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Enterokokken: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Wo gilt die aktuelle Abkochverordnung?

In Füssen mit den Stadtteilen Hopfen am See, Weissensee und dem Ortsteil Holz/Gemeinde Eisenberg.

Wie lange gilt die Verordnung?

Bis auf Weiteres. Die Stadtwerke beproben in Absprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt nun regelmäßig das Wasser. Wenn drei Tests in Folge ergeben, dass sich die Bakterien nicht im Leitungsnetz befinden, kann die Abkochverordnung aufgehoben werden.

Was ist zu beachten?

Eine genaue Anleitung zur Abkochverordnung ist in unseren beiden Eilmeldungen hier und hier zu finden.

Was sind Enterokokken und wie gefährlich sind sie?

Enterokokken gehören zur Gruppe der Milchsäurebakterien, die als Mikroorganismus im menschlichen Körper auftreten. Sie unterstützen lebensnotwendige Funktionen im menschlichen Körper, indem sie in der Darmflora bei der Verdauung eine wichtige Rolle übernehmen. Enterokokken können jedoch auch Infektionen beim Menschen auslösen und gelten als Indikator für verdorbene Lebensmittel sowie fäkal verunreinigtes Trinkwasser. Dementsprechend kann diese Bakterienart auch außerhalb des Körpers überleben und sich in der Umwelt unter unterschiedlichsten Bedingungen vermehren.

Eine Aufnahme von Enterokokken durch beispielsweise belastetes Trinkwasser kann schädliche gesundheitliche Konsequenzen haben. Diese Bakterien können Harnwegsinfekte und Eileiterentzündungen auslösen. Bei Frauen besteht die Gefahr, dass sich diese Infektion auf die Harnblase ausbreitet. Wundinfektionen und Abszesse innerhalb des Bauchraums gehören ebenfalls zu den möglichen Folgen einer Infektion. Auch ein Befall des Herzens, insbesondere eine Entzündung der Herzinnenhaut, und eine Bauchfellinfektion können nicht ausgeschlossen werden. Vor allem aber Durchfall und Erbrechen gehören zu den möglichen Erkrankungen.

Ein besonderes Risiko, an Enterokokken zu erkranken, haben Personen mit geschwächtem Immunsystem. Mögliche weitere Symptome sind diesbezüglich Fieber, Schmerzen und ein verändertes Blutbild.

Helfen Medikamente gegen die Bakterien?

Da Enterokokken gegenüber Desinfektionsmittel resistenter und gegenüber Umwelteinflüssen persistenter sind als E. coli, weist der Nachweis von Enterokokken im Wasser auf fäkale Einträge hin, die schon länger zurückliegen. Aufgrund dieser Eigenschaft gelten die Bakterien auch als resistent gegenüber bestimmten Antibiotika. Daher ist gesteigerte Vorsicht geboten.

Kann man die Enterokokken im Trinkwasser anderweitig bekämpfen?

Wer privat vorsorgen möchte und Enterokokken aus dem Trinkwasser entfernen will, kann auf technische Verfahren zurückgreifen. Geeignet gegen diese Mikroorganismen sind Filtersysteme wie Aktivkohle-Blockfiltration (Mikrofiltration) oder Umkehrosmose (Membranfiltration).

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