Kultur

Ein Festspiel auf der Freilichtbühne in Schongau

Historisches Kriminalspiel von Maximilian Geiger,
Premiere am 7. Juli 2023

Das historische Kriminalschauspiel, welches im Jahr 1493 in Schongau spielt, ist das zentrale Thema des diesjährigen Festspiels auf der Freilichtbühne in Schongau. Autor, Regisseur und studierter Historiker Maximilian Geiger hat nach intensiver Recherche ein spannendes Theaterstück geschrieben, das die Geschichte der Stadt Schongau auf kreative Weise zum Leben erweckt.

Mit rund 90 Mitwirkenden und einer Spieldauer von 2,5 Stunden wird das Stück in zwei Akten aufgeführt. Der gemeinnützige Theaterverein Treibhaus e.V. hat bereits Erfahrung mit der Umsetzung von Freiluft-Festspielen. Nachdem in den Jahren 2016 und 2019 zwei erfolgreiche Aufführungen der Henkerstochter-Reihe von Bestseller-Autor Oliver Pötzsch stattgefunden hatten, ist das historische Krimi-Schauspiel „1493 – Schongau zwischen Blut und Freundschaft“ eine Neuinszenierung und bietet den Besuchern ein einzigartiges Erlebnis.

Für das Festspiel werden die Schauspieler entsprechend ihrer Rolle in historische Kostüme eingekleidet. Hierfür besteht bereits ein großer Fundus, jedoch werden für einige Schauspieler neue historische Kostüme von der Schneiderin des Vereins angefertigt. Die Musik des Stücks wird von Linus Mödl komponiert, der bereits mehrere erfolgreiche Projekte vorweisen kann.

Insgesamt können während der acht Aufführungstage auf der Freilichtbühne auf dem Bürgermeister-Schaegger-Platz in Schongau über 5.400 Zuschauer begrüßt werden. Jede einzelne Aufführung bietet Platz für 683 Zuschauer auf einer mehrreihigen Tribüne mit Sitzschalen. Die Besucher können somit das historische Kriminalschauspiel hautnah miterleben.

Zusammen mit den aufwendigen Kostümen sollen die Aufführungen zu einem visuellen und akustischen Erlebnis werden. Die Aufführung ist ein Muss für alle Theater- und Krimifans, die sich in die faszinierende Welt des mittelalterlichen Schongaus entführen lassen möchten..

Trotz des Aufwands, der Kosten und der Planung betonen Maximilian Geiger und Michael Boos, Vorsitzender des Theatervereins, ihren großen Respekt vor dem Projekt und gehen optimistisch in die Umsetzung. Regenwetter ist kein Hindernis, da fast jeder Termin einen Ausweichtermin hat und die Karten ihre Gültigkeit behalten.

Im Gespräch mit Maximilian Geiger und Michael Boos

Herr Geiger, was hat sie fasziniert daran, ein solches Kriminalschauspiel zu schreiben?
2014 hatte ich schon die Idee, einen historischen Roman zu schreiben. Letztendlich wurde aus dem Roman ein Textbuch, das ich während des ersten Lockdowns schrieb.

Wie kam das bei Ihnen an, Herr Boos?
Sehr gut, es ist ein tolles Stück geworden. Man muss sagen, der Lockdown hat uns in die Karten gespielt, so dass wir genügend Zeit hatten, die Szenen genauer auszuarbeiten.

Ich kann mir vorstellen, dass bei solchen historischen Stücken ein Großteil des Budgets für Kostüme ausgegeben werden muss. Wie sieht es bei Ihnen aus?
M. Geiger: Wir haben das Glück, dass Schongau einen großen Fundus an historischen Gewändern hat und wir das nutzen dürfen. Trotzdem haben wir einige wenige Kostüme von unserer Schneiderin anfertigen lassen müssen. Aufgrund des begrenzten Budgets legen wir somit den Fokus auf den Schauwert der Kostüme, die allgemein mit dem Mittelalter in Verbindung gebracht werden können.

M. Boos: Was uns die eine oder andere schlaflose Nacht bereitet hat, sind die anderen Kosten, die nicht unerheblich sind.

Sie meinen den Aufbau der Tribüne, Technik, Werbung, …? Wie haben Sie sich abgesichert oder kann man sich bei so einem großen Projekt überhaupt finanziell absichern?
M. Boos: Um eine gewisse Planungssicherheit zu bekommen, haben wir für fast jeden Termin noch einen Ausweichtermin unter der Woche. Die Karten für diesen Ausweichtermin behalten ihre Gültigkeit. Selbstverständlich hoffen wir auf gutes Wetter.

Wie alt ist Ihr ältester Darsteller und wie alt ist der jüngste?
M. Geiger: Unser ältester Schauspieler ist 76 Jahre alt und unser jüngster ein Jahr. Im Stück wird er von seiner Mutter im Tragetuch getragen.

Eine Frage noch: Wie kommt man zu dem Namen „Treibhaus“ für einen Theaterverein?
M. Boos: Wir hatten in der Schule eine Theater AG. Die Lehrerin hieß Christiane Treib. Nach dem Abitur haben wir das Theaterspielen vermisst und entschlossen uns, einen Verein zu gründen, und weil wir so viel Spaß in der Theater AG mit Frau Treib hatten, beschlossen wir, unseren Verein „Treibhaus“ zu nennen, sozusagen aus dem Haus Treib. Christiane Treib ist auch unser Ehrenmitglied, und sie hat sich sehr darüber gefreut, dass wir den Verein nach ihr benannt haben.

Ich wünsche Ihnen ein volles Haus und viel Erfolg.
Vielen Dank für das Gespräch.

Aufführungstermine: 7./8./9. & 14./15./16./ & 21./22. Juli 2023
Weitere Informationen unter: www.theaterverein-treibhaus.de

Text: Sabina Riegger
Fotos: Tobias Fuhrmann

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