist für mich einer der wichtigsten Faktoren, um unsere Region für die weitere Zukunft wirtschaftlich zu stärken. Neben touristischem Gewerbe benötigen wir zur Stabilisierung und Verbesserung der finanziellen Leistungsfähigkeit der Kommunen auch andere Gewerbeformen. Über den neuen BDS Ortsverband Füssen / Pfronten / Nesselwang, der im Altlandkreis Füssen 180 Mitgliedsbetriebe repräsentiert, können und müssen wir in Kontakt mit den Kommunen kommen, um gemeinsam die besten Möglichkeiten für Wirtschaftsansiedlung und Wirtschaftsförderung auszuloten. Als Vorstand kann ich dies aktiv fördern und fordern.

Welche wirtschaftlichen Vorteile ergeben sich nun für den fusionierten Verband bzw. welche Möglichkeiten eröffnen sich nun durch die Fusion sowohl für Füssen als auch für Pfronten/Nesselwang, die früher nicht gegeben waren?
Durch die Fusion ergeben sich mehrere Vorteile, die nicht unbedingt wirtschaftlicher Natur sind. Zuerst einmal kann man als Vorstand sehr entspannt in seine Amtszeit gehen, wenn die Haushaltslage gut ist. Viel wichtiger ist es jedoch, die Wirtschaftsräume enger zusammen zu führen. Ich plädiere schon seit einigen Jahren dafür, die gesamte Region südliches Ostallgäu als einen Lebens- / Wirtschafts- / und Naturraum zu sehen und gemeinsame, interkommunale Projekte ins Leben zu rufen. Wir haben jetzt im BDS zum ersten Mal einen wirklich übergreifenden Vorstand. Das ermöglicht uns, auch mal größer zu denken und Projekte anzugehen, die man sich als einzelner Ortsverband nicht traut.

Was planen Sie als Nächstes für den BdS?
Unsere Liste für die nächsten Monate ist lang. Zum einen müssen wir dringend einen guten Namen für unseren neuen Ortsverband finden, wir müssen wieder eine gut funktionierende und ansprechende Website ins Leben rufen und mit unseren Mitgliedsbetrieben aktiv in Kontakt treten. Am wichtigsten ist jedoch, dass sich der neue Vorstand schnell zusammenfindet. Ich bin unglaublich glücklich und auch stolz, dass wir über die Ortsgrenzen hinweg so problemlos ein schlagkräftiges Vorstandsgremium aufstellen können. Zuletzt möchte ich gerne in den nächsten 24 Monaten die Mitgliedszahl um weitere 50 Betriebe erhöhen. Da müssen wir jetzt schnell aktiv werden.

Planen Sie einen Ersatz für die nicht mehr stattfindende Messe „WIR“?
Das Thema Messe ist ja noch nicht komplett vom Tisch. Durch die Covid- Zeit haben sich hier natürlich Veränderungen ergeben, gerade im Hinblick auf Präsenzformate mit großem Publikum. Insofern müssen wir jetzt in Ruhe nachdenken, in welchem Format eine durchaus wichtige Repräsentanz für unsere Mitgliedsbetriebe möglich ist. Hier werden wir auf alle Fälle in den nächsten Monaten entsprechende Konzepte erarbeiten und im Anschluss umsetzen.

Sie wollen die Wirtschaft ankurbeln und fordern einen Wirtschaftsbeirat, sind keiner Partei zugehörig und Sie engagieren sich sozial. Wie stark wollen Sie sich für Füssen einsetzen, vielleicht bis zu einer Bürgermeister-Kandidatur?
Mein Engagement setze ich da ein, wo auch mein Herz drinsteckt, nur so kann ich immer authentisch agieren. Als Unternehmer habe ich in erster Linie eine Verantwortung gegenüber meinen Mitgesellschaftern und Mitarbeitenden, dies wird auch mein Fokus für die nächsten Jahre sein. Wenn man mich für ein Amt braucht, dann werde ich immer abwägen, ob ich mich inhaltlich und organisatorisch dieser Aufgabe stellen kann. Aber aus meiner Sicht ist eine Diskussion hierüber viel zu früh, helfen wir lieber alle zusammen der aktuellen Stadtregierung um Bürgermeister Eichstetter bei der weiteren Ausrichtung Füssens in die Zukunft.

Text: Sabina Riegger · Foto: privat

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