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Max Eichstetter gewinnt die Stichwahl

Unter außergewöhnlichen Umständen haben die Füssener in der Stichwahl ihren Bürgermeister gewählt. Maximilian Eichstetter gewann die Wahl zum Ersten Bürgermeister mit 57,8 Prozent der Stimmen. Seine Stichwahlgegnerin Christine Fröhlich (FWF) kommt auf 42,2 Prozent. Füssen aktuell sprach mit dem neuen Rathauschef, der am 2. Mai seinen ersten Arbeitstag im Füssener Rathaus beginnen wird.

Es war eine außerordentliche Situation, in der die Stichwahl stattfand. Sie sind der neue Bürgermeister der Stadt Füssen. Wie fühlen Sie sich?
Ich freue mich, dass die Bürger ein deutliches Zeichen gesetzt haben, wen sie sich als Bürgermeister wünschen und ich bin stolz, ihr Bürgermeister werden zu dürfen. Ich bedanke mich bei den Bürgern und freue mich auf die Weiterentwicklung unserer schönen Stadt. Mit dem neu aufgestellten Stadtrat werden wir mit Sicherheit viel umsetzen können und ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit allen.

Bevor Sie Ihr Amt antreten, ist jetzt noch einiges zu tun. Wie wollen Sie das bewerkstelligen, nachdem es schwierig sein wird, sich mit den Stadträten und dem Hauptamtsleiter sowie den anderen Abteilungsleitern zu treffen?
Wir werden alle digitalen Möglichkeiten nutzen, die uns zur Verfügung stehen und mit der Einarbeitung sofort beginnen, so dass wir am 02. Mai mit den vorbereiteten Themen durchstarten können. Zum einen müssen wir Vieles aus der Vergangenheit aufarbeiten, was uns noch einige Zeit beschäftigen wird. Gleichzeitig stehen wir vor erheblichen Herausforderungen in der Gegenwart, die es zu meistern gilt. Und auch die Zukunft unserer Stadt gilt es, in enger Abstimmung mit dem Landkreis, der Regierung von Schwaben und dem Freistaat Bayern, sorgfältigst zu planen. Hier zähle ich in diesen schwierigen Zeiten auf die fraktionsübergreifende Unterstützung aller Stadträte, um gemeinsam zum Wohle Füssens zu agieren. Bei der Umsetzung aller Herausforderungen ist es dabei gut, auf die gut strukturierte und funktionierende Behörde der Stadtverwaltung unter der erfahrenen Leitung von Peter Hartl zählen zu können. In den nächsten Wochen werde ich mich ebenfalls eng mit dem Ersten Bürgermeister Paul Iakob abstimmen, um eine reibungslose Amtsübergabe zu garantieren.

Haben Sie die Möglichkeit sich jetzt auf Ihre neue Aufgabe vorzubereiten, oder sind Sie noch in Ihrem bisherigen Job tätig?
Ich habe ab sofort 40% meines Arbeitspensums für die Einarbeitung in meine neue Aufgabe vorgesehen, die ab heute beginnt. Wir haben jetzt zwei ganz wichtige Themen. Thema eins ist die Bewältigung der Corona-Pandemie. Hier werde ich alle mir zur Verfügung stehenden Kräfte und Mittel nutzen, um für die Bürger und die Unternehmen der Partner an ihrer Seite zu sein. Zweites Thema ist, dass es die Zeit nach Corona geben wird und wir jetzt intensiv an den Projekten arbeiten müssen, die wir vorgesehen haben. Dafür wurden über 90 Millionen Euro bereits beschlossen und diese Projekte greifen wir jetzt an.

Der 2. Mai wird Ihr erster Arbeitstag sein. Was wird Ihre erste Amtshandlung sein?
Nach Begrüßung der Mitarbeiter werde ich mich, was jetzt aus datenschutztechnischen Gründen nicht möglich ist, um den Gesundheitszustand der Corona-Erkrankten und in häuslicher Quarantäne befindlichen Füssenern erkundigen. Im zweiten Schritt das Ministerium und Landratsamt zu einem gemeinsamen Termin bitten, damit wir Möglichkeiten finden, wie wir die Füssener Unternehmen und ihre Angestellten unterstützen können. Ich denke hier beispielsweise an die Gewerbesteuer, mit der die Kommune unterstützend helfen könnte. Schritt drei ist das Tagesgeschäft in der Verwaltung, das wieder richtig anlaufen muss.

Vielen Dank für das Gespräch.
Ich danke für das Interesse

Text: Sabina Riegger · Foto: privat

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