BrauchtumLeben

Aufbruch in die Zukunft

Pastoralentwicklung in der katholischen Pfarrgemeinde Füssen

Wir möchten wieder bewusster auf die Menschen zugehen, für sie da sein und damit eine Kirche ganz im Sinne Jesu sein.

„Der Auftrag der Kirche ist nach außen zu gehen. Nicht in Mangelverwalten, sondern in Zukunft gestalten. Wenn es so demografisch weiter geht, müssten wir in 15 Jahren vielleicht Kirchen schließen. Die Kirche ist ein Hoffnungsträger – es ist wertvoll, sie zu erhalten“, erzählt Stadtpfarrer Frank Deuring.

Mit der Pastoralentwicklung will der Geistliche neugierig machen, erfahren, was die Menschen bewegt, welche Erwartungen sie gegenüber der Kirche haben und damit auch junge Menschen ansprechen. „Es ist wichtig zu wissen, wo wir als Kirche gezielt hingehen müssen“, so sein Anliegen. Die Umfrage hat bereits begonnen. Etwa 4.500 katholische Haushalte und Menschen, die in die Kirche gehen oder mit der Kirche sympathisieren, wurden in Füssen, Weissensee und Hopfen bereits mit einer Postkarte angeschrieben. Auf dieser Postkarte ist ein Link mit einem individuellem Zugangscode über den man sich in den Fragebogen online einloggen kann. Für Menschen ohne Zugang zu Online-Medien werden auch gedruckte Exemplare des Fragebogens zur Verfügung gestellt, zum Beispiel nach den Gottesdiensten oder im Pfarrbüro. Der Fragebogen findet sich online unter www.pastoraler-fortschritt.org. Das Ausfüllen des Fragebogens nimmt etwa eine viertel Stunde in Anspruch. Bis zum 10. September sollen die Umfragen beendet sein.

„Wir haben schon immer wieder mal intern Klausurtage gehabt, aber nie in dieser Dimension, nicht in dieser Kategorie“, erklärt der Stadtpfarrer. Ein Jahr lang hat sich die Pfarrgemeinde auf die Pastoralentwicklung vorbereitet und nach einem Leitsatz gesucht. „Es ist wichtig, sich an etwas zu halten. Da ist das Wort Beziehung entstanden – da geht es um die Beziehung zu Gott, anderen Einrichtungen, zu sich selbst … wenn wir Angebote schaffen, schafft es auch Beziehung. Seit mehreren Wochen sind wir mit vielen Menschen in Gesprächen und sehen, dass es ein starkes Wort ist. Es prägt“, erläutert er.

Die Umfrage wird von Dr. Thomas Wienhardt und Bernhard Fendt ausgewertet. Beide können auf Erfahrungswerte zurückgreifen. Aus den Fragen wird eine Auswertung gemacht und daraus die Themen entwickelt. Arbeitsgruppen zur Pastorialentwicklung gibt es schon länger. Die Projektgruppe sucht sich ihr Thema, an dem sie arbeiten möchte, selbst aus. „Die Gläubigen haben die Möglichkeit ihre Kirche mitzugestalten. Es geht mir um die Kreativität, die vielfältige Meinung und die Bilder, die daraus entstehen“, beschreibt Pfarrer Frank Deuring seine Motivation, dieses Projekt in Angriff genommen zu haben. Ihm geht es hier nicht um die Weltkirche sondern um die Menschen in den Landpfarreien und die Vielfalt ihres Glaubens. „Das Land fruchtbar machen wie ein Blumenfeld“, stellt es der Geistliche bildlich vor. Ende September soll dann auch die Auswertung beendet sein. Daraus soll ein Wegweiser für die Neuausrichtung der Pfarrgemeinde werden.

Termine:

Wallfahrt zum „gegeißelten Heiland von der Wies“ am 15. September als Auftakt zur Pastoralentwicklung nützen. Die gemeinsame Hl. Messe findet um 12 Uhr statt mit anschließender Einkehr im Gasthof Schweiger

  • Die Fußwallfahrt startet um 3:30 Uhr am St. Mang Platz
  • Die Radwallfahrt beginnt um 8:00 Uhr am St. Mang Platz
  • „Nur Brettlesweg“ Treffpunkt um 9:00 Uhr mit PKW am Parkplatz Acht Seligkeiten; Aufbruch in Steingaden um 9:30 Uhr
  • Fahrgemeinschaften direkt zur Wieskirche ab 11:00 Uhr am Parkplatz Acht Seligkeiten

Mit der Wallfahrt beginnt auch die Gebetsschule. „Mein Leben und Gott dabei“ heißt es dann vier Wochen lang. Es gibt Hilfestellungen bei Gebeten, Beten in der Stille, Beten mit der Heiligen Schrift, Beten mit Musik und das Stundengebet. Dazu werden auch Gespräche mit Bruder Raphael, Kaplan Christian Wolf und Pfarrer Frank Deuring angeboten.

Mehr Informationen unter: www.katholisch-fuessen.de

Text: Sabina Riegger

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