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PASSION 20:20 im Festspielhaus

Wie für alle Uraufführungen gilt auch für „Passion 20:20“, die im März nächsten Jahres im Festspielhaus Füssen Premiere feiert: Das hat die Welt noch nicht gesehen. Und so haben die Macher um Veranstalter Yngvar Aarseth, den Geschäftsführer von Wach Medien e. V., einem Verein, der extra für die Produktion dieses multimedialen Spetakels gegründet wurde, eigens dafür einen Begriff ersonnen, der jedenfalls nicht im Duden-Fremdwörterbuch zu finden ist.

Bei einer Pressekonferenz im Theatergebäude am Ufer des Forggensees haben sie außerdem ganz kräftig die Werbetrommel gerührt für diese „völlig neuartige, immersive, emotionale Erfahrung“. Was „Passion 20:20“ genau sein soll, weiß, wie er kürzlich gestand, indes noch nicht einmal der Regisseur des Schauspiels, Manfred Schweigkofler aus Bozen, der dabei jedoch erklärte, was das Schauspiel alles nicht ausschließlich sei, nämlich „Musical, Video-Mapping und Konzert“. Gleichwohl besitze es von all dem Merkmale, und „wir haben einen großen Anspruch“, was insbesondere Aarseth unterstrich, indem er betonte: „Wir wollen alles toppen, was die Welt bisher je gesehen hat.“ Um dieses hochgesteckte Ziel zu erreichen, habe man denn auch den Augsburger Komponisten David Hüger und den Video-Art-Designer Christoph Grigoletti ins Boot geholt. Neben Schweigkofler als Hauptideengeber zu „Passion 20:20“ soll sich Hüger somit in erster Linie darum kümmern, dass die Leute dabei „buchstäblich in einem Sound schwimmen, der alle Altersklassen berührt“. Grigolettis Aufgabe ist es darüber hinaus, mit seinem Video-Mapping zusätzlich dafür zu sorgen, dass die Besucher auch visuell komplett in ein Spektakel eintauchen, mit dem die Ereignisse der Passionsgeschichte Jesu Christi vor mehr knapp 2000 Jahren absolut neu erzählt werden sollen. „Dabei wollen wir mit den Bildern, die uns die Kunstgeschichte gegeben hat, spielen,“ erklärt Schweigkofler dazu, der außerdem „die tollen Licht- und Lasereffekte“ anpreist und darauf verweist, dass sich unzählige große Künstler in der Malerei, Bildhauerei und Literatur in den vergangegen Jahrhunderten mit diesem Thema befasst hätten. Infolgedessen werden die Zuschauer der „Passion 20:20“ ab dem 25. März nächsten Jahres in insgesamt 32 Vorstellungen bis zum 5. April laut Schweigkofler Zeugen von einem „hochtechnologischen Prozess, bei dem alle Möglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung eingesetzt werden“, sein und ungefähr 700 Videos sehen, „die alle zusammenspielen“. Und während darüber hinaus fünf Schauspieler sowie einige Tänzer teils akrobatisch „neue Sichtweisen auf die alte Geschichte“ vermitteln sowie ein „Rundum-Erlebnis“ erzeugen, will man damit laut Hüger „neue Akzente setzen, die man so noch nicht erlebt hat.“ Schließlich beabsichtige man, mit diesem Multimediaereignis nach den Worten des Komponisten „Unterhaltung für alle Altersklassen“ zu bieten und mit dieser von Schweigkofler sogenannten „Reise durch 2000 Jahre Menschheits- und Kulturgeschichte“ die Besucher in die Atmosphäre von damals, so wie sich heutzutage darstellen würde, eintauchen zu lassen. „Wenn das im nächsten Jahr gut gelingt, möchten wir hier im Festspielhaus die Füssener Passionsfestspiele installieren“, blickt Aarseth schon in die weitere Zukunft.

Text: Alexander Berndt · Foto: Dominik Sporer

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