Auto

Erste Hilfe kann Leben retten

... aber nur, wenn solides Verbandsmaterial bereitsteht

Ein Verkehrsunfall bedeutet Stress für alle Beteiligten. Besonnenes Handeln nach dem ersten Schrecken kann im Ernstfall Leben retten und rechtliche Sicherheit gewährleisten.

Nach dem Erste-Hilfe-Set gefragt, reagieren Autofahrer oft mit Stirnrunzeln: „Das letzte Mal kontrolliert? – Keine Ahnung. Der Aufbewahrungsort? – Irgendwo unter den Sitzen – oder war es im Kofferraum?“ Was nicht ständig im Einsatz ist, gerät schnell in Vergessenheit. Zu alt, in lückenhaftem Zustand, nicht auffindbar oder nicht vorhanden – und dies kann fatale Folgen haben.

Autofahrer sind zur Ersten Hilfe verpflichtet

Auch wenn sich trotz zunehmender Verkehrsdichte Unfälle mit Personenschäden auf der Straße zum Glück in Grenzen halten, steht fest: Das Gesetz verpflichtet jeden Autofahrer, bei (Verkehrs-)Unfällen Verletzten im Rahmen der Möglichkeiten zu helfen. Und dies aus gutem Grund: Erste Hilfe kann Leben retten – jedoch nur, wenn sie schnell geleistet wird. Gerade bei schweren Verletzungen entscheiden oft Minuten über Leben und Tod! Ein Verkehrsunfall bedeutet Stress für alle Beteiligten. Besonnenes Handeln nach dem ersten Schrecken kann im Ernstfall Leben retten und rechtliche Sicherheit gewährleisten.

Erste-Hilfe-Set muss im Auto sein

Wirklich sinnvoll und effektiv geleistet werden kann Erste Hilfe jedoch nur mit brauchbarem Verbandsmaterial. Deshalb besteht die Pflicht, ein Erste-Hilfe-Set im Auto mitzuführen – in Deutschland geregelt im Paragraf 35h der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO). Die äußere Form der Verpackung, ob fester Kasten oder Kissen bzw. Tasche, schreibt die StVZO nicht vor, ebenso nicht, an welcher Stelle im Fahrzeug es unterzubringen ist. Den Inhalt der Sets legt in Deutschland die DIN 13164 fest. Seit der letzten Aktualisierung der Norm sind andere Verbandsgrößen vorgeschrieben, ebenfalls neu sind Fingerkuppen-Verbände, zugeschnittene Pflasterstrips und Feuchttücher, die sich zur Reinigung unverletzter Haut verwenden lassen.

Große Preisspannen bei Erste-Hilfe-Sets

Obwohl der Inhalt dieser Erste-Hilfe-Sets in der DIN-Norm festgelegt ist, bestehen zwischen den zahlreichen Erste-Hilfe-Kästen und -Kissen, die im Handel oder Internet angeboten werden, große Preisunterschiede: Von 4,99 bis 25 Euro reichte die Spanne der zehn Erste-Hilfe-Sets.

Grundsätzlich spricht für die Verbandskästen, dass sie stabiler sind und den Inhalt besser gegen Verschmutzungen schützen. Dafür seien Verbandstaschen aufgrund ihrer kompakten und flexibler anzupassenden Form leichter zu verstauen.

Text: ACE LENKRAD · Bild: dpa, Karl-Heinz Augustin

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