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Füssens Hauptamtsleiter reicht Kündigung ein

„Die Zeit ist für mich gekommen, mich neuen Aufgaben und Herausforderungen zu stellen und mich beruflich neu zu orientieren. Somit habe ich mein Arbeitsverhältnis fristgerecht bei der Stadt Füssen gekündigt. Es war eine schöne, interessante und spannende Zeit, welche mich menschlich und persönlich sehr geprägt hat.“ So heißt es unter anderem in der persönlichen Erklärung von Andreas Rist, der seinen Posten als Hauptamtsleiter der Lechstadt nun aus eigenem Entschluss räumt.

Die Entscheidung kam schnell und recht unerwartet, denn erst am gestrigen Tag, knappe 24 Stunden zuvor, hatte die Stadt zu diesem außerordentlichen Pressetermin geladen. Der Rücktritt sei eine Konsequenz aus den Geschehnissen in der Vergangenheit, erklärte Füssens Bürgermeister Paul Iacob. „Es ist bedauerlich, dass es in einem demokratischen Staat möglich ist, einen Menschen über eine so lange Zeit zu denunzieren, wie es hier passiert ist. Das kann ich nicht akzeptieren.“ Ein Mitglied der „Aktiven Bürger“ hatte in der vergangenen Zeit immer wieder Vorwürfe gegen den Amtsleiter erhoben und ihm klaren Titelmissbrauch und fehlende Qualifikationen für das Amt vorgeworfen.

Andreas Rist begann seine Ausbildung in der Verwaltung des Landratsamtes Ostallgäu 1993. Im Jahr 1998 erfolgte die Einstellung bei der Stadt Füssen. Im April 2002 legte er schließlich die Prüfung als Betriebswirt (VWA) ab und wurde im Mai desselben Jahres stellvertretender Kämmerer der Stadt. 2007 übernahm Rist dann die Geschäftsleitung des Zweckverbands und wurde in das Amt des stellvertretenden Hauptamtsleiters berufen. Seit Februar 2008 war der gebürtige Füssener nun Hauptamtsleiter der Stadt.

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1 Kommentar

  1. Schade, dass Bürgermeister Paul Iacob die Kündigung mit so vielen Halbwahrheiten und falschen Anspielungen Stellung zur Kündigung von Andreas Rist nimmt. Herr Rist ließ sowohl den Stadträten, wie auch der Presse eine schriftliche Stellungnahme durch Paul Iacob verlesen, die auch von mir, dem Füssener Bürger, der Herrn Rist angeblich zu Fall brachte, mit großem Respekt wahrgenommen wurde. Da ich keinen Grund habe Herrn Rist persönlich zu schaden, hätte ich den „Fall Rist“ mit dem Vollzug seiner Kündigung ruhen lassen, sofern Herr Rist sich seinen neuen Herausforderungen außerhalb des Landkreises Ostallgäu stellt und den Posten des Geschäftsführers des Allgäuer Zweckverbandes niederlegt.

    Die Aussagen des Paul Iacob in diesem Interview, sowie die Unwahrheiten, die Paul Iacob über mich hinter meinem Rücken verbreitet, lassen ein Ruhen der Angelegenheit leider nicht zu. Um einer Schlammschlacht vorzubeugen mache ich hier ein letztes Mal Paul Iacob das Angebot, dass wir uns zu einem öffentlichen Streitgespräch im Festspielhaus oder im Soldatenheim treffen, in dem wir uns von Angesicht zu Angesicht mit einem Austausch von stichhaltigen Argumenten unter Vorlage von Dokumenten und beglaubigten Zeugenaussagen dem Urteil der Bürger von Füssen stellen. – Meine bisherigen Angebote in den vergangenen Jahren, diesen Austausch im kleinen Kreis durchzuführen, oder unsere Meinungsverschiedenheiten in einem persönlichen Gespräch, zum Wohle Füssens mit einem Mediator beizulegen, hat Paul Iacob bislang ignoriert.

    Ich hoffe, dass nach dieser Zäsur die Säbel beiseite gelegt werden können, um gemeinsam mit der Verwaltung, den interessierten Stadträten und den aktiven Bürgern von Füssen, unsere Stadt jeden Tag ein klein wenig lebenswerter gestalten zu können. Wer gemeinsam mit mir an einem Neuanfang in Füssen interessiert ist, möge Kontakt zu mir aufnehmen.

    Mit besten Wünschen für Füssen
    Harald Vauk

    Geometerweg 2 1/2
    87629 Füssen
    haraldvauk@gmx.de
    0173 647 88 40

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