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Schlimmer Zustand der Schwimmbäder

Ostallgäu weitgehend zufrieden

Die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) beklagt den eklatanten Sanierungsstau an Schwimmbädern in Deutschland und insbesondere den Ausfall von Schwimmunterricht. „Schon vor der Coronapandemie mussten Schülerinnen und Schüler zum Teil monatelang auf einen Platz im Schwimmunterricht warten. Schwimmen gehört zur Kernkompetenz des Menschen. Diese Kernkompetenz ist in Gefahr“, warnt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt.

Im Ostallgäu sieht man die Situation vor Ort viel positiver: „Über einen grundsätzlichen Sanierungsstau können wir uns fairerweise nicht beklagen“, sagt Dr. Andreas Haust, Vorsitzender der Kreiswasserwacht Ostallgäu. Buchloe und Obergünzburg sind saniert worden. Kaufbeuren, Nesselwang sowie Marktoberdorf sind in gutem Zustand, lediglich aus Pfronten höre er Klagen. „Kritikpunkt aus unserer Sicht sind jedoch die Kosten für die Bädernutzung, um Schwimmer und speziell Wasserretter auszubilden“, so der Vorsitzende. Hinzu käme die Organisation des Transports der Kinder und Jugendlichen aus Ostallgäuer Gemeinden, die über kein Schwimmbad im Ort verfügen. Dazu zählen Roßhaupten, Seeg, Hopfen oder Weißensee. Hier müssten die Wasserwacht-Ortsgruppen zusätzlich immer die An- und Abfahrten der zukünftigen Wasserretter organisieren. „Das war in diesem Pandemie-Jahr wegen der reduzierten Transportkapazitäten in PKWs durchaus problematisch“, sagt Haust. Im Moment warte man nun aber sowieso ab, bis der Teil-Lockdown vorüber sei beziehungsweise der Schwimm- und Trainingsbetrieb wieder aufgenommen werden darf.

Projekt „Bäderleben“
Als Mitglied der Bäderallianz in Deutschland unterstützt die Wasserwacht des DRK das Projekt „Bäderleben“ und setzt sich gemeinsam mit anderen Verbänden für die flächendeckende Verfügbarkeit, den Erhalt und die Sanierung der Bäderlandschaft in Deutschland ein. Mit dem Projekt „Bäderleben“ geht ab sofort eine neue Datenbank an den Start, die eine aktuelle Grundlage zum Bäderbestand in Deutschland abbilden soll. Nähere Informationen unter www.baederleben.de.

Text: DRK / Marketingagentur Tenambergen · Foto: BRK

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