KulturLeben

Der Tausendsassa aus dem Lechtal

Arno Weger präsentiert seinen ersten Krimiroman

Für Arno Weger ist nicht das Ergebnis ausschlaggebend, sondern der Weg dorthin. Zumindest reizt es ihn immer wieder, Herausforderungen anzunehmen, auch solche, wie zum Beispiel ein Buch zu schreiben. Die Idee ist nicht neu. Sie lag nur etwas abseits, genauer gesagt zehn Jahre.

Über 30 Jahre war der gebürtige Steirer Geschäftsführer von kdg -mediascope in Elbigenalp. „Obwohl mir die Arbeit mit den Filmschaffenden viel Spaß gemacht hat, wollte ich aufhören, weil ich ausgebrannt war. Vielleicht war es die Midlife-Crisis, oder die Zeit war da, um etwas Neues zu beginnen“, erzählt der 56-Jährige. Seine Tochter Viktoria nennt ihn einen Tausendsassa, weil wie so vieles andere in seinem Leben auch dieses Vorhaben, ein Buch zu schreiben oder vielmehr eine Trilogie, von Erfolg gekrönt ist. Denn sein Roman „Eine Ansichtskarte aus Frankfurt” ist am 29. März 2021 im Verlag Edition Digital erschienen.

Sieben Monate hat er an seinem ersten Krimi geschrieben. Seiner Frau hat er immer wieder Abschnitte daraus vorgelesen. „Sie war meine erste Kritikerin“, meint er lachend. Als er mit dem Schreiben fertig war, lag der fertige Roman noch einige Wochen in der Schublade, bis er ihn an Tochter Viktoria und seinen Schwiegersohn zum Lesen gab. „Sie haben das Buch letztendlich lektoriert. Das hat einige Monate lang gedauert“, so Arno Weger. Erwartungen hatte er keine. „Es war der Weg dorthin, das war spannend“, meint er. „Abgrundtief“, so hieß das Buch ursprünglich. Weil aber viele Krimi-Romane so heissen, wollte seine Verlegerin einen anderen Titel. Gemeinsam kam dann der Titel „Eine Ansichtskarte aus Frankfurt“ heraus. „Ich war so viele Male auf der Messe in Frankfurt und ich wollte eine deutsche Stadt haben. Um eine Ansichtskarte geht es in dem Krimi auch, so kamen wir zu dem Titel.“

Wer wie Arno Weger direkt in der Idylle des Naturparks Tiroler Lechtal lebt und arbeitet, der weiß, was sich hinter den heimeligen Hoftüren verbirgt. Der weiß, dass es in den Familien oft brodelt und dass Probleme hier gerne unter den Teppich gekehrt werden. Doch um was geht es in dem Roman?
Klara wird vermisst. Doch gerade sie, die gemeinsam mit ihrem Mann und der heranwachsenden Tochter Franziska auf einer Alm in den Bergen lebt, ist ein verlässlicher Mensch. Heinrich produziert Käse, Klara kümmert sich um die Geschäfte. Doch eines Tages kommt sie von einem Besuch unten im Dorf nicht mehr zurück auf die Alm. Was steckt hinter ihrem Verschwinden? Ist sie aus eigenem Antrieb von ihrer Familie geflohen, wurde sie entführt? Erst als eine Ansichtskarte aus Frankfurt im Haus der Verschwundenen auftaucht, nehmen die Ermittlungen einen neuen Verlauf und die lokale Polizei erhält Unterstützung von einem erfahrenen Ermittler. Ein rauher, ehrlicher und bodenständiger Kriminalroman, der alles mitbringt, was man sich vom Genre wünscht

Das Buch ist unter ISBN:978-3-96521-399-9 erhältlich.

Werbung Erdbeerzeit bei Franz und Xaver

Text: Sabina Riegger · Foto: privat

Verwandte Artikel

Kommentar verfassen

Das könnte Dich auch interessieren
Schließen
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"
Füssen aktuell