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Die Jöchelspitze

Ein Eldorado für Naturliebhaber

Auf 1.800 Metern liegt die Bergstation der Jöchelspitz-Bahn. Die Jöchelspitze ist eine der sonnigsten und schönsten Aussichtspunkte der Region. Von der Bergstation aus genießt man ein traumhaftes Alpenpanorama und schöne Wanderungen, die durchaus auch für Kinder geeignet sind. Auch für anspruchsvolle Wanderer bieten sich Wanderrouten an mit  unvergesslichen Bergerlebnissen. 

Der Gipfel der Jöchelspitze ist von der Bergstation aus in einer gemütlichen Wanderung erreichbar. Der Blumenlehrpfad Jöchelspitze bringt der ganzen Familie die einzigartige Blumenvielfalt der Region näher und das Lechtaler Bergheu Museum eröffnet Einblicke in das frühere Leben der Lechtaler Bergbauern. Gemütliche Hütten und Almen, wie die Sonnalm oder die Bernhardseck-Hütte, laden zu einer Rast ein. Direkt an der Bergstation ist das  Bergrestaurant Sonnalm. Hier kann man die Sonne und das Alpenpanorama genießen. Die Jöchelspitze ist für Drachenflieger und Paragleiter ein wahres Eldorado. Die Bergstation der Jöchelspitze ist der ideale Ausgangspunkt für viele Wanderungen. Eine abwechslungsreiche Auswahl verschiedenster Wander- und Bergtouren, verbunden mit dem eindrucksvollen Panorama der Lechtaler und Allgäuer Alpen, machen diese Ausflüge zu einem ganz besonderen Erlebnis.

Panoramaweg zur Bernhardseckhütte

Die schönste Rundwanderung in den Allgäuer Alpen: von der Bergstation Jöchelspitze in ca. 3 Stunden über den Lachenkopf und den Lechtaler Panoramaweg zur Bernhardseckhütte. Dann folgt der Abstieg über Klapf direkt zum Parkplatz der Lechtaler Bergbahnen.
Gehzeit: ca 5:25 h

Großer Krottenkopf

Der Weg zum Großen Krottenkopf, mit stolzen 2.657 m der höchste Gipfel der Allgäuer Alpen, führt vorbei am Strahlkopf und der Rahmstallspitze. Auf diesem Weg erreichen Sie auch die Kemptner Hütte, die Roßgumpen Alm (E5) und die Hermann-von-Barth-Hütte.
Gehzeit: ca. 4:45 h

Rundweg Jöchelspitze

Über Windegg zum 2.226 m hohen Jöchelspitz-Gipfel und über den Botanischen Lehrpfad zurück zur Bergstation (Rundblick von den Allgäuer, über die Lechtaler bis zu den Ötztaler Alpen).
Gehzeit: ca. 2:00 h

Nervenkitzel am Simmswasserfall!

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Direkt beim Simmswasserfall im Höhenbachtal in Holzgau wurde vom Tourismusverband ein neuer Klettersteig errichtet. Das Lechtal bietet zwar unendlich viele Wanderwege und Kletterrouten, aber in puncto Klettersteige war das Lechtal bis dahin quasi ein weißer Fleck auf der Landkarte. Es wurde das Ziel verfolgt, einen Klettersteig möglichst nahe am Dorf zu realisieren, welcher durch bereits vorhandene Wege erreichbar ist und somit keine neuen Erschließungswege benötigte. Der Klettersteig sollte nicht zu schwierig werden und eine möglichst breite Zielgruppe ansprechen.

Auch war es den Verantwortlichen ein großes Anliegen, keine Ruhezonen zu berühren bzw. in sensible Naturschutzgebiete einzugreifen. Somit fiel die Entscheidung recht schnell auf den Standort am Simmswasserfall. Dieser Bereich war schon bisher sehr stark frequentiert und durch Fahr- und Wanderwege erschlossen. Selbst der Simmswasserfall ist kein natürlicher Wasserfall, sondern ein von „Menschenhand geschaffener Wasserfall“. Sir Frederick Simms aus London ließ an dieser Stelle um 1900 den Wasserlauf des Höhenbaches durch Sprengungen verändern, wodurch der Wasserfall entstand und seither auch den Namen des damaligen Jagdpächters „Simms“ trägt.

Der Klettersteig ist von Holzgau in 20 Minuten auf dem bestehenden Wanderweg im Höhenbachtal bequem erreichbar und am Retourweg kann man auch eine Variante über die 200 m lange Hängebrücke nehmen. Die Kletterroute verläuft direkt an den Felsen rund um den Simmswasserfall. Unmittelbar neben dem Einstieg gibt es in der kleinen Bärenhöhle ein Rucksackdepot mit kurzem Übungsklettersteig und Anseilplatz.

Als besonderes Highlight gibt es auch drei Seilbrücken, wobei zwei dieser Seilbrücken direkt über den tosenden Simmswasserfall führen. Die Überquerung dieser Seilbrücken ist sowohl für Kletterer als auch für Zuschauer ein besonderes Erlebnis. Sowohl der beliebte Lechweg als auch der stark frequentierte Fernwanderweg E5 führen direkt am Klettersteig vorbei.

Die Ferrata gliedert sich in drei verschiedene Bereiche bzw. Schwierigkeitsgrade. Dadurch ist der Klettersteig nicht nur für Familien geeignet, sondern bietet auch für anspruchsvolle Klettersteiggeher interessante Passagen. Am Gamsfelsen ist die Runde am leichtesten (B/C), wer über die Seilbrücken zum Steinbockfelsen wechselt, muss eine kurze C-Stelle klettern. Wer sich an der Adlervariante an der Nordseite versucht, muss eine kurze Passage D/E bewältigen. Am höchsten Punkt erreicht man den Aussichtspunkt „Gamsblick“ mit herrlichem Panorama über das Höhenbachtal und den Wasserfall. Der Klettersteig ist 350 Meter lang und darf nur mit Klettersteigausrüstung (Helm, Gurt u. Klettersteigset) begangen werden.

Text: Sabina Riegger
Bilder: Hubert Rieger / Elmar Blaas

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