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Der neue Betriebsleiter der Forggensee-Schifffahrt

Die Forggensee-Schifffahrt hat einen neuen Betriebsleiter. Dirk Schranz ist 42 Jahre alt und kommt aus Hessen. Der Feuerwehrbeamte war bei der Stadt Wiesbaden angestellt und war 18 Jahre als Feuerwehrbeamter und davon sieben Jahre auf dem Feuerlöschboot tätig. Seit dem 1. April ist er nun in Füssen.

Dass man so eine interessante Tätigkeit für das beschauliche Füssen aufgibt, konnten anfangs nicht alle Freunde und Kollegen verstehen. Spästestens dann, als ihnen Dirk Schranz eine PowerPoint-Präsentation von seinem neuen Wohnort, dem Arbeitsplatz und der Umgebung zeigte, verstanden sie seine Entscheidung, ins Allgäu zu ziehen. So unbedarft kam der Hesse allerdings nicht nach Füssen. Bereits zwei Jahre zuvor mietete er eine Ferienwohnung in Lechbruck an. „Uns gefiel es so gut hier, dass wir uns spontan dazu entschlossen“, erzählt der 42-Jährige, der letztes Jahr in Füssen heiratete. Dass den Allgäuern eine gewisse Zurückhaltung gegenüber Fremden nachgesagt wird, das konnte Dirk Schranz nicht bestätigen. Im Gegenteil, er und seine Familie sind sehr freundlich empfangen worden. Als kleiner Junge und Jugendlicher war er mit seinen Eltern regelmäig im Chiemgau. Irgendwann fuhr er nicht mehr mit. Die Zeit, Urlaub mit den Eltern zu machen, war vorbei.  Schranz hat sich in Füssen und Lechbruck gut eingelebt, seine Familie auch. „Wir haben unsere kleine Tochter in unsere Pläne mit einbezogen. Hätte sie nein gesagt, wären wir nicht hierher gekommen“, so Schranz. Mittlerweile ist er Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr in Lechbruck und er hat sich letztes Jahr einen langersehnten Hobby-Wunsch erfüllt. Dirk Schranz spielt die Steirische Harmonika.

Für Werksleiter Helmut Schauer ist der neue Betriebsleiter ein Glücksgriff. „Er bringt alle Qualifikationen mit, die wir uns vorgestellt haben und brauchen.“ Gemeinsam mit seiner neuen Crew geht es dann ab 1. Juni los. Dass das Arbeiten auf dem Forggensee ein ganz anderes sein wird als auf dem Rhein, ist dem Vater zweier Töchter, 20 und sechs Jahre alt, klar. Aufregende oder gefährliche Situation muss er nicht mehr haben. Das hatte er zu genüge. „Ich habe alles erlebt, schöne und ganz schlimme Sachen. Mit 30 und 35 Jahren macht man das noch locker mit, später wird es dann etwas schwieriger. Ich hatte das Glück, schlimme Sachen gut verarbeiten zu können. Andere konnten das nicht. Dafür gab es Seelsorger, die uns beiseite standen, um das Geschehene gut verarbeiten zu können“, erzählt Schranz aus seinem Berufsleben. In Füssen wird er eine Mannschaft von 15 Mitarbeitern, Aushilfen inbegriffen, führen und motivieren.

Nächstes Jahr feiert die Forggensee-Schifffahrt das 60-jährige Bestehen. Und das wird groß gefeiert. „Wir planen am 24. Juni ein Hafenfest mit Musik und Ständen“, so Werksleiter Helmut Schauer. Auch die Promenade soll verschönert werden, unter anderem auch mit einer Überdachung, welche die wartenden Passagiere vor Regen und Sonne schützen soll. Schauer hofft für dieses Projekt Fördergelder zu bekommen. Dann könnte mit der Sanierung nächstes Jahr bereits begonnen werden.

Text · Bild: Sabina Riegger

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