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Ein kleines Jubiläum

Der Beruf ist nicht für jeden geeignet. Denn die ständige Auseinandersetzung mit dem Tod gehört zum Berufsalltag. Sandra Sutter ist von Anfang an beim Bestattungsdienst Füssen dabei, das vor fünf Jahren gegründet wurde. Sie begleitet Menschen bei ihrer Trauer, hört zu und kümmert sich darum, dass der letzte Wille der Verstorbenen erfüllt wird.

Als das Unternehmen am 1. Januar 2017 gegründet wurde, war der Anspruch klar definiert: Den Beruf so zu erfüllen, wie man es persönlich für richtig hält. „Einfühlsam und menschlich und vor allem individuell“, meint Sandra Sutter. Ihre Arbeit übt sie seit 2012 aus. Dass es ihr dabei noch Freude macht, hört sich fast schon ein wenig bizarr an. „Freude bedeutet nicht, dass wir uns freuen, dass es einem Menschen schlecht geht in seiner Trauer. Im Gegenteil. Unsere Aufgabe ist es, ihm beizustehen und Anteil an seiner Trauer zu haben. Die Angehörigen wollen Trost oder auch mal in den Arm genommen werden. Jemandem damit Gutes tun, das ist die Freude für uns“, erklärt Sandra Sutter.

Seit August 2021 gehört der Bestattungsdienst Füssen zur mymoria Gruppe, dem Pionier und Marktführer der digitalen Bestattungs- und Vorsorgeplanung. Ein junges Unternehmen mit jungen Menschen, das 2015 gegründet wurde. Sein Ziel ist es, den Tod aus seiner dunklen Ecke heraus, hinein in die Mitte der Gesellschaft zu holen. „Wir wollen alle Fragen beantworten und ohne Scheu über den Tod sprechen. Wir wollen den Abschied so lebendig gestalten, wie das Leben nun einmal ist“, heißt es vom Gründer und Geschäftsführer Björn Wolff. Ein ambitioniertes Unterfangen, die sehr traditionell ausgeprägte Branche zu modernisieren, auch in digitaler Form. „Unsere Aufgabe ist es, die Menschen zu informieren, ihnen Möglichkeiten der Bestattungsformen aufzuzeigen, ihnen die Hand zu halten“, beschreibt die 55-Jährige ihre Arbeit.

So sind Überführungen ins Ausland oder Übersee, See- oder auch Baumbestattungen möglich. Rund um die Uhr, das heißt 24 Stunden an 365 Tagen, ist der Bestattungsdienst erreichbar. „Wir bieten alles an, was man von einem guten Bestattungsdienst erwartet. Auch eine Bestattungsvorsorge. Denn viele Menschen haben konkrete Vorstellungen zur Form und örtlichen Gegebenheiten der eigenen Bestattung. Je nach Art der Vorsorge werden entweder die organisatorischen, also zum Beispiel der Friedhof der Wahl und die Bestattungsform, die wir uns wünschen, die finanziellen oder beide Aspekte schon im Vorfeld geklärt und entsprechend festgehalten,“ fasst die Kundenbetreuerin Sandra Sutter zusammen. Der Betrag für die Vorsorge kann monatlich oder auf einmal auf das Konto der Deutsche Bestattungsvorsorge Treuhand AG eingezahlt werden. „Auch wenn es vielen Menschen schwerfällt, über das Lebensende nachzudenken, ist Vorsorge wichtig. Damit diesem Wunsch nach seinem Tod entsprochen werden kann, sollte der eigene Wille mit den Angehörigen besprochen werden. Der Vorsorgevertrag ist kostenlos“, betont Sandra Sutter.

Die Sterbekultur hat sich gewandelt und damit auch die ganze Branche. Mittlerweile ist das Geschäft mit dem Tod ein hartumkämpfter Markt. Service und Transparenz sind in diesem Geschäft sehr wichtig. Hochzeiten und Beerdigungen sind etwas ganz Persönliches. Ein gegenseitiges Vertrauen und Sympathie ist daher unabdingbar. „Unsere Philosophie ist ganz einfach: Wir sind für Sie da. Und genauso meinen wir das auch. Denn Trauer braucht Trost, Zeit, Begleitung und Diskretion“, weiß Sandra Sutter.

Augsburgerstr. 39 · 87629 Füssen · Tel: 08362 / 3001040
www.bestattungsdienst-fuessen.com

Text · Foto: Sabina Riegger

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