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Die Johannesbad Klinik in Lechbruck

Martin Zens ist neuer Chefarzt in der Klinik Königshof

Eine Vorsorgemaßnahme für Familien setzt an vielen Seiten an. Sie bietet Müttern und Vätern wirksame Hilfe, die unter der Mehrfachbelastung durch Kindererziehung, Familie, Partnerschaft, Beruf und soziales Umfeld leiden, deren Gesundheit deshalb in Gefahr ist oder die bereits an psychosomatischen Erkrankungen leiden. Die Johannesbad-Klinik in Lechbruck am See ist eine solcher spezialisierten Kliniken, die Familien helfen, den Weg in den normalen Alltag zu finden beziehungsweise präventiv vorbeugen.

Früher waren es eher die Mütter, die mit den Kindern Kuren in Anspruch nahmen. „Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, als den Partnern der Zugang zur Klinik verboten wurde. Manchmal waren das schwierige Familienverhältnisse. Um die Frauen zu schützen, wurden dann solle Maßnahmen ergriffen. Heute sieht das alles ganz anders aus. Zu uns kommen sowohl Mütter, als auch Väter und Familien. Es ist sehr heterogen und keineswegs aus nur einer sozialen Schicht“, erzählt Klinikleiterin Heidi Zink, die seit über 22 Jahren in der Klinik arbeitet.

70 Mitarbeiter, darunter Ergo- und Physiotherapeuten, Psychologen, Ärzte, Krankenschwestern, Diätassistenten und viele weitere Berufsgruppen. kümmern sich um das gesundheitliche Wohlergehen ihrer Patienten. Es sind Menschen die unter internistischen oder psychosomatischen Erkrankungen leiden wie Erschöpfung, Atemwegserkrankungen, Adipositas und Stoffwechselerkrankungen. „Ein großer Teil leidet unter mehreren Erkrankungen und zeitgleichen Problemen“, so Chefarzt PD Dr. Dr. Martin Zens. Deswegen gehört Zuhören zu den wichtigsten Instrumenten der Behandlung. Viele Patienten haben das Bedürfnis, ihre Gedanken, Bedürfnisse und Erfahrungen zu erzählen. „Zuhören kann schon eine Heilung sein. Manchmal ist es aber auch notwendig, Klartext zu reden, Tipps und Wege aufzuzeigen“, weiß der Internist und Notfallmediziner, der seit dem 1. Juli Chefarzt der Klinik ist und es besonders schätzt, sich Zeit für seine Patienten nehmen zu können.

71 Appartements mit insgesamt 191 Betten stehen für die Unterbringung der Patienten bereit. Aufgenommen werden Mütter und Väter mit ihren Kindern von 0 bis 12 Jahren. „Auf die Kinderbetreuung legen wir großen Wert, ob in der Therapie oder in der Freizeit“, erklärt Betriebswirtin Heidi Zink. So wird zum Beispiel die Ergotherapie zusätzlich mit einem Therapiehund unterstützt und Kinder mit ADHS bekommen eine tiergestützte Therapie mit Alpakas. Diese Behandlung soll das Vertrauen der Kinder in die Tiere und damit vor allem wieder in sich selbst fördern. Zusätzlich wird in der Klinik hauptsächlich im Freizeit-pädagogischen Bereich gearbeitet. Um Eltern und Kinder zu stärken und wieder ein Gefühl von „Wir“ aufzubauen, gibt es zudem Interaktionsangebote. Für die Mütter und Väter gibt es zudem Ruhe- und Entspannungszonen wie den Saunabereich, Therapiebecken und Sonnenliegen und viele Freizeitangebote rund um die Klinik, die sie mit ihren Kindern nutzen können. „Manche Eltern haben es verlernt, mit ihrem Kind oder ihren Kindern die Freizeit gemeinsam zu gestalten. Sie sind mit der Situation überfordert. Warum das so ist, kann unterschiedliche Gründe haben“, beschreibt PD Dr. Dr. Martin Zens eine der Situationen, in der viele Menschen stecken. „Bei uns gibt es kein Schema X, weder in der Behandlung noch in der Kommunikation“, fügt der Facharzt hinzu. Jeder Tag ist in der Klinik anders und das ist auch gut so, sind sich das Team Zink und Zens einig.

Derzeit arbeitet PD Dr. Dr. Martin Zens an einem Konzept für Long COVID Patienten. Unter den hiermit verbundenen körperlichen Einschränkungen leidet im Erkrankungsfall eines Elternteils die gesamte Familie. Der Bedarf an spezialisierten Behandlungsplätzen ist riesig.

Ein großes Lob gibt es von den Patienten für die sehr freundlichen Mitarbeiter, die hervorragende Küche sowie die Therapie. „Das ist für unser Team eine wunderbare Bestätigung“, freut sich die Klinikleiterin und fügt hinzu: „Wir haben es geschafft ,hier ein attraktives Arbeitsklima zu schaffen, auch was die geregelten Arbeitszeiten anbetrifft. Zudem haben wir einen sehr sozialen Träger, der uns fördert und unterstützt. Ich denke, dass eben diese Zufriedenheit auch nach außen strahlt.“ Bewerbungen für die Klinik sind immer gewünscht. Ob auf ausgeschriebene Stellen oder initiativ. Das wachsende Unternehmen freut sich jederzeit über tatkräftige Unterstützung.

Text: Sabina Riegger · Foto: Johannesbad-Königshof-Klinik Lechbruck am See

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