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Neues Konzept im Festspielhaus

Die Gastronomie in Ludwigs Festspielhaus betreibt nun künftig kein externer Unternehmer mehr. Nachdem der Vertrag mit dem Gastrounternehmen Lerch aus Biberach, das den Biergarten, wie auch die Bierwirtschaft und das Panoramacafe im Haus bis dahin bewirtschaftet hatte, gegen Anfang des Jahres ausgelaufen war, hatte man zwar mit einem Betreiber aus dem Raum Friedrichshafen schon einen neuen Partner gefunden. Aufgrund der Auswirkungen der immer noch anhaltenden Corona-Krise sah sich der Unternehmer allerdings gezwungen, den Vertrag wieder aufzulösen. „Dies bedauern wir sehr“, so Festspielhaus-Geschäftsführerin Birgit Karle. „Mit unserem neuen Küchenchef Sebastian Walz haben wir aber jemanden gefunden, mit dem zusammen wir es uns auch zutrauen, die Gastronomie jetzt in die eigenen Hände zu nehmen. Das Allgäu ist für den neuen Küchenchef dabei nicht neu, denn seit gut fünfzehn Jahren kochte der gebürtige Hesse, der aus der Nähe von Frankfurt stammt, immer wieder in renommierten Häusern in der Region und arbeitete zuletzt als Chefkoch im Maximilianeum des Bayerischen Landtags.

Walz hatte sich zuvor bei dem Friedrichshafener Unternehmer für eine Position in dessen geplantem Betrieb im Festspielhaus beworben. Durch die Auflösung des Vertrags entstand so ein neuer Weg, der nun auch mit einem schlüssigen Konzept verbunden werden konnte. So konnte der Biergarten mit einem „Self Service System“ bereits gegen Mitte Mai wieder eröffnet werden, Bierwirtschaft und Cafe sollen demnächst folgen. Das Konzept sieht vor, zur Unterstützung des eigenen Teams nun einen zusätzlichen Mitarbeiterstamm aufzubauen. Geplant ist aber auch unter anderem mit Catering Firmen, Konditoren und Bäckern aus der Region gemeinsam zu agieren, um größere Kapazitäten, wie Hochzeiten und Feiern, künftig leichter abzudecken. „Unser Ziel ist es, mit vielen Partnern hier im Raum Füssen eng zusammenzuarbeiten und ein Netzwerk aufzubauen, Hand in Hand“, sagt Sebastian Walz. „Die kulinarische Ausrichtung im Wirtshaus wird regional und bodenständig sein, aber auch mit ausgefallenen Kombinationen überraschen.“ So stehen Gerichte wie „Gebeizter Ochsenrücken mit gebratenem Blumenkohl und Aprikosen-Chutney“ oder auch „Backfisch mit Rucola-Stampf und Limettendip“ auf der Karte. Auch das sogenannte „Food Bowl-Konzept“, das sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit erfreut, soll hier umgesetzt werden. Die enge Verbindung des Hauses zu König Ludwig II. wird schließlich in Form von royalen Kreationen zu finden sein, die Walz aus alten Speisekarten der Wittelsbacher entnommen hat. „Theater und Küche ergeben somit ein in sich geschlossenes, rundes Konzept“, so Birgit Karle. „Wir sind davon überzeugt, dass es so funktioniert“.

Text: Lars Peter Schwarz · Foto: Sabina Riegger

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