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Demenz und Alzheimer unterstützend behandeln

Teil 1: Schüssler-Salze

Was ist der Unterschied zwischen Alzheimer und Demenz? Häufig sagt man Alzheimer und meint gleichzeitig Demenz, ohne sich über den Unterschied der beiden Begriffe bewusst zu sein. Generell weiß man, was gemeint ist. Dennoch ist es wichtig, deutlich zu machen, dass jeder Alzheimer eine Form von Demenz ist, umgekehrt jedoch nicht jede Demenz ein „Alzheimer“ ist.

Der Alzheimer ist mit 60 % die häufigste Erkrankungsform der Demenz. Die Krankheit wurde nach dem deutschen Nervenarzt Alois Alzheimer benannt. An Alzheimer erkranken Menschen, in deren Gehirn nach und nach Nervenzellen absterben. Auch Verbindungen zwischen den Zellen gehen verloren. Die Ursachen dafür sind noch nicht endgültig geklärt, fest steht aber, dass überschüssige Eiweißpartikel eine entscheidende Rolle spielen, ebenso können erbliche Faktoren beteiligt sein. Als Folge schwindet das Gedächtnis und das Gehirn kann bis zu einem Fünftel seiner Masse einbüßen. Bei der naturheilkundlichen Unterstützungsbehandlung von Demenzerkrankungen können u.a. die Schüssler-Salze hilfreich sein, die der Oldenburger Arzt Dr. Wilhelm Schüßler (1821-1898) zur Regulation bei Störungen des Mineralstoffhaushaltes in unserem Körper entwickelte. Bei einer Therapie mit den Schüsslersalzen werden Stoffwechselblockaden aufgelöst, der Körper entsäuert, der Säure-Basen-Haushalt ausgeglichen (wichtig bei der Behandlung von Demenz und Alzheimer), das Immunsystem gestärkt und der Zellstoffwechsel angeregt.

Der Säure-Basen-Haushalt:

Unnatürliche Ernährungsgewohnheiten führen dazu, dass der Basenanteil in unserem Körper ständig zu gering ist. Ein Zuviel an Zucker, Weißmehlprodukten, Fleisch und Wurst übersäuert den Körper. Um die Säuren zu neutralisieren, werden kostbare Basen, vor allem Calcium, verbraucht. Was nicht neutralisiert wird, landet als „Sondermüll“ im Bindegewebe. Dadurch verlangsamen sich die Stoffwechselprozesse. Durchblutungsstörungen, häufige Erkrankungen, Gewichtszunahme u. ä. sind die Folge. Schüssler-Salz Nr. 9 Natrium phosphoricum sorgt dafür, dass Säuren, Gifte und Stoffwechsel-Rückstände aus dem Körper ausgeschwemmt werden. Der Fettstoffwechsel und der Zuckerabbau wird außerdem angekurbelt.

Das Bindegewebe:

Es ist nicht nur ein Lückenfüller zwischen den Organen, sondern auch Nährstoffspeicher und Zwischenlager für Stoffwechselprodukte. Im Bindegewebe entsorgen die Zellen ihre „Schlacken“. Damit die Giftstoffe und Säuren den Körper verlassen können, müssen genügend Mineralsalze vorhanden sein. Sonst kann es zu Demenz und Wassereinlagerungen (Ödemen) im Gewebe kommen. Die Salze Nr. 6 Kalium sulfuricum, Nr. 9 Natrium phosphoricum, Nr. 10 Natrium sulfuricum und Nr. 11 Silicea fördern die Ausscheidung über die Haut und aktivieren die Entgiftung über Leber, Darm und Nieren.

Die Verdauuung:

Umweltbelastungen, zu üppige Ernährung, Genussgifte und Medikamente belasten die Leber, Magen, Darm und Bauchspeicheldrüse leiden mit. Viele Stoffwechselvorgänge geraten ins Stocken. Es kommt zu Demenz, depressiven Verstimmungen, Bluthochdruck, Arterienverkalkung, Verstopfung, Blähungen und Magenproblemen. Nr. 4 Kalium chloratum, Nr. 6 Kalium sulfuricum und Nr. 10 Natrium sulfuricum geben der Leber und den Verdauungsorganen neue Kraft. Die Giftstoffe werden schneller ausgeschieden.

Der Wasserhaushalt:

Jeden Tag schwemmt unser Organismus Säuren und Schlacken, die durch die Nieren herausgefiltert wurden, als Harn aus dem Organismus. Ein Teil davon landet aber auch im Bindegewebe, weil für den Abtransport Mineralsalze fehlen. Eine Demenz kann die Folge sein. Nr. 8 Natrium chloratum reguliert den Wasserhaushalt, versorgt den Körper mit den nötigen Mineralstoffen, so dass sie sich immer wieder ordnungsgemäß regenerieren können und Nr. 10 Natrium sulfuricum entwässert.

Die Eiweißverdauung:

Eiweiß ist zwar wichtig für die Bildung von Enzymen, Hormonen, Muskeln und Bindegewebe, allerdings entsteht bei seiner Spaltung Ammoniak, ein starkes Zellgift. Die Leber wandelt den Ammoniak in ungiftigen Harnstoff um, der mit dem Urin ausgeschieden wird. Eine hohe Eiweißzufuhr bedeutet deshalb eine starke Entgiftungsarbeit für unsere Nieren. Nr. 9 Natrium phosphoricum hilft dem Körper beim Eiweißstoffwechsel, Nr. 6 Kalium sulfuricum unterstützt die Leber beim Abbau von Ammoniak.

Die Fettverdauung:

Natürlich brauchen wir Fette, denn sie liefern essentielle Fettsäuren, sie sind aber auch der beste Energiespeicher für Notzeiten. Der Körper bunkert es besonders gern an Oberschenkeln, Hüften, Bauch und Po. Leider lagern sich im Fettgewebe auch Giftstoffe ab, die später freigesetzt werden. Mögliche Anzeichen dafür sind depressive Verstimmungen, Stoffwechselstörungen, Krankheitsanfälligkeit und Kopfschmerzen. Nr. 6 Kalium sulfuricum, Nr. 9 Natrium phoshoricum (reguliert die Säuren-Basen-Bilanz und unterstützt den Fettstoffwechsel) und Nr. 10 Natrium sulfuricum helfen dabei, die Schadstoffe auszuleiten.

Die Kohlenhydratverdauung:

Kohlenhydrate sind Energie pur, im Überfluss können sie aber auch für Übergewicht verantwortlich sein. Was nämlich nicht verbrannt werden kann, wird in Fett umgewandelt und gespeichert. Besonders Süßigkeiten und Weißmehlprodukte haben es an sich, sie lassen den Blutzuckerspiegel rasant in die Höhe steigen. Das führt zu einer starken Insulinausschüttung. Insulin normalisiert den Blutzucker, unterbricht aber gleichzeitig die Fettverbrennung – Folgen bekannt! Heißhunger ist ebenfalls vorprogrammiert.

Nr. 4 Kalium sulfuricum unterstützt die Zuckerverbrennung. Gut sind auch Nr. 6 Kalium sulfuricum und Nr. 10 Natrium sulfuricum.

Gedächtnisschwäche und Konzentrationsstörungen gepaart mit innerer Unruhe oder Nervosität: Nr. 3 Ferrum phosphoricum (für Sauerstoff- und Energieversorgung) morgens 10 Tabletten und Nr. 14 Kalium bromatum mittags 10 Tabletten.

Vergesslichkeit mit nervöser Erschöpfung: Nr. 19 Cuprum arsenicosum 3 x täglich 7 Tabletten.

Cholerische oder leicht reizbare Personen mit einer Gedächtnisschwäche: Nr. 17 Manganum phosphoricum 3 x täglich 5 Tabletten. Auch bei begleitender Arteriosklerose.

Nr. 1 Calcium fluoratum hält die Aderwände elastisch und schützt so vor einer Arteriosklerose – abends 3 Stück im Mund zergehen lassen.

Nr. 5 Kalium phosphoricum ist ein bedeutendes Salz für die Funktion unseres Gehirns und trägt wesentlich zur Prävention im Rahmen einer Demenz bei – 2-3 in den frühen Nachmittagsstunden.

Nr. 13 Kalium arsenicosum unterstützt die Stoffwechselprozesse im Gehirn, beugt Lähmungen vor und unterstützt das Gedächtnis – nachmittags 2-3.

Nr. 16 Lithium chloratum beugt natürlichen Alterungsprozessen vor und schützt so die Gehirnzellen vor altersbedingter Degeneration.

Nr. 21 Zincum chloratum – Zink ist ein wichtiges Spurenelement für die Stoffwechseltätigkeit in unserem Gehirn und bietet obendrein einen guten Zellschutz – 2-3 über den Tag verteilt.

Nr. 22 Calcium carbonicum wirkt vorzeitigem Altern entgegen und hat generell eine stärkende Wirkung bei anhaltender Müdigkeit und Erschöpfung als Energieschub – 3 x täglich 2-3.

Gerne werde ich Ihnen in den nächsten Monaten weitere Naturheilmethoden zur Unterstützung bei Demenz und Alzheimer vorstellen.

Ihre Apothekerin, Simone Wagner

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