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Kreativität trifft Handwerkskunst

Mehr als klar sehen

Vor zehn Jahren hat Stefan Hildebrandt das Brillenfachgeschäft Luitpold Brillen von Thomas Schultze, der das Geschäft 30 Jahre lang führte, übernommen. Für ihn ist die Brille nicht nur eine Korrekturhilfe eines der wichtigsten Sinnesorgane, sondern auch Ausdruck der Persönlichkeit. „Kein Auge ist perfekt, aber wir können es zumindest perfekt vermessen und fertigen danach die optimale Brille”, so der Optikermeister. „Daher nehmen wir uns viel Zeit, in Ruhe die Brille zu finden, die ganz den Anforderungen an das Sehen und Aussehen für den Kunden entspricht.“

Als Stefan Hildebrandt das Brillenfachgeschäft Luitpold Brillen in der Reichenstraße übernahm, lief manches nicht so, wie er sich das wünschte. Da war der Teppich, der zu spät geliefert wurde und noch in der Nacht vor der Eröffnung verlegt wurde. Das ging bis in die frühen Morgenstunden. Von Müdigkeit keine Spur. Der Adrenalin-Spiegel war hoch und dementsprechend die Aufregung. Der Tag der Eröffnung war dann ein voller Erfolg.

Mittlerweile sind zehn Jahre vergangen. Der Familienvater erinnert sich noch gut daran, wie er seine Lehre begann. Es war eher Zufall oder besser gesagt der Berufswahltest, der ihm zeigte, dass der Beruf des Optikers zu ihm passte. Mit seinem Geschäft verbindet ihn wesentlich mehr als die zehn Jahre seiner Selbstständigkeit. „Hier habe ich meine Lehre begonnen und als Geselle gearbeitet“, erinnert er sich lächelnd. Nach seiner Lehrzeit ging es relativ schnell auf die Meisterschule. Berufserfahrung sammelte er danach unter anderem in einem renommierten Geschäft in Kempten. „Ich habe dort viel gelernt. Es hat mich und meine Arbeit geprägt“, sagt er.

Der Anruf

Der Arbeitgeber, der ihn ausgebildet hatte, rief ihn 2011 an und bot ihm sein Geschäft zum Kauf an. Hildebrandt dachte nicht lange nach und kaufte es. „Ich glaube, bis dahin habe ich mir nicht viele Gedanken gemacht. Plötzlich hatte ich vor der ganzen Sache doch Respekt“, beschreibt er die ersten Gefühle nach dem Kauf. „Aber mir wurde ein modernes Geschäft mit großem Kundenstamm überlassen.“
Vor allem sein Team schätzt Stefan Hildebrandt sehr. Ein freundschaftliches Verhältnis ist ihm sehr wichtig. Vielleicht ist genau das der Grund, was die Mitarbeiterinnen nach den Babypausen veranlasst, wieder ins Geschäft zu kommen. „Wir kennen uns teilweise aus meiner Lehrzeit und sind ein eingespieltes Team.“ Dieses Team umfasst auch immer wieder Lehrlinge. Drei hat er zwischenzeitlich ausgebildet, nicht nur um diesen facettenreichen Beruf weiterzugeben, sondern um letztendlich auch den Fachkräftemangel aufzufangen. Zwei seiner Lehrlinge hat er bereits übernommen.

Wofür steht Luitpold Brillen

Stefan Hildebrandt und sein Team haben ein gutes Händchen für die Auswahl der Brillen. Sie versuchen immer wieder, etwas Besonderes zu finden und das gelingt ihnen immer wieder aufs Neue, wie zum Beispiel Holzbrillen, Brillen aus dem Wunderbaum, Fassungen mit Magnetscharnier. Dabei achten sie auf die Qualität der Verarbeitung und auch auf die Rahmenbedingungen der einzelnen Hersteller. Weniger ist oft mehr, dafür aber perfekt, so ihre Devise. Kurzum: Modernes Design mit innovativer und nachhaltiger Fertigungsqualität.

Analyse der Augen mit modernster Technik

Alle gängigen Sehtests und Augenprüfungen werden in dem Meisterbetrieb durchgeführt. Dabei werden modernste Messgeräte und Messtechniken genutzt, um die genaue Sehstärke zu ermitteln und den Kunden ausführlich über die Auswahl der richtigen Gläser zu beraten.
Die neueste Errungenschaft ist der DNEye Scanner von Rodenstock. „Damit können wir das Auge biometrisch vermessen und noch hochpräzisere Brillengläser bestellen und verarbeiten. Für die perfekte Zentrierung der Brillengläser benutzen wir ein 3D-Foto eines Zentriersystems. Beide Geräte sind von der Firma Rodenstock“, erklärt Stefan Hildebrandt.

Seinem Team dankt der Optikermeister ganz besonders für die letzten zehn Jahre, die sie ihn begleitet haben. „Ich bin sehr stolz auf meine Mädels. Sei es bei der Beratung unserer Kunden, bei den handwerklichen Arbeiten oder bei der Kreativität der immer wieder ausgefallenen Schaufensterdeko. Ich kann mich zu hundert Prozent auf meine Mitarbeiterinnen verlassen und weiß, dass unsere Kunden und unser Geschäft, auch wenn ich mal nicht da bin, gut versorgt sind.“

Luitpold Brillen
Reichenstraße 3 · 87629 Füssen
Tel.: +49 8362 5660
www.luitpold-brillen.de

Text: pm , rie· Fotos: Luitpold Brillen

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