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Premiere der NaturVison Filmtage Füssen ein voller Erfolg

Event soll sich fest im Jahreskalender etablieren

„Der „NaturVision Filmpreis Bayern“ geht in diesem Jahr an den Filmemacher Florian Guthknecht“, verkündete Thomas Weinzierl, Förderreferent beim FilmFernsehFonds Bayern feierlich am Abend im Füssener Alpenfilmtheater. Im Rahmen der NaturVison Filmtage wurde der mit 3.000 Euro dotierte Preis zum ersten Mal in der Lechstadt verliehen. Rund 250 Filme wurden der Jury eingereicht, wovon letztendlich mit „Zuflucht Ampermoos“, „Wenn die Zugspitz‘ schwitzt – Klimawandel in den Alpen“ und „Jäger der Lüfte – Habicht, Bussard, Adler“ drei Filme für den Filmpreis nominiert waren.

Die Jurybegründung:

Es ist nur ein kleines, unscheinbares Naturschutzgebiet südwestlich von München, übrig geblieben von einem einstmals riesigen Niedermoorgebiet und jetzt eingeklemmt zwischen Autobahn und Bundesstraßen. Gerade mal ein paar Hektar nasse Wiesen sind es, die für Brachvogel, Rohrammer & Co zur letzten Zuflucht geworden sind. Aber auch sie sind es wert, dass Naturschützer ihnen all ihre Kraft widmen, immer nach dem Motto: Wer die kleinen Probleme nicht anpackt, wird an den großen erst recht scheitern. Liebevoll zeichnet der Autor ein Porträt der Landschaft und ihrer Beschützer, begleitet sie über das Jahr und erlebt mit ihnen Höhen und Tiefen. Dafür geht der „Filmpreis Bayern“ an Florian Guthknecht und sein Team für „Zuflucht Ampermoos“.

Der Regisseur:

„Es ist eine Low Budget Produktion. Wenn man also nicht so viel machen kann und dann so einen Erfolg hat, ist das natürlich toll“, freut sich Florian Guthknecht. „Ich hoffe, dass den Menschen der Film gefällt und dass man mit dem Film auch etwas bewirken kann, das wäre natürlich noch schöner. Ich habe bereits rund 60 Filmpreise gewonnen, dennoch ist dieser Preis wahnsinnig berührend für mich, zumal der Film auch in meiner eigenen Heimat entstanden ist.“ Das Filmfestival, das bereits seit siebzehn Jahren in Süddeutschland ausgetragen wird, gilt mit über 15.000 Besuchern immerhin auch als Europas größtes Festival für die Bereiche Natur-. Tier-, und Umweltfilm. Ausgezeichnet werden hier Filme, die entweder in Bayern produziert wurden, von einem bayerischen Filmemacher stammen oder sich einem explizit bayerischen Thema widmen. Über zwei Tage hinweg wurden in Füssen die jeweils besten aktuellen Filme zu den Themen Natur, Wildlife, Umwelt und Nachhaltigkeit aus aller Welt gezeigt.

Diskussionen und Austausch

Nachdem das Festival zuletzt in der Film- und Medienstadt Ludwigsburg und im Bayerischen Wald ausgetragen wurde, suchten die Organisatoren nun nach einem neuen passenden Veranstaltungsort und waren mit dem Alpenfilmtheater in Füssen schnell fündig geworden. Kino-Betreiber Lars Doppler zeigte sich im Anschluss an die Preisverleihung hochzufrieden. „Die Premiere ist definitiv geglückt, es waren wesentlich mehr Leute in den Filmen, als wir erwartet haben. Was mir aber wirklich gefallen hat war, wie sich die Menschen in den Pausen zwischen den Filmen miteinander ausgetauscht und diskutiert haben, obwohl sie sich vorher vielleicht gar nicht gekannt haben. Die Filme haben die Menschen miteinander verbunden, das fand ich toll.“ „Ich bin überrascht was wir an Unterstützung hier in der Stadt erfahren haben. Es war eine Offenheit und ein Interesse, das mich sehr erstaunt hat und das Lust auf mehr macht“, ergänzte NaturVision Festivalleiter Ralph Thoms.

Filmtage schärfen das Auge für die Natur

Neben den öffentlichen Vorführungen hatten auch Schülerinnen und Schüler der Füssener Schulen an den beiden Vormittagen die Gelegenheit, die Filme zu sehen und in den Unterricht mit einzubinden. Nicht nur deswegen wünscht sich auch Füssens Bürgermeister Paul Iacob, dass sich die Filmtage in der Stadt etablieren. „Ich bin sehr froh, dass die Organisation sich so dafür eingesetzt hat, dieses Event hierher zu holen. Das sollte wirklich keine einmalige Sache sein, sondern eine Einrichtung für die kommenden Jahre. Auf der einen Seite wird damit das aktuelle Kulturgeschehen in Form von Naturfilmen verdeutlicht, genauso können mit diesen wunderschönen Bildern und Szenen aber auch Schulkinder für die Natur begeistert werden. Wenn das gelingt, haben wir eines der größten Ziele schon erreicht, nämlich den Schutz der Natur. Eine Förderung der Kunst im Kulturbereich ist eine der nachhaltigsten Unterstützungen für die Zukunft.“

Kurz-Trailer „Zuflucht Ampermoos“

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