Lokales

Ehemaliger Baumarkt soll Indoor-Actionsporthalle werden

Das Gebäude des ehemaligen OBI Baumarktes in Füssen könnte bald eine völlig neue Bedeutung bekommen. Geht es nach dem Willen von Planern, Eigentümer und Stadtverwaltung, soll aus einem Teilbereich des Baumarktes künftig eine Indoor-Actionsporthalle werden. Darüber informierte die Stadt Füssen am Nachmittag in einem ausführlichen Pressegespräch. Dabei stellten die Entwickler auch ihr Konzept für die neue Anlage vor, die deutschlandweit einmalig sein würde.

Von Dirtbike bis hin zu Trickski und Trampolin

Schon seit gut anderthalb Jahren arbeiten die Entwickler an einem Konzept für eine Indooranlage für Trendsportarten, die in den vergangenen Jahren immer mehr Zulauf bekommen haben. „Die Sportangebote richten sich dabei nicht nur an Kinder und Jugendliche“, betont Mateusz Wielopolski von Sustainable Technologies, Materials & Products in Bayreuth. „Es geht vor allem darum, auch Eltern und Erwachsene mit einem Multisportangebot zu begeistern. Wir haben dazu bereits zwei Analysen anhand von Umfragen durchgeführt, die uns dieses Potential auch mehr als bestätigt haben. Das Konzept wurde nun speziell auf das Gebäude in Füssen angepasst. Die Sportarten, die angeboten werden sollen, stehen dabei in einem engen Bezug zu den lokalen Outdoor Möglichkeiten.“ Demnach soll in der neuen „Familienfreundlichen Multisporthalle“ eine breite Palette an Sportarten angeboten werden. Darunter Dirtbike, BMX, Scooter, Skateboard, sowie Trickski/Snowboard, Trampolin oder auch ein Sloopstyle. Zudem geplant sind ein sogenannter „Big Air“, der mit einem überdimensionalen Luftkissen für weiche Landungen sorgt, ein Bowl Park, Snowflex Slope, Pumptrack und ein Streetpark.

Perfekte Ergänzung zum Skate- und Bikepark

„Wir haben hier viele Möglichkeiten in der freien Natur, dazu jede Menge Sport-, Abenteuer und Freizeitmöglichkeiten“, erklärte Bürgermeister Paul Iacob. „Was uns aber fehlt, sind Einrichtungen, die man auch bei schlechtem Wetter besuchen kann. Der Freizeitbereich ist längst auch ein Wirtschaftsbereich geworden. Eine solche Einrichtung bietet einen echten Mehrwert für die Stadt Füssen und die ganze Region.“ Zudem sei die geplante Actionsporthalle auch eine hervorragende Ergänzung zu dem Skate- und Bikepark, der seit gut einem Jahr von Einheimischen und Gästen sehr gut angenommen wird. Seit bereits über einem Jahr sind die Entwickler auf der Suche nach einer geeigneten Immobilie für ihr Vorhaben. Das ehemalige Baumarktgebäude bietet dafür nun die perfekten Bedingungen. So soll die Actionsporthalle auf den rund 2000 Quadratmetern untergebracht werden, die früher das Gartencenter des Baumarktes im Füssener Moosangerweg bildeten. Auch der langjährige Eigentümer der Immobilie, die Karl und Jakob Immler GbR aus Isny, ist von dem Konzept überzeugt, bestätigte Geschäftsführer Alexander Immler. „Die geplante Nutzung ist ein erster wichtiger Baustein für eine nachhaltige Belebung der gesamten Immobilie.“

Projekt bis 2022 realisierbar

„Das ist etwas von dem ich sehr überzeugt bin, dass die Gäste das auch annehmen werden,“ ergänzt Tourismusdirektor Stefan Fredlmeier. „Wenn die Halle realisiert wird, bietet sie vor allem bei weniger einladenden Wetterbedingungen ein attraktives Angebot, sich sportlich und spielerisch zu betätigen. Von uns also grünes Licht dafür.“ Einen konkreten Zeitpunkt für eine Realisierung des Projektes gibt es derzeit allerdings noch nicht. Nach weiteren Analysen zu Bedarf und Standort, beginnt nun vor allem die Suche nach geeigneten Investoren. Sobald diese gefunden sind, könnte eine Umsetzung der Pläne innerhalb von rund einem Jahr verwirklicht werden. Dann müsse auch der Füssener Stadtrat über das geplante Projekt entscheiden.

Für die weitere Planung werden derzeit auch die konkreten Bedürfnisse der ansässigen Sportler sowie die Anforderungen an ein entsprechendes Sportangebot mit Hilfe einer Umfrage noch weiter untersucht. Die Beantwortung der Umfrage dauert cirka acht Minuten und kann online ausgefüllt werden unter: http://rebrand.ly/actionumfrage. Die ersten 50 Teilnehmer der Umfrage sollen dafür im ersten Monat nach der Eröffnung freien Eintritt erhalten.

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