Coronavirus

Corona Impfzentrum Marktoberdorf nimmt Arbeit auf [Video]

Das erste Corona Impfzentrum im Landkreis Ostallgäu ist einsatzbereit. Die ersten Impfungen sollen hier, so der aktuelle Stand, ab dem 27. Dezember durchgeführt werden. Im Rahmen eines exklusiven Presserundgangs konnten sich Journalisten zusammen mit Landrätin Maria Rita Zinnecker nun einen ersten Überblick verschaffen. „Nach der Einrichtung des Testcenters ist das nun ein weiterer Meilenstein im Kampf gegen das Coronavirus und hoffentlich ein Schritt zurück in die Normalität“, so Zinnecker. „Hier an diesem Standort haben wir alle Kriterien erfüllt, die wichtig sind. Voraussetzungen waren eine gute Erreichbarkeit, Barrierefreiheit, ein Einbahnsystem und eine geeignete Besucherlenkung im Impfzentrum. Mit dem Bayerischen Roten Kreuz als Betreiber haben wir zudem einen zuverlässigen Partner gefunden.“

Bis zu 300 Personen pro Tag sollen künftig im „Impfzentrum Ostallgäu“, das in der Nordstraße 12 in Marktoberdorf in einer Gewerbehalle untergebracht ist, geimpft werden. Dabei wird, so sagt es die erlassene Impf-Strategie des Gesundheitsministeriums, nach einem festen Plan vorgegangen. So sollen zuerst besonders vulnerable Personen und Gruppen geimpft werden. „Das beginnt mit den Menschen in Senioren- und Pflegeheimen sowie Behinderteneinrichtungen, die wir mit unseren mobilen Impfteams direkt vor Ort besuchen werden“, erklärt die Landrätin. „Dann kommen die Mitarbeiter und Beschäftigten in den medizinischen Bereichen, der Rettungsdienste und des Impfzentrums oder auch Menschen über 80 Jahren. Derzeit sind wir dabei einen Plan zu erstellen, mit welchen Einrichtungen im Landkreis wir beginnen und in welcher Reihenfolge wir dann weiter vorgehen werden. Alles hängt aber davon ab, wieviel Impfstoff wir zur Verfügung haben. Die Impfung ist freiwillig, wir hoffen aber auf eine starke Bereitschaft der Menschen, sich impfen zu lassen.“  

Wöchentliche Lieferungen

Der Impfstoff soll wöchentlich zwei Mal angeliefert werden, mit einer Temperatur von minus 70 Grad. Da der Landkreis nicht über die erforderlichen Kühlmöglichkeiten besitzt, um den Stoff länger lagern zu können, muss das Serum innerhalb von vier Tagen verarbeitet werden. Allerdings bleibt vorerst auch die Frage offen, wie viele Dosen des Impfstoffs der Landkreis in den wöchentlichen Lieferungen erhält. Zinnecker rechnet vorerst – bei einer gerechten Verteilung im Freistaat – mit ersten Lieferungen von jeweils rund 1000 Dosen. Für den Schutz der Einrichtung wird ein Sicherheitsdienst eingesetzt.

Vorstellung des Corona-Impfzentrums Marktoberdorf

In Marktoberdorf ist das erste Impfzentrum des Landkreises einsatzbereit. Am Nachmittag konnten im Rahmen eines Pressetermins erste Eindrücke gewonnen werden. Die Ostallgäuer Landrätin Maria Rita Zinnecker beanwortet unsere Fragen. Füssen im Allgäu Spotted: Füssen,Schwangau und Umgebung Spotted: Füssen im Allgäu Allgäu Allgäu BR24 BR – Bayerischer Rundfunk Unser Ostallgäu Maria Rita Zinnecker #fuessenaktuell #allgäu #visitbavaria #berge #heimatliebe #corona #wirbleibenzuhause #covid19 #coronavirus #gemeinsam #social #fuessenhilftsich #wirtschaft #ostallgäu #impfen #impfzentrum Spotted: Marktoberdorf / MOD

Gepostet von Füssen aktuell am Freitag, 18. Dezember 2020

Weitere Mitarbeiter gesucht

Insgesamt dreizehn Mitarbeiter sind im Impfzentrum täglich beschäftigt, wofür das BRK bereits bis zu zwanzig neue Kräfte eingestellt hat und auch noch weitere sucht. Nach dem Eingang gelangt man zuerst zu einem von fünf Schaltern, an denen die digitale Erfassung der bereits angemeldeten Besucher erfolgt. Im Anschluss wird ein aufklärendes persönliches Impfgespräch geführt, bevor man dann, nach einem kurzen Aufenthalt im Wartebereich, zur Impfung kommt. Nach einer vorgesehenen Ruhepause kann man über den „Checkout“, an dem auch gleich der zweite Termin für die Nachimpfung erfasst wird, das Gebäude wieder verlassen. Für den gesamten Vorgang sollte man rund eine Stunde Zeit einplanen.

„Wir gehen davon aus, dass das Impfzentrum wohl für eine lange Zeit beschäftigt sein wird“, so Zinnecker. „Rund 140.000 Einwohner sind es im Landkreis, dazu kommen die Bürgerinnen und Bürger der kreisfreien Stadt Kaufbeuren, das macht insgesamt über 180.000 Menschen. Wir werden also viel zu tun haben. Für eine Herdenimmunität bräuchten wir eine Quote von 60 bis 70 Prozent.“ So soll das Impfzentrum über die ersten Monate hinweg der zentrale Anlaufpunkt für die Impfungen im Landkreis sein. Vorgesehen ist aber, wenn irgendwann genügend Impfstoff vorhanden sein wird, dass letztendlich auch die Hausärzte diese Impfungen vornehmen können.

Text: Lars Peter Schwarz

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