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25 Jahre Luitpoldpark- Hotel in Füssen

Es ist einer der größten Beherbergungsbetriebe in Füssen und der Region, das Luitpoldpark Hotel im Herzen von Füssen, das in diesem Jahr nun sein 25. Jubiläum feiern kann. Ein Vierteljahrhundert, in dem es das Hotel nicht nur geschafft hat, sich am touristischen Hotspot Füssen zu etablieren, sondern sich auch zu einem der größten Arbeitgeber in der heimischen Hotel- und Gastronomie-Szene zu entwickeln. Nun soll das Haus in den kommenden fünf Jahren komplett renoviert werden.

Durch den Neubau des Hotels hatte das Zentrum der Lechstadt damals ein völlig neues Gesicht erhalten. Denn bis zu diesem Zeitpunkt hatte dort noch das Hotel „Bayerischer Hof“ gestanden, das direkt an einen großen Parkplatz angrenzte. Der Parkplatz verschwand, ebenso wie die bisherige Straßenführung, die im Zuge der Bauarbeiten schließlich durch einen Kreisverkehr ersetzt wurde, rings um den alten Prinzregenten Luitpold. Knapp drei Jahre wurde an dem 77 Millionen Mark teuren Luitpoldpark-Areal gebaut. Eine Langzeitbaustelle, die Anliegern wie auch Geschäftsleuten in der näheren Umgebung jede Menge Probleme und Lärm bescherte. Kein Wunder, dass die Eröffnung damals im Sommer 1995 mehr als sehnlichst herbei gewünscht wurde. Betreiber des Luxushotels war zunächst die sogenannte „Treff-Hotel“ Gruppe. Rund 65 Mitarbeiter waren es zum Start. Heute kommen die 70 Mitarbeiter des Hotels, darunter auch zwölf Auszubildende, aus über zwanzig Ländern der Erde, ob aus Europa, Sri Lanka oder England und Ungarn.

Umfangreiche Sanierungsmaßnahmen stehen an

Neben dem Hotel und der Tiefgarage mit rund 300 Stellplätzen verfügt die gesamte Anlage über 16 Einzelfachgeschäfte, Büroräume, Arztpraxen und Wohnungen, sowie eine Fitness- und Saunalandschaft oder Restaurants. „Der Erbauer des Hotels war ein Visionär“, erklärt Hoteldirektor Jörg Hansmann. „Er wollte ein neues Hotel entstehen lassen, das es so in dieser Art und Weise noch nicht gab. Das ist deutlich an der Bauweise und der Architektur erkennbar.“ Immerhin sind die Kapazitäten des 4-Sterne-Hotels nicht gleich sofort sichtbar. Dennoch verfügt das Luitpoldpark über insgesamt 131 Komfortzimmer und Suiten mit sehr hochwertiger Ausstattung. Dazu kommen sieben Bankett- und Tagungsräume, die für Konferenzen, Events und Feiern genutzt werden können. Allerdings ist sowohl die Ausstattung, als auch das Hotel selbst, mit all seinen Räumlichkeiten und Einrichtungen, nach nun 25 Jahren renovierungsbedürftig geworden. „Wir sind auf dem Stand von 1995“, sagt Hansmann. „Wenn wir jetzt also in die Zukunft blicken, müssen wir ganz unten an der Basis anfangen. Heizung, Wasser oder auch die gesamte Energieversorgung müssen wir jetzt auf den Prüfstand stellen. Das sind die Schwerpunkte, wir sind noch ganz am Anfang der Planungen, aber schon so weit, dass wir bereits mit Architekten in Gesprächen sind.“

So stehen für die Zukunft des Hauses nun gleich mehrere und vor allem große Maßnahmen auf dem Plan. Insgesamt sollen die Sanierungs- und Renovierungsmaßnahmen in einer Zeit von gut fünf Jahren umgesetzt werden, so viel steht fest. In welchem Stil und nach welchen Vorgaben das Hotel neugestaltet werden soll, steht dagegen noch in den Sternen. „Wir haben viele Ideen“, sagt Hansmann. „Unsere Visionen gehen dabei in mehrere Richtungen. Es soll modern werden, das ist klar, aber es muss auch zu unserem Publikum passen. Wir wollen einen Ort schaffen, der aber nicht nur den Gästen, sondern auch den Einheimischen gefällt und zusagt.“ Die Bandbreite der Gäste, die von Jung bis Alt reicht, soll sich demnach in der Zukunft auch im Design des Hotels, das eine jährliche Auslastung von rund 85 Prozent hat, klar widerspiegeln. Dabei kommen die Gäste nahezu aus der ganzen Welt. Eine hohe Anzahl von Besuchern stammt sicher aus dem asiatischen Raum, aus Ländern wie Thailand, Südkorea oder Japan und China. Dazu kommen Gäste aus Europa, Russland, den USA oder Südamerika und Deutschland. „Die Belegung ist gut, arbeiten müssen wir aber an dem Ertrag.“

Möglichkeiten und Ideen für Optimierungen und Erneuerungen gab es in den vergangenen 25 Jahren schon einige. Darunter auch die Alternative eines neuen Hoteleingangs, der auf der Rückseite des Hauses liegen könnte, also auf Seite des Bahnhofparks. „Das wäre nur möglich gewesen, wenn auch die Verkehrsführung geändert worden wäre“, sagt Jörg Hansmann. „Diesen Plan gab es mal, allerdings wurde daraus nichts, so dass auch diese Idee verworfen wurde. Wir sind aber mit der Stadt im Gespräch.“ Dagegen sind sanitäre Einrichtungen wie Bäder und auch das Mobiliar der Zimmer längst sanierungs- und renovierungsbedürftig. Investitionen in Höhe von mehreren Millionen Euro stehen somit für das Unternehmen an. Veränderungen an der Grundsubstanz wird es aber nicht geben, kündigt Hansmann schon an. „Es könnte aber sein, dass wir vielleicht einzelne Wände rausnehmen, um manche Räume effektiver zu nutzen. Genaue Pläne gibt es hier aber auch noch nicht.“ Dem Zeitfenster nach soll noch in diesem Jahr mit der Renovierung der Tagungskapazitäten begonnen werden, bevor dann im kommenden Jahr die Neugestaltung der Zimmer beginnt. „Bei der Errichtung des Hotels wurde damals auch eine Turmwohnung mit eingebaut“, erzählt Jörg Hansmann. „Diese Wohnung war ursprünglich auch als Bar oder Suite geplant. In der Baugenehmigung ist sogar von einem Gourmet-Restaurant die Rede. Jetzt wollen wir sehen, welche Nutzung dafür am besten geeignet sein könnte.“

Die Investitionen bedeuten dabei nicht nur eine gesicherte Zukunft des Hauses. Auch aus Sicht der Stadt Füssen stellen diese Investitionen ein klares Bekenntnis und Verbundenheit zum Ort dar. „Wir begrüßen sehr, dass das Haus mit einem engagierten Eigentümer und unter neuer Direktion eine Entwicklung ansteuert, die einen deutlichen Beitrag zu Füssens touristischer Qualitätsoffensive leisten soll“, bestätigte Füssens Tourismuschef Stefan Fredlmeier.

INFO
Ausgiebig gefeiert werden soll das Jubiläum des Luitpoldpark Hotels im Rahmen eines Starkbieranstichs, der am Freitag, 27. März, stattfindet. Die Tickets sind im Vorverkauf bereits jetzt im Hotel erhältlich. Nach dem offiziellen Anstich um 19 Uhr wird das Wort dann die niederbayerische Kabarettistin und ehemalige “Couplet-AG”-Front-Aktivistin, Annamirl Spies, übernehmen. Als Ehrengast wird neben einigen politischen Persönlichkeiten auch der ehemalige Hoteldirektor Benz anwesend sein.

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