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10 Jahre Rad-Marathon Tannheimer Tal

Insgesamt 493 Kilometer und 5.520 Höhenmeter

Artikel-Höhepunkte
  • 2015 wurde eine neue Streckenführung notwendig
  • Als Alternative – zwei kürzere Strecken
  • Ein Jahr Vorbereitung – vom ersten Klick bis zur Abholung der Startunterlagen
  • Interview mit Initiator Michael Keller

Interview mit Initiator Michael Keller

Herr Keller, was denken Sie heute, wenn Sie an den ersten RAD-MARATHON Tannheimer Tal 2009 zurück denken?

Der Radmarathon war anfangs ja nur ein Versuch. Dass das damals dann gleich so eingeschlagen hat und vor allem, was sich daraus bis heute entwickelt hat, konnte wirklich keiner absehen. Eintausend Teilnehmer waren es bei der Erstauflage, das hat uns natürlich dazu bewogen, damit weiter zu machen. Damals gab es auch nur zwei Strecken, eine lange und eine kurze. Jetzt, neun Jahre später, sind es vier. Die größte Veränderung in den letzten Jahren ist aber, dass sich die einzelnen Distanzen sehr gut entwickelt haben. Damals wurden die Runden sehr leistungsorientiert gefahren, das betrifft heute aber nur noch die große 220 Kilometer-Runde. Die 130, 85 und nun auch die 58 Kilometer sind jetzt Radtouristik-Fahrten mit Gleichgesinnten. Der RAD-MARATHON vereint also die sogenannten „Racer“, also die Sportiven und die Hobby- und Genuss-Radler. Es gilt das Motto „Erlebnis vor Ergebnis“, wie es Radprofi Marcel Wüst immer so schön sagt.

Was hat es mit dieser neuen Strecke zum 10-Jährigen auf sich?

Die neue Strecke geht über eine Distanz von 58 Kilometern. Das Besondere daran ist, dass wirklich jeder, der ein Fahrrad hat, hier mitfahren kann, egal ob mit einem Mountainbike, Rennrad, E-Bike oder auch mit einem Liegerad.

Was ist es, was den RAD-MARATHON Tannheimer Tal für die Teilnehmer ausmacht? Warum ist dieses Sportevent für viele Radsportler mittlerweile auch zu einem echten Pflicht-Termin geworden?

Ich glaube, es ist das Gesamt-Paket, das die Teilnehmer bei uns bekommen. Abgesehen von der Organisation, der Verpflegung und den Sicherheitsaspekten, ist es das Ambiente, das die Teilnehmer dabei erleben. Dazu kommen die einmaligen Aussichten, die die Radler immer wieder aus den verschiedensten Perspektiven genießen können, auf dem Weg in die Berge und auch wieder zurück. Das größte Feedback, das wir bekommen ist aber, dass wir eine familiäre Veranstaltung sind, trotz der mittlerweile ordentlichen Größe des Events.

Auch die Teilnehmerzahl ist in den vergangenen neun Jahren stets angewachsen. Knapp Eintausend waren es 2009, in diesem Jahr werden es rund doppelt so viele. Da kommt die Frage auf, wie groß das Event noch werden kann.

Teilweise sind wir vom Limit gar nicht mehr so weit entfernt. Denn für jede einzelne der Strecken gibt es eine behördliche maximale Teilnehmerzahl. So dürfen es bei der 58-Kilometerstrecke höchstens 500 Teilnehmer sein, auf der 85- und 130-Kilometerstrecke 1.000 und auf der großen Strecke 1.500. Etwas Luft haben wir also noch.

Seit dem zweiten Jahr gibt es die offizielle „RAD-MARATHON Tannheimer Tal Kollektion“, bestehend aus RadTrikot und RadHose, alljährlich neu designed. Was habt Ihr Euch hier für dieses 10-jährige Jubiläum einfallen lassen?

Von Beginn an bekommen alle Teilnehmer als Teilnehmergeschenk zwei Paar RadSocken und eine Trinkflasche, was man als Radler ja immer gut brauchen kann. Ab dem zweiten Jahr kam dann auch ein eigenes RAD-MARATHON-Trikot dazu, das zusätzlich erworben werden kann. In diesem Jahr ist die Kollektion ganz im klassischen Stil entworfen, in den Farben Rot, Weiß und Schwarz. Die Auflage ist mit 1.000 Trikots limitiert. Das RadTrikot ist für viele Teilnehmer mittlerweile schon fast wie zu einer Trophäe geworden.

Herr Keller, Sie sind selber ehemaliger Amateur-Radrennfahrer und waren Österreichischer Mountainbike-Bundestrainer. Wären Sie nicht selbst auch mal gerne direkt auf der Strecke mit dabei?

Natürlich würde es mich reizen, aber dafür fehlt einfach die Zeit, schließlich hat man als Organisator und Verantwortlicher auch einige Verpflichtungen. Der organisatorische Aufwand ist einfach enorm. Entweder bist Du Organisator oder Teilnehmer, beides geht nicht, da gibt es auch keinen Kompromiss. Zudem fehlt mir gerade in der Vorbereitung auf das Event die nötige Zeit für das Training.

Vielen Dank für das Gespräch und Viel Erfolg!

Ich Danke Ihnen für das Interesse.

 

Interview: Lars Peter Schwarz · Text: FA/pm · Bilder: privat

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