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Wenn Hunde und Katzen zum Tierarzt gehen

Aus der Tierarztpraxis

Katzen und Hunde sind von Natur aus Jäger. Sie lauern oft stundenlang ihren Beutetieren auf, um diese dann mit einem gezielten Biss zu töten. Gelingt es einem sich „selbst versorgenden“ Tier nicht, die Beute sicher zu fassen und zu töten, wird dieses auf Dauer gesehen verhungern. Durch den immensen Überlebenswillen wird es zwar weiter auf Jagd gehen, aufgrund zunehmender körperlicher Schwäche allerdings immer seltener Beute machen.

Daran sieht man, wie überlebenswichtig gesunde Zähne bei wildlebenden Tieren sind. Unsere Haustiere sind nicht mehr darauf angewiesen, sich täglich ihre Beute zu fangen. Allerdings leiden sie oft still und zeigen ihren Schmerz nicht (wie wir es erwarten würden). Erst im Extremfall stellen die Tiere das Fressen ein.

So ist es nicht verwunderlich, dass die wenigsten Hunde und Katzen aufgrund einer Zahnerkrankung zum Tierarzt gebracht werden. Häufig werden diese Probleme erst bei einer routinemäßigen Untersuchung festgestellt. Nach einer Zahnbehandlung stellen Tierbesitzer dann fest, dass die vermeintliche Alterserscheinung (wie z. B. Apathie oder Fressunlust) verschwunden sind.

Aber die Schmerzen sind nicht das einzige Problem:

Plaque- und Zahnsteinbildung auf Zahnoberflächen ist normal und zunächst „nur“ ein hygienisches Thema. Die weitaus größere Gefahr für die Zähne ist die begleitende Entzündung in der Tiefe, die den Kiefer angreift und einen „Bakterienpool“ erzeugt, der via Blut und Lymphe innere Organe nachhaltig schädigen kann.

Um das zu verhindern ist eine professionelle Zahnreinigung von Nöten. Dabei werden Plaque und Zahnstein sowie entzündetes Gewebe gründlich entfernt und anschließend die Zähne poliert, denn auf einer glatten Oberfläche haften die neuen Beläge nicht so schnell.

Gelockerte oder beschädigte Zähne müssen gezogen werden, um Schmerzfreiheit zu schaffen. Eine der häufigsten Zahnerkrankungen bei Katzen sind die „Felinen odontoklastischen resorptiven Läsionen (FORL)“, bei der der Zahn angegriffen wird und sich regelrechte Löcher bis in die Tiefe des Zahnes fressen. Ihr Tier leidet dann an großen Schmerzen und oft müssen Zähne gezogen werden, was vielleicht durch eine regelmäßigere Reinigung zu verhindern gewesen wäre.

Viele Besitzer sind besorgt, dass ihre Lieblinge mit nur wenig verbliebenen oder sogar komplett fehlenden Zähnen nicht mehr fressen können. Das wiederum wird von den Tieren selbst widerlegt:

Nach einer professionellen Zahnsanierung kauen sie fröhlich ihr Trockenfutter.

Tierarztpraxis Dean Lawrence
Abt-Hafner Straße 5 · 87629 Füssen im Allgäu
Telefon: +49 (0) 8362 92 58 27 · 24h Notrufbereitschaft
Sprechzeiten: Mo-Fr 9:00-18:30 Uhr, Sa. 9:00-12:00 Uhr

Tierarztpraxis am Maximiliansplatz, Stephanie Brumme de Paiba
Kaiser-Maximilian-Platz 6 · 87629 Füssen
Telefon: 0 83 62 / 39 74 1
Sprechzeiten: Mo, Di, Do, Fr 08-12 Uhr u. Mo, Do 15-17 Uhr

Text: Stephanie Brumme de Paiba

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1 Kommentar

  1. Es ist wahr, dass die Probleme einer Zahnerkrankung oft erst erkannt werden, wenn wir mit unseren Tieren eine routinemäßige Untersuchung beim Tierarzt machen. Bei mir war es auch so, ich habe darauf nie wirklich viel geachtet, aber als ich vor 2 Monaten bei der Tierärztin war, haben wir beschlossen eine Zahnbehandlung zu machen um die Plaque- und Zahnsteinbildung zu entfernen. Mir war nie so richtig bewusst, dass eine Entzündung den Kiefer angreifen könnte und dadurch ein Bakterienpool erzeugt wird, der via Blut und Lymphe innere Organe schädigen kann. Das hört sich überhaupt nicht gut an! Wir werden jetzt immer nach einer bestimmten Zeit eine professionelle Zahnreinigung machen lassen damit meine Hündin in der Zukunft keine Schmerzen hat oder Zähne ziehen muss. Danke für diesen Beitrag.

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