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Natürliche Hilfe für starke Abwehrkräfte

In der Herbst- und Winterzeit ist natürlich das Risiko sehr groß, sich eine Erkältung, einen grippalen Infekt oder gar noch Schlimmeres einzufangen. Deshalb ist ein gutes und stabiles Immunsystem sehr, sehr wichtig. Um dieses zu unterstützen und so die Abwehrkräfte zu stärken, kann man, außer der körperlichen Abhärtung, sich Hilfe aus der Natur und der Heilkunde holen, um in dieser Periode einfach besser „gerüstet“ zu sein.

Möglichkeiten gibt es viele, und so möchte ich Ihnen mehrere davon vorstellen, da ist sicher etwas für Sie dabei! Beginnen möchte ich gerne mit den Produkten, die uns die Bienen zur Verfügung stellen:

Propolis
Im alten Ägypten wurde Propolis zur Einbalsamierung der Toten verwendet, auch bei den Inkas war die antibiotische Wirkung bekannt und die keimhemmende Anwendung zieht sich von den Griechen über Napoleon bis zum 2. Weltkrieg zur Wundbehandlung von Kriegsverletzungen hin. Die Heilung, Regeneration und Immunstärkung des Körpers stand also schon sehr lange im Vordergrund.
Der Name „Propolis“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt etwa „vor der Stadt“, da es sich häufig in Front von den Fluglöchern der Bienenstöcke befindet und dazu dient, eine Art „Verteidigungsanlage“ gegen ungewollt eingeschleppte Viren, Bakterien, Pilze und andere Mikroorganismen zu bilden, sie in ihrer Entwicklung hemmt und sogar abtöten kann.
Diese von den Bienen hergestellte harzartige Masse wird auch Bienenleim, Kittwachs- oder -harz genannt. Sie verwenden sie zum Abdichten von kleinen Öffnungen, Spalten oder Ritzen, aber auch zum Überzug des Inneren der Wabenzellen für die Brut, zur Umkapselung von Fremdkörpern und eben auch zur Auskleidung der „Einflugschneise“. Der Grundstoff hierfür wird als harzige Substanz von Knospen und Wunden verschiedener Bäume gesammelt und dann mit ca. 30% Wachs, etwa 5% Pollenanteilen, 10 % ätherischen Ölen aus den Blütenknospen und, ganz wichtig, dem Speichelsekret der Bienen angereichert und ist bei Stocktemperatur ein klebriges Baumaterial, das hauptsächlich im Herbst in den Bienenstock eingebracht wird und das zwischen 50 und 500 g pro Jahr.
Gewonnen wird Propolis von den Imkern durch Abkratzen der verkitteten Stellen oder besser mit Hilfe von speziell eingebrachten Gittern, die die Bienen dann zukitten und die leicht entnommen werden können.
Zur weiteren Verarbeitung wird es nun pulverisiert oder auch oft in hochprozentigem Alkohol gelöst. Die vollständige Analyse der Bestandteile ist bis heute noch nicht erbracht. Außer Harzen, Wachsen, ätherischen Ölen, Enzymen, Mineralien, Vitaminen sind auch sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide vorhanden, die sehr gut anti-entzündlich wirken, aber auch anti-bakteriell, anti-viral, pilzabtötend, schmerzlindernd, und für uns auch eben sehr wichtig, abwehrkräftestärkend.
Ein sehr eindrucksvolles Beispiel bietet eine Studie der Universität Sarajevo, bei der Personen, die Propolis zur Vorbeugung gegen die echte Grippe eingenommen hatten, zu 50 % seltener erkrankten als die Vergleichsgruppe. Aber auch zur Behandlung grippaler Infekte eignet es sich bestens: Bei Kratzen im Hals und Schluckbeschwerden können entsprechende Pastillen die entzündeten Schleimhäute beruhigen und wieder in ihrer Schutzfunktion stärken. Wenn Sie gerne Tropfen einnehmen, geht man von einer Dosis von 1 Tropfen je kg Körpergewicht aus, verteilt auf 3-4 Gaben pro Tag, gut auf Brot oder Honig. Immer erst mit 2-3 Tropfen anfangen, um die Verträglichkeit (seltene allergische Reaktionen) zu testen.

Gelee Royale
Wird auch Königinnen- oder Weiselfuttersaft genannt. Diese Substanz wird in bestimmten Drüsen der Arbeiterbienen gebildet und dient zum Füttern der Bienenbrut, aber nur bis zum 3. Tag. Eine Ausnahme bilden die Maden, aus denen eine Königin entstehen soll. Diese werden bis zum Lebensende ausschließlich mit Gelee Royale weitergefüttert. Die Königin kann so bis zu 4 Jahre alt werden (im Vergleich wird eine Arbeiterin nur max. 6 Monate alt), außerdem entwickeln sich ihre Geschlechtsorgane, und sie kann so nach ihrer Befruchtung bis zu 2000 Eier täglich legen. Was macht Gelee Royale so wertvoll? Neben 70% Wasser sind Proteine, reichlich Trauben- und Fruchtzucker, spezielle Fettsäuren, große Mengen an B-Vitaminen und noch vieles andere mehr enthalten. Gewonnen wird es vom Imker mit Hilfe sog. Weiselnäpfchen, die in künstlicher Form in das Pflegevolk eingehängt werden, die Königinnenzucht imitieren und aus denen der Futtersaft entnommen werden kann – maximal 500 g pro Jahr.
Gelee Royale wird u.a. empfohlen zur Steigerung der Widerstandskraft, aber auch bei Abspannung, Erschöpfungszuständen, Appetitlosigkeit, Stimmungsschwankungen, Stress, nach überstandenen Krankheiten, Konzentrationsstörungen, zur Stärkung im Leistungssport und bei Wechseljahrsbeschwerden. Angeboten wird es oft in einer Mischung mit Honig, als Trinkampullen, in Kapseln oder als Trockenpulver. Ideal wäre eine Kur über 30 Tage 4-6 x jährlich.

Blütenpollen
Pollen, lat. für „Staubmehl“ nennt man die männlichen Keimzellen der Blütenpflanzen, die hauptsächlich von den Bienen übertragen werden und die Blüten befruchten. Außerdem dienen die Blütenpollen den Bienen als wichtigstes Nahrungsmittel. Sie befliegen die Blüten und heften sich dabei viele tausend kleinste Pollenkörnchen an ihre Hinterbeine und tragen sie zu ihrem Stock als Hauptnahrung zur Aufzucht der Brut. Wenn sie zum menschlichen Verzehr gewonnen werden sollen, wird eine spezielle Vorrichtung am Einflugloch angebracht, die sie von den Bienenbeinen abstreift.
Blütenpollen enthalten pflanzliches Eiweiß, Inhibine (hemmen das Bakterienwachstum), Kohlenhydrate, Fette, Mineralien, Spurenelemente, diverse Vitamine, Enzyme und noch mehr zur Stärkung unseres Organismus.
Nicht nur bei älteren oder genesenden Personen wird das Allgemeinbefinden verbessert, die Kräfte werden gestärkt und der Appetit verbessert. Zusätzlich können Blütenpollen die Darmtätigkeit normalisieren, sie wirken unterstützend bei Prostataleiden, stärken die feinen Blutgefäße von Gehirn und Herz, die Sehkraft wird positiv beeinflusst und Kreislauf sowie Stoffwechsel werden angeregt.
2-3 TL pro Tag wären gut (Kinder die Hälfte) auf einmal mit etwas Saft oder Milch eingenommen oder halbiert morgens und abends. Blütenpollen können auch körnig gegessen werden – gut kauen! – oder auch gemahlen mit Butter oder Honig vermengt als Brotaufstrich.

Schüßler Salze
Aus dem Bereich der Schüßler-Salze gibt es eine sehr bewährte Immunkur. Sie setzt sich aus 3 Salzen zusammen: Vormittags 2 Tabletten des Schüßler-Salzes Nr. 3 Ferrum phosphoricum, nachmittags 2 Tabletten des Schüßler-Salzes Nr. 6 Kalium sulfuricum abends 2 Tabletten des Schüßler-Salzes Nr. 7 Magnesium phosphoricum.
Eine mindestens 4-wöchige Immunkur stärkt die Abwehrkräfte ganz hervorragend und wird eben in der Herbst-Winterzeit gerne angewendet und kann bei drohenden Erkältungs- und Grippewellen oder anderen viralen Erkrankungen gut vorbeugend eingesetzt werden.
Ferrum phosphoricum ist das Salz des Immunsystems. Es fördert die Versorgung aller Organe und Gewebe mit Sauerstoff. Entzündungen klingen schneller ab und die Arbeit der körpereigenen Abwehr wird gestärkt.
Kalium sulfuricum fördert die Ausscheidungsprozesse im Körper und Magnesium phosphoricum sorgt für mehr Energie und Kraft. Diese 3er-Kombi ist also echt ideal!

Nächstes Mal gibt es noch mehr aus dem Bereich der Natur- und Pflanzenheilkunde, damit Sie gesund und fit bleiben,

Ihre Apothekerin
Simone Wagner

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