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10 Jahre Pflegezentrum OptiMMed in Füssen

Ein Rückblick auf eine Zeit, die sehr viel Freude bereitet hat

Der Füssener Pflegedienst OptiMMed feiert in diesem Jahr bereits sein zehnjähriges Bestehen. Eine lange Zeit, in der sehr viel passiert ist. 2006 hatte damals alles angefangen, zunächst noch in kleineren Räumen in der Sebastianstraße, bereits vier Jahre später zog der Pflegedienst dann in die Kemptener Straße neben die Tennishalle. Insgesamt fällt die Bilanz mehr als positiv aus, freut sich Geschäftsführerin Olga Hegel. Zusammen mit ihrer Kollegin Kerstin Ulrich leitet sie das Unternehmen.

Das Aufgabengebiet erstreckt sich von der Betreuung über Intensivpflege oder Personenbeförderung bis hin zu hauswirtschaftlichen Tätigkeiten und der Versorgung von demenzkranken Patienten. Das Team von OptiMMed, das mittlerweile nahezu international besetzt ist, betreut dabei jüngere und ältere Menschen im gesamten Füssener Raum. Darunter sind auch viele Menschen, die eine besonders aufwändige Pflege benötigen. So kümmern sich die kompetenten Pflegekräfte um Verbandswechsel, Wundversorgung oder Beatmung. Je nach dem individuellen Bedarf des Patienten arbeitet der Pflegedienst zu allen Tages- und Nachtzeiten.

Patienten und Mitarbeiter feiern gemeinsam
Das Besondere an diesem Beruf ist der intensive und persönliche Kontakt mit den Menschen, sagt Olga Hegel. „Deswegen ist es auch wichtig, dass es bei den Patienten nicht zu einem ständigen Wechsel der Mitarbeiter kommt, das würde nicht gut tun.“ So hat jeder Patient seine festen Pfleger, manche werden bereits über  viele Jahre hinweg betreut. Der Rückblick auf die vergangenen zehn Jahre bereitet Schwester Olga dabei viel Freude, zumal zu vielen Patienten ein besonders enger Kontakt entstanden ist. So ist die traditionelle Weihnachtsfeier sowohl für die Mitarbeiter, als auch für die Patienten mittlerweile ein echter Höhepunkt geworden. „Die Patienten lieben das, sie freuen sich schon Wochen vorher darauf und strahlen dann, wenn wir sie zuhause abholen.“ Auch eine Schifffahrt auf dem Forggensee oder ein Sommerfest haben wir schon veranstaltet, das hat allen sehr viel Spaß gemacht.“

Es geht darum, das Leben zu bereichern
Oft ersetzen die Mitarbeiter auch eine ganze Familie. „Die Pflege ist nicht der Job, in dem man das Geld verdient. Wenn man zum Patienten kommt, bringt man immer die Sonne mit, die muss man im Herzen tragen und wer das nicht hat, der ist in dem Beruf fehl am Platz.“ Der enge persönliche Kontakt macht die Arbeit allerdings nicht leichter, sagt Olga Hegel etwas nachdenklich, vor allem, wenn Patienten dann gehen. Denn auch Menschen, die im Sterben liegen, werden von dem Pflegezentrum oft begleitet. „Das ist manchmal sehr schwer, denn ich fühle mich eher dazu verpflichtet, das Leben zu bereichern, nicht den Tod, aber es gehört nun mal alles dazu. Es gibt da auch ein paar Häuser, in denen Patienten gelebt haben, die ich begleitet habe. Wenn ich da heute vorbeigehe, dann merke ich den Kloß im Hals. Ich merke, wie sehr sie mir fehlen.“

Grundsätzlich hat jeder Mensch ein Anrecht auf Pflege. Für die jeweilige Kostenübernahme, die immer individuell geklärt werden muss, kommen dann meist mehrere Möglichkeiten in Frage. Oft wird Schwester Olga als staatlich qualifizierte Pflegeberaterin auch direkt in Krankenhäusern konsultiert. Der Begriff OptiMMed steht dabei für eine optimale medizinische und pflegerische Betreuung. Bereits mehrfach wurde die Qualität der Arbeit bei der MDK-Prüfung mit Bestnoten ausgezeichnet. Dieses hohe Niveau, das nur dank der gewissenhaften Mitarbeiter erreicht werden konnte, gilt es nun zu halten, wünscht sich Olga Hegel für die Zukunft.

Text: Lars Peter Schwarz · Bild: Sabina Riegger

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