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Eichstetter will neuen Radweg durch Hopfen am See

Geht es nach Füssens Bürgermeister Maximilian Eichstetter, soll der Stadtteil Hopfen am See einen neuen Radweg bekommen. Zu viele Radfahrer seien dort mittlerweile unterwegs, zu oft kommt es auf der Uferstraße oder der Seepromenade zu Konflikten zwischen Radlern und Fußgängern, wie auch mit Autofahrern. Laut einer Zählung, die an einem Freitag im Monat August in Hopfen durchgeführt wurde, ergaben sich in 3 Stunden und 20 Minuten insgesamt 1.187 Radwechsel, wobei 900 Radfahrer auf der Uferstraße und 287 auf der Promenade festgestellt wurden. Rund zwei Wochen später wurden sogar bis zu 2030 Fahrräder gezählt, wobei im gleichen Zeitraum ebenso viele PKWs unterwegs waren.

Aufgrund dieser hohen Frequenzen an Radlern hat Eichstetter die Bewilligung für einen neuen Radweg durch Hopfen gleich auf die Tagesordnung der heutigen Stadtratssitzung setzen lassen. Eine offizielle Freigabe zur weiteren Planung des Radweg habe er bereits vom Staatlichen Bauamt, dem Landratsamt und der Unteren Naturschutzbehörde erhalten. Zudem suche man aber auch nach einer nachhaltigen Lösung für die mangelnden Parkmöglichkeiten im Ort.

Auffangparkplätze vor Hopfen

Denn durch den Bau des neuen Radweges werden etwa 40 Plätze an der Uferstraße nicht mehr zur Verfügung stehen. „Diese werden dann nur noch als Behindertenparkplätze oder für die Hotels und die Gastronomie verfügbar sein“, erklärt Eichstetter. Die wegfallenden Parkplätze sollen dagegen mit neuen Auffangparkplätzen vor den Toren Hopfens kompensiert werden, von denen aus auch ein Shuttlebus eingesetzt werden könnte. „Hier sind wir mit Grundstückseigentümern bereits in Gesprächen, wir stehen in Verhandlungen“, so der Bürgermeister. Fest steht allerdings bereits, dass der Parkplatz unterhalb des Landhotel Wiesbauer, wie auch der obere Parkplatz in Hopfen, erweitert werden sollen. So könnten auf der südlichen Seite des Sees 17 Stellplätze dazugewonnen werden, auf dem „Weberparkplatz“ oberhalb der Uferstraße zirka 15 Parkplätze.

„Die Maßnahme ist sehr wichtig, es geht hier vor allem um die Sicherheit“, betont Eichstetter. „Es geht aber auch darum, den Suchverkehr zu minimieren, mehr Parkraum zu schaffen und Hopfen insgesamt zu entlasten, was auch zur Erhaltung der Natur beiträgt. Das mittelfristige Ziel ist es, dass wir diese Auffangparkplätze an beiden Ortseingängen so gestalten, dass die Autos nicht mehr in den Ort reinfahren müssen. So werden Tagestouristen künftig nicht mehr im Ort parken können.“ Ganz so neu ist das Vorhaben allerdings nicht. Denn schon Eichstetters Vorgänger Otto Wanner hatte vor fast genau vierzig Jahren die gleiche Idee. 1980 hatte Wanner hierzu mit dem Straßenbauamt Kempten eine Vereinbarung geschlossen, einen Radweg in Hopfen zu bauen. Zu einer Umsetzung kam es bisher aber nicht, da das Vorhaben sehr aufwändig ist. In der anstehenden Sitzung heute Abend will Eichstetter die Pläne dem Stadtrat vorlegen.

Text/Bild: Füssen aktuell/Stadt Füssen

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