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Mit dem Rad-Bus ins Lechtal

Eine bequeme Alternative seinem Ziel näher zu kommen

Fahrradfahren im Lechtal ist eine wunderbare Sache: Nahezu geräuschlos bewegt man sich von einem Panorama zum nächsten und kommt aus dem Staunen eigentlich nicht heraus. Und wer es ganz bequem mag, nimmt den Radbus. Der Rad- und Wanderbus ist die Alternative für Familien und genussorientierte Radfahrer. Die Idee: Gemütlich im Bus sitzend, mit dem Rad auf dem Anhänger, überwindet man spielend Höhenmeter. Entspannt und voller Energie geht es dann bergab, vorbei an immer neuen Aussichten. Auf diese Weise lässt sich das Lechtal wunderbar erkunden.

Seit dem 20. Juni können alle Rad- und Wanderbegeisterten diesen Service des TVB Lechtal und der Tourismusregion Reutte nutzen. Ein neuer Anhänger, der insbesondere auch für das Transportieren von E-Bikes ausgerichtet ist kommt ab dem 1. Juli zum Einsatz. Füssen aktuell sprach mit Michael Kohler, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Lechtal, über die Notwendigkeit eines Rad- und Wanderbusses.

Ab dem 1. Juli kommt der neue Fahrrad-Anhänger zum Einsatz. 40 Fahrräder können dann gleichzeitig transportiert werden.

Seit wann gibt es den Lechtaler- Rad- und Wanderbus?
Im oberen Lechtal gab es die Busse seit 1999. Im unteren Lechtal kamen sie erst 2005 zum Einsatz. Der Grund dieser zeitlichen Verschiebung ist der, dass es früher verschiedene Tourismusverbände gab, die dann später fusioniert haben.

Aus welchem Grund heraus entstand der Radbus?
Man wollte damals eine Tourimus-Card herausbringen, die sowohl für die Gastgeber, den Gast als auch für den Tourismus von Nutzen ist und einen Mehrwert hat. Das haben wir geschafft mit unserer Lechtal-Aktiv-Card. Ursprünglich galt die Idee nur für den Bus, dann kam die Bahn dazu und zuletzt die Bäder. 90 Prozent unserer Gastgeber bieten die Lechtal-Aktiv-Card an. Dahinter steckt allerdings viel mehr als kostenlos fahren oder einen freien Eintritt zu bekommen. Es ist der Umweltgedanke, den wir im Tal immer schon hatten, weil wir hier mit der Natur leben und sie letztendlich auch unser Kapital ist. Mit dem Umweltgedanken identifizieren sich mittlerweile immer mehr Gäste und lassen das Auto stehen, wenn sie ins Lechtal kommen.

Letztes Jahr wurden zum ersten Mal auch E-Bikes mit dem Postbus transportiert. Was ist das besondere daran, E-Bikes neben „normalen“ Fahrrädern zu befördern?
Tatsächlich haben wir mit „normalen“ Fahrradanhängern angefangen. Dann kam der Trend mit den E-Bikes und die Frage, wie wir den Transport umsetzen sollen. Denn die Anhänger mussten E-Bike tauglich und für diese zugelassen sein, weil sie doppelt so viel Gewicht haben.

Wie viele Fahrräder passen in einen Anhänger rein?
Jeder Bus kann 40 Räder mitnehmen und es ist nicht mehr relevant, was für ein Fahrrad es ist. Alle Fahrräder passen nun rein. Bislang konnten 22 Räder transportiert werden.

Welche Gästegruppe nutzt diesen Service?
Das sind Gäste, die aus dem Reuttener- oder Allgäuer Raum kommen und einen Urlaubstag bei uns verbringen.

Es gibt Busse, die halten an jeder Haltestelle an. Wie verhält sich das mit dem Radbus?
Es ist kein Bummelzug und durch seine Überlänge darf er nur an bestimmten, dafür vorgesehenen Haltestellen halten. Es sind 12 Haltestellen. An einer Haltestelle wird noch gearbeitet. In einer Ortschaft bleibt er leider nicht stehen. Das ist in Häselgehr. Dort gibt es keine Haltestelle, die den Vorschriften entspricht.

Wann fährt der erste Bus aus Reutte los und wie oft fährt der Bus täglich bis nach Steeg?
Der erste Bus fährt um 8.42 aus Reutte los, dann um 9.12 Uhr und nachmittags um 13.52.Uhr. Der Bus fährt täglich bis zum 6. Oktober.

E-Bikes sind keine Leichtgewichte. Wird es einen Busbegleiter geben, der beim Auf- und Abladen der Fahrräder behilflich sein wird?
Eine Busbegleitung ist vorgesehen.

Wie viel kostet das Ticket für die Beförderung vom Fahrrad und Person?
Pro Fahrrad kostet es 5 Euro. Diesen Preis haben wir schon letztes Jahr eingeführt. Die Person zahlt den normalen Beförderungstarif – wenn er die Lechtal-Aktiv-Card hat, dann fährt der Gast kostenlos. Das Fahrradticket ist eine Tageskarte und berechtigt, mit derselbigen wieder zum Ausgangsort oder an einer der aufgeführten Haltestellen zurückzufahren. Alle Haltestellen werden auch als Radhaltestelle demnächst beschildert werden.

Vielen Dank für das Gespräch.
Ich danke Ihnen für das Interesse.

Weitere Informationen:
Untergiblen 23 · A-6652 Elbigenalp
Tel.: +43 5634 5315 · E-Mail: info@lechtal.at

Text · Fotos: Sabina Riegger

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