Kurz berichtetLokales

„Eine ganz tolle Sache“

Wertachtal-Werkstätten wollen Ausbildung als Kita-Assistenten anbieten

Als „prinzipiell eine ganz tolle Sache“ lobte Füssens Bürgermeister Maximilian Eichstetter kürzlich bei einem Besuch der Wertachtal-Werkstätten in der Lechstadt deren neuestes Vorhaben, dazu beizutragen, Menschen mit Behinderung in die allgemeine Wirtschaft zu integrieren. Demzufolge möchte die seit zehn Jahren in Füssen ansässige Einrichtung Behinderten möglichst noch heuer eine „Qualifizierung zum/zur Kita-Assistenten“ anbieten, wie deren Leiterin Dagmar Rothemund dem Füssener Rathauschef gegenüber erklärte. Geplant ist dabei, drei interessierte Bewerberinnen ab September im Rahmen eines einjährigen Zertifizierungskurses in der auf dem Gelände der Wertachtal-Werkstätten ebenfalls beheimateten Kindertagesstätte „Werkstatt-Wichtel“ zu Kita-Assistentinnen auszubilden, unterstreicht denn auch Kita-Leiterin Annika Routschka. Die aus Marktoberdorf sowie Füssen kommenden potentiellen zukünftigen Azubis absolvieren dafür derzeit bereits ein sechsmonatiges Orientierungspraktikum in einer Kita, das ihnen den Start in den Ausbildungskurs erleichtern soll, an dessen Ende sie eine Prüfung vor einer Fachakademie für Sozialpädagogik ablegen. Und während sie bei Bestehen des Kurses ein entsprechendes Zertifikat erhalten, können die gehandicapten Menschen anschließend auf dem ersten Arbeitsmarkt „als Assistenzkräfte in Kitas beschäftigt“ werden, betont Routschka, die den Kurs, der einen praktischen und theoretischen Block umfasst, leitet. Im Rahmen ihrer Tätigkeit übernehmen die Kita-Assistenten schließlich die verschiedensten Aufgaben, wobei sie immer zusammen mit Erzieherinnen eingeteilt sind.

Offen ist indes noch die Finanzierung des ganz im Zeichen von gelebter Inklusion stehenden Ausbildungsprogramms, das die Stadt Füssen nach den Wünschen von Bürgermeister Eichstetter am besten nichts kosten solle.

Text · Foto: Alexander Berndt

Verwandte Artikel

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"
Nacht der Musik 2024