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Sarajevo – Ein Bildervortrag von Hubert Riegger

Vor 23 Jahren, ist der Bosnien-Krieg zu Ende gegangen. Es ist alles nicht mehr so, wie es früher einmal war. In der Republika Bosna sind die Dorfschilder in kyrillischer Schrift geschrieben. Noch sieht man zerbombte Häuser. Hier scheint die Zeit stillgestanden zu haben, so als ob der Sozialismus immer noch gegenwärtig wäre. Muslimische Dörfer erkennt man sofort. Grüne Fahnen wehen von den Moscheen. Sie sind neu, genauso wie das grüne LED-Licht, das sich um den Minarettturm schlengelt, um am Abend grell zu leuchten. Es ist eine Fahrt in ein Land, das noch lange nicht seinen Weg gefunden hat. Auch Sarajevo hat sich verändert. Die meisten Häuserfassaden sind wieder hergerichtet. Neue Häuser sind gebaut und es herrscht wieder ein Treiben in den Straßen. Als Bosnien 1992 die Unabhängigkeit ausrief, ahnte wohl keiner, wie sehr die Stadt und ihre Bewohner darunter leiden würden. Drei Jahre lang war Sarajevo, in einem Kessel liegt und von Bergen umrahmt ist, von der Außenwelt abgeschottet. Unter Dauerbeschuss versuchten die Bürger ein ganz normales Leben zu führen. Es gab Theateraufführungen, klassische Konzerte, sogar eine Misswahl. Kinder von damals sind heute Stadtführer. Sie erzählen über ihre Jugend und führen die Touristen durch ihre Stadt. Auch durch die Altstadt und den Marktplatz Bascarsija, die heute noch Scharen an Menschen anziehen.

Der Bildervortrag ist am Freitag, 22. Juni um 20 Uhr im Gesellenhaus in Füssen.
Eintritt frei!

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