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Pflegekräfte-Mangel entgegenwirken

Grundsteinlegung für Pflegeschule in Buchloe

Die Klinik St. Josef Buchloe baut eine neue Berufsfachschule für Krankenpflegehilfe für bis zu 30 Schülerinnen und Schüler. Ab dem Schulbeginn 2022 sollen Klassenzimmer und 14 Schülerappartements auf 1.000 Quadratmeter zur Verfügung stehen. „Der Fachkräftemangel in der Pflege ist eine große gesellschaftliche Herausforderung. Mit steigendem Bedarf an Pflegekräften – nicht zuletzt durch den demografischen Wandel – wird diese Herausforderung in den kommenden Jahren sogar noch größer“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker. „Die beste Methode, diesen Mangel zu beheben, ist es, eigene Fachkräfte auszubilden“.

Nachdem die Buchloer Pflegehelferschülerinnen und -schüler die vergangenen drei Jahre übergangsweise in gemieteten Containern lernten, wurde am 8. November gemeinsam mit Landrätin Maria Rita Zinnecker, Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse und Buchloes Bürgermeister Robert Pöschl der Grundstein der neuen Krankenpflegeschule gelegt.

Für den Schulneubau gab es von der Regierung von Schwaben eine Förderung in Höhe von 1,3 Mio. Euro – die Gesamtkosten des Baus auf einer bisherigen Parkfläche im nördlichen Bereich des Klinikgeländes belaufen sich insgesamt auf 5,2 Mio. Euro. Fertiggestellt wird das Gebäude auf drei Ebenen voraussichtlich zum Schulbeginn 2022 und ist für bis zu 30 Schülerinnen und Schüler ausgelegt. Neben den Parkplätzen im Erdgeschoss entstehen im 1. Stock mehrere Klassenzimmer und Demoräume für den theoretischen und praktischen Unterricht sowie Lehrerbüros, Aufenthaltsräume und eine Bibliothek. Direkt darüber werden die 14 Schülerappartements mit jeweils ca. 25 m² inklusive Nasszellen gebaut, über die sich Schulleiterin Stefanie Kohler besonders freut: „Die oft langen Strecken nach Hause sollen den teilweise noch minderjährigen Auszubildenden erspart bleiben.“ „Seit der Schließung der früheren Krankenpflegeschule vor über 10 Jahren war uns klar, dass im nördlichen Ostallgäu wieder eine neue Schule her muss“, so der ärztliche Direktor Dr. Sascha Chmiel. Klinikleiter und Pflegedienstleiter Ralf Kratel ergänzt: „Seit der Wiedereröffnung vor drei Jahren spüren wir eine deutliche Aufwertung in unseren Pflegeteams.“ Kratel sieht gerade in der Kürze dieser Ausbildung einen wesentlichen Pluspunkt. Dadurch werde vielen ein schneller und auch sanfter Einstieg in den Pflegebereich ermöglicht. Wer hier abschließe, habe angesichts der weiteren Entwicklung in der Gesellschaft einen sicheren Arbeitsplatz. Neben der Möglichkeit im Klinikverbund als Pflegefachhelfer weiter zu arbeiten, bestehe auch die Chance, eine dreijährige Ausbildung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann an der Berufsfachschule für Krankenpflege in Kaufbeuren anzuhängen.

Text · Foto: Gabriele Apfelbacher / Kreiskliniken Ostallgäu

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