FrauenMenschen

Eine solide Ausbildung

Sprungbrett für ein Studium

Lena Köhler hat Pläne, große Pläne, die realistisch sind. Jetzt macht sie erst einmal ihre krankenpflegerische Ausbildung, dann wird sie noch ein Jahr arbeiten, bevor sie ein Medizinstudium beginnen will. Warum sie diesen Umweg macht, hängt schlichtweg damit zusammen, dass sie erst eine solide Ausbildung haben will um den Menschen erst einmal richtig verstehen zu können. Und da ist noch der Numerus Clausus, der vielen potenziell guten angehenden Ärzten einen Strich durch die Rechnung macht. Lena Köhler lässt sich nicht entmutigen, im Gegenteil. Sie ist im dritten Lehrjahr und hat gerade ihren zweiten ambulanten Einsatz als Praktikantin im Allgäu.

„Diesen Einsatz können wir überall absolvieren, selbst im Ausland“, erzählt die junge Frau aus Hamburg. Sie hat sich für Füssen entschieden. „Ich wollte in eine andere Region und etwas komplett anderes machen. Etwas was ich in der Pflege noch nicht kenne, und da habe ich im Internet nach Ambulanten Intensivpflegediensten gesucht“, so die junge Frau, die ihre Ausbildung am Universitätsklinikum Eppendorf macht. Die Ambulante Intensivpflege Becker entsprach ihren Anforderungen. „Ich rief an und fragte, ob ich ein vierwöchiges Praktikum bei ihnen machen kann. Sie haben zugesagt und jetzt bin ich da und beeindruckt, was sie leisten und wie patientenorientiert sie arbeiten. Es ist sehr viel Neues für mich“, beschreibt die 20-Jährige ihre Eindrücke. Der Ambulante Intensivpflegedienst Becker (AI Becker) hat eine Wohngruppe für intensivpflegebedürftige Patienten. Gleichzeitig werden solche Patienten auch zuhause betreut.

Für Lena Köhler ist das alles Neuland und nicht mit dem Krankenhausalltag zu vergleichen. „Die Krankheitsbilder sind sehr krass und ich hatte einen ziemlichen Respekt, was mich bei der häuslichen Intensivpflege erwartet“, erklärt sie. Eine intensive Anleitung und Vorbereitung bekam sie von Toni Mayrock, der seit 2015 in der häuslichen Intensivpflege ist. Als Praxisanleiter bereitete er die Praktikanten sowohl in der Praxis als auch in der Theorie vor. „Für mich ist das nicht nur lehrreich. So kann ich auch am Besten lernen und später auf dieses Wissen zurück greifen“, ist sich Lena Köhler sicher. „Unser Beruf ist sehr, sehr vielfältig. Wir haben eine Grundausbildung und können damit überall arbeiten und uns später spezialisieren“, beschreibt Mayrock seinen Beruf als Gesundheits- und Krankenpfleger. Bis Ende März ist Lena Köhler noch bei der AI Becker. Durch dieses Praktikum fühlt sie sich noch mehr in ihrem Beruf bestätigt: „Es klingt groß, aber ich will ein bisschen was verändern und ich will was lernen. In dem Beruf bin ich richtig.“

Text · Bild: Sabina Riegger

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