Lokales

Bürgermeister Iacob offiziell verabschiedet

Mit einem Festakt wurden am vergangenen Abend der ehemalige Bürgermeister sowie die ausgeschiedenen Stadtratsmitglieder der Stadt Füssen offiziell verabschiedet. „Leider gibt es zum Abschied heute kein Shake Hands und auch keine Küsschen“. Mit diesen Worten leitete Füssens amtierender Bürgermeister Maximilian Eichstetter den Abend ein. „Zwölf Jahre Erster Bürgermeister und 24 Jahre Stadtrat haben Dich geprägt. Im Namen der Stadt darf ich Dir hierfür den höchsten Dank aussprechen und Dir offiziell die Urkunde übergeben.“ Ebenso dankte Eichstetter Paul Iacob für die Zeit der intensiven Einarbeitung in den vergangenen Monaten und erkannte, dass Iacob bereits politisch für die Stadt tätig gewesen ist, als er selber noch gar nicht geboren war.

Vorgesehen war die Veranstaltung bereits im April des Jahres, musste aber aufgrund der Corona Pandemie abgesagt werden. So verschob sich auch die Vergabe der Urkunden an die ebenfalls ausgeschiedenen elf Stadträtinnen und Stadträte um rund ein halbes Jahr. Eichstetter sprach allen elf Stadtratsmitgliedern Dank und Anerkennung aus, für sechs, zwölf, oder im Fall von Herbert Dopfer und Uschi Lax, für bis zu 30 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit für die Stadt Füssen.

Vervollständigt wurde das Programm mit einigen musikalischen Darbietungen und einer sehr persönlichen Rede und Würdigung durch Schauspieler und Sprecher Martin Harbauer. Harbauer, der den Füssenern vor allem aus der „LeseZeit“ der Stadtbibliothek bekannt ist, wies am Ende seiner Rede auf den „Unruhestand im Ruhestand“ hin, bezogen auf die zahlreichen Ehrenämter, die Iacob auch weiterhin ausfüllen wird. „Mit den Erfahrungen, die Sie gesammelt haben, können Sie aber jetzt ganz beruhigt in das andere Leben gehen.“ Gemäß „Yesterdays Future“, dem Namen der Rockband, in der Paul Iacob als junger Mann als Sänger auftrat, spannte Harbauer den Bogen von gestern bis morgen.

Iacob dankte in seiner Abschlussrede schließlich allen Weggefährten der letzten Jahrzehnte, besonders aber den Stadtratsmitgliedern, denen dieser Abend auch gewidmet war. „Es wäre Vieles nicht möglich gewesen, wäre es nicht eine gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren gewesen. Wir haben gemeinsam und konsequent einen positiven Weg verfolgt, auf den ich stolz bin. Mit viel Einsatz haben wir dieser Stadt ein aktuelles Gesicht gegeben und Weichen für die Zukunft gestellt. Wir haben oft gerungen aber es waren gute Momente. Der Streit um die richtige Lösung war ein guter Streit. That was our way. Es war nicht mein Weg, ich war nur ein Teil davon“.

Text/Bild: Füssen aktuell/Stadt Füssen Stefan Stein

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1 Kommentar

  1. Ja, Max Eichstetter ist ein Diplomat und hat wirklich nette Worte für das Ende diese Füssener Episode gefunden.
    Ob in Füssen mit netten Worten die Zukunft bewältigt werde kann, ohne die dunklen Flecken der letzten Jahre konsequent und unnachgiebig aufzuarbeiten, muss sich noch herausstellen. Bei uns daheim, in unserem Dorf pflegten die Ältesten zu sagen: „Auf verdorbenem Boden wächst so schnell kein guter Baum.“

    Max Eichstetter übernimmt ein wahrlich schweres Erbe. Ich traue ihm und der jetzigen Füssener Verwaltung zu, dass sie die Untiefen geschickt überwinden, wenn den alten Seilschaften auf die Finger geschaut wird. Niemand muss befürchten , dass die Füssener Stimmen an der Wahlurne abgegeben wurden, um erst 2026 wieder erhoben zu werden.

    Harald Vauk

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