Lokales

Zeppelin Premiere erneut verschoben

Neue Termine im Herbst 2021 und Sommer 2022

„Der Zeppelin wird fliegen“, so Festspielhaus Theaterdirektor Benjamin Sahler. Allerdings mit erneuter Verspätung. Aufgrund der immer noch anhaltenden Maßnahmen zur Eindämmung des Corona Virus, mussten die Macher nun doch schweren Herzens entscheiden, die Welturaufführung des Musicals Zeppelin noch einmal zu verschieben. Ursprünglich sollte das Lebenswerk von Ralph Siegel kurz nach dessen 75. Geburtstag im letzten Jahr zum ersten Mal aufgeführt werden. Aber auch der angesetzte Termin im Juni dieses Jahres konnte nun nicht mehr gehalten werden. Als neuer Termin für die Premiere ist jetzt der 16. Oktober 2021 festgelegt. „Wir sind sehr optimistisch, dass das dann auch klappen kann“, so der Regisseur. „Wir hoffen, dass bis dahin die Impfungen sehr weit vorangeschritten sind. Wir stellen uns aber auch darauf ein, dass es wahrscheinlich keine Vollbelegung im Haus geben wird.“

Insgesamt sind ab Mitte Oktober 25 Termine für das Zeppelin Musical angesetzt, 45 weitere Termine sind bereits für das nächste Jahr im Mai, Juni und Juli geplant. Dabei seien vor allem die Zahlen aus dem bisherigen Vorverkauf mehr als vielversprechend und ermutigend. Trotz der schwierigen Zeit konnten bisher immerhin schon über 5.000 Tickets verkauft werden. „Das liegt zum einen natürlich an dem hohen Bekanntheitsgrad von Ralph Siegel“, so Benjamin Sahler. „Aber auch die tolle Besetzung, die unter anderem mit Kevin Tarte, Uwe Kröger, Sandy Mölling oder Friedrich Rau hervorragend bestückt ist. Außerdem ist das Interesse an der Geschichte der Hindenburg sehr groß, es ist ein Stück deutsches Kulturgut, wie auch die Geschichte von König Ludwig.“ Für die Umsetzung der Story biete das Festspielhaus mit seiner besonderen Bühnentechnik zudem die perfekten Bedingungen. So soll ein Heliumgefüllter Zeppelin durch den Saal schweben, auch das Wasserbassin und die Drehbühne werden genutzt und eingesetzt. Mit einem Budget von rund einer halben Million Euro stellt das Musical die teuerste Produktion des Hauses dar.

Seit Monaten arbeitet das Team des Festspielhauses zusammen mit den Künstlern auf das Ereignis hin, umso anstrengender ist der erneute Rückschlag, den die Organisatoren mit dieser weiteren Verschiebung hinnehmen müssen. Die jetzt ausgefallenen Daten im Sommer will das Ensemble dann für weitere Proben nutzen, um die Zeit bis zum Herbst zu überbrücken. Die von Corona beeinflusste Zeit wurde im Festspielhaus Neuschwanstein zudem für verschiedene Maßnahmen genutzt, so wurden Scheinwerfer und Lichtanlage erneuert, ebenso wurde die gesamte Soundanlage neu eingestellt. Tickets für die Premiere und die nachfolgend geplanten Aufführungen behalten ihre Gültigkeit.

Text/Bild: Füssen aktuell/Archiv/Mila Pairan

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