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20 Jahre Eisenschmidt in Füssen

Was früher einmal ein Geschäft für Metall-, Eisen- und Haushaltswaren aller Art gewesen ist, hat sich längst zu einem der beliebtesten Lokale in der Lechstadt entwickelt. Zwanzig Jahre ist es nun her, als das Bistro Eisenschmidt im Herzen von Füssen eröffnet hat. „Manche Gäste, die damals schon im jugendlichen Alter gekommen sind, kommen heute mit ihren Kindern“, freut sich Eisenschmidt-Wirt Josef Oduncu. Sieben Tage die Woche ohne Ruhetag begrüßt er Einheimische, Urlauber und Gäste aus aller Welt in seinem Traditionslokal. Aus anfangs nur einer Hand voll Mitarbeiter ist im Lauf der Jahre ein Team von insgesamt siebzehn Mitarbeitern geworden. Die nötige gastronomische Erfahrung holte sich Josef bei seinem Onkel Ferit, der viele Jahre lang das damalige Hotel Bayerischer Hof am Füssener Bahnhof betrieb. „Dort hab ich neben meiner Ausbildung zum Werkzeugmacher immer viel geholfen, in fast allen Abteilungen, vor allem in der Küche und im Service.“

Noch zusammen mit seinen Freunden Kruno und Miro hatte Josef das Lokal, das nach der Schließung des Eisenwarengeschäfts dort damals neu eingerichtet wurde, eröffnet. Alle Drei hatten bereits zuvor mit dem „Café Bla-Bla“ für rund drei Jahre ein gemeinsames Bistro in der Altstadt betrieben und erste Erfahrungen gesammelt. „Als sich die Gelegenheit dann geboten hat, hier den Eisenschmidt zu übernehmen, mussten wir nicht lange nachdenken“, erinnert sich Oduncu. „Zumal es auch keine Möglichkeit mehr gab, das Bla-Bla weiter zu betreiben, da der Eigentümer das Gebäude abreißen ließ. Mit dem Eisenschmidt waren wir dann sogar die erste richtige Cocktailbar in Füssen“, lacht der Aramäer. Im Eisenschmidt, der täglich von 10 bis 14 sowie 17 bis 24 Uhr geöffnet hat, werden aber auch kleinere Gerichte und Snacks angeboten. Zudem gibt es täglich auch zwei Mittagsgerichte zur Auswahl. „Viele unserer Cocktails oder auch unsere beliebten Ciabattinos, also unsere verschieden belegten Ciabattas, haben sich bis heute auf der Speisekarte gehalten.“

Prominente Gäste

Ob nur kurz auf einen Kaffee oder ein erfrischendes Getränk oder auf ein abendliches Feierabendbier und einen exotischen Cocktail. Der „Eisenschmidt“ ist nicht nur ein Café. Es ist ein Restaurant und eine Brasserie, ebenso aber auch eine Sports- und Cocktailbar. Zu Beginn zählte auch noch die benachbarte Spielothek dazu, die aber mittlerweile separat verpachtet ist. So sorgt unter anderem auch das Public Viewing bei Bundesliga oder Champions League-Spielen und anderen internationalen Turnieren meist für ein übervolles Haus. Vielmehr aber stellt das Lokal, das direkt neben der Tourist Information im Füssener Zentrum liegt, einen zentralen Anlaufpunkt für ein bunt gemischtes Publikum dar, eben ein Treffpunkt für mehrere Generationen.

Manche Gäste, die damals schon im jugendlichen Alter gekommen sind, kommen heute mit ihren Kindern.

 

Zu den besonderen Höhepunkten der vergangenen zwanzig Jahre zählen sicher auch die Besuche von Campino und seiner Band, den Toten Hosen, die am Tag nach ihrem Konzert in Füssen noch auf einen Drink vorbeischauten. Auch die berühmt-berüchtigte Showtanzgruppe „The Chippendales“, die im Festspielhaus aufgetreten waren, beendeten ihren Abend in Füssen bei Josef Oduncu. In die Zukunft blickt Josef Oduncu mit sehr viel Zuversicht und Freude, denn an seinen Ruhestand denkt er noch lange nicht. Den nötigen Rückhalt bekommt Josef von seiner Frau Doreen und seinen drei Kindern. „Zuhause ist sie der Chef, ich bin es nur hier“, lacht er.

Lars Peter Schwarz · Foto: Margarete Häfelein

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