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Alles berührungslos

Der Gang auf eine öffentliche Toilette bereitet vielen Menschen gerade in Pandemie-Zeiten Sorgen. Um die Türen zu öffnen bedient man sich so einiger Tricks. Mal muss das Handpapiertuch herhalten oder der Ellenbogen um das stille Örtchen aufzusuchen. Dass es berührungsfreie Seifenspender und auch Handtrockner gibt, dafür sind wir dankbar. Über das Wachbecken sowieso, die automatisch Wasser spenden, sobald man die Hand unter ihrem Hahn bewegt. Sensoren sei Dank. Doch spätestens an der Toilettentür stehen wir wieder vor dem alt bekannten Problem: Wie die Kabine betreten und verlassen ohne die Türklinke oder den Türknauf berühren zu müssen.

Denn mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie hat sich das kollektive Hygienebedürfnis doch noch einmal deutlich gesteigert. Und mit ihm das Bewusstsein für lauernde Virenherde, Oberflächenkontamination, die Gefahr von Schmierinfektionen. Wir versuchen möglichst berührungsfrei durch den Alltag zu kommen. „Für mich stellte sich immer wieder die Frage, wie kann ich die Hygiene im sanitären Bereich noch besser optimieren. Denn selbst in dem besten Hygienekonzepten gibt es ein Hindernis und das ist die Toilettentür“, erzählt Krunislav Ivanovic.

Der Inhaber des Restaurants Aquila in Füssen ist immer auf der Suche nach Neuheiten die eine Erleichterung und letztendlich auch eine Optimierung mit sich bringt. Die Antwort darauf begeistert nun seine Gäste: Seine sanitären Bereiche sind berührungslos, angefangen vom Eingang, Klospülung, Seifenspender, Handtrockner und nun auch die Toilettentüren. „Es freut mich dass unser Sanitärbereich so gut ankommt. Sie nehmen sogar ihr Handy mit um alles zu fotografieren“, so Ivanovic und fügt hinzu: „Es ist eine Weltneuheit und wir sind die ersten, die das hier deutschlandweit umgesetzt haben.“

Bereits der Eingang zum sanitären Bereich ist berührungsfrei.

Diese Weltneuheit ist eine Innovation von einem Unternehmen aus dem Westerwald. Mit „Look & Wave“ bietet die Firma die erste berührungsfreie Toilettenkabine der Welt an. Sie bewirkt eine optimale Oberflächenhygiene. So wie das Unternehmen geht auch Ivanovic mit der Zeit mit und übertrifft die aktuellen Hygienestandards. Für den Füssener Gastronom ist das, gerade in diesen Zeiten, eine Selbstverständlichkeit, auch wenn sie mehr kostet.

Doch wie funktioniert das Prinzip? Sobald die Verriegelung erfolgt, schaltet die LED-Anzeige innen und außen auf Rot. Das gibt dem Nutzer in der Kabine Sicherheit und signalisiert im Außenbereich gut sichtbar den Besetztzustand. Zum Entriegeln der Türe genügt eine erneute Handbewegung vor dem Sensorbereich. Das Schloss entriegelt sich und anschließend wird die Türe vollautomatisch geöffnet.

Begeistert ist Ivanovic auch darüber, das sich die kleine Ampel an der Toilettentür so einstellen kann, dass sie nicht nur grünes oder rotes Licht für den Toilettengang gibt, sondern zusätzlich eine Art Putzlicht. Denn programmiert man die Durchläufe ein, erfasst der Schließmechanismus die eingestellte Besucherzahl und signalisiert mit einem blauen Licht die Reinigung. Mehr Hygiene kann man nicht erwarten.

Text · Foto: Sabina Riegger

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