Kurz berichtetLokales

Konzessionsvertrag Stadt Füssen – EWR

Unterzeichnung nach 2-jähriger Vorbereitungsphase

Gut Ding will Weile haben, das gilt für den Konzessionsvertrag, der zwischen der Stadt Füssen und den Elektrizitätswerken Reutte (EWR) nach 2-jähriger Vorbereitung jetzt im Rathaus unterzeichnet wurde und ab 01.01. 2016 für 20 Jahre Gültigkeit hat, der aber nur die Bereitstellung der Stromleitungen betrifft, nicht die Stromlieferungen. Die Stadt erhält eine jährliche Konzessionsabgabe in Höhe von 420.000 Euro. Damit wird eine sehr lange Tradition weiterhin fortgeführt, denn das EWR ist schon seit 111 Jahren bewährter und zuverlässiger Partner. Die Einführung elektrischen Lichtes läutete in Füssen den Fortschritt ein, veröffentlicht unter „Lokales am 14. November 1904“. Der Stadtmagistrat wurde damals für seine mutige und fortschrittliche Entscheidung und Verhandlungskunst gelobt.

Der lange Vorlauf war erforderlich wegen einer notwendigen Ausschreibung im Bundesanzeiger und vielen Beratungen und Beschlüssen zu diesem wichtigen Vertrag. Die Bewerber Lechwerke AG (LEW) und das Allgäuer Überlandwerk (AÜW) haben ihre Bewerbungen vorzeitig zurückgezogen, eine Auswertung des Wettbewerbes war damit kurzerhand hinfällig. Der neue Vertrag bedeutet für die Stadt Planungssicherheit mit einem fairen Netzbetreiber, der gleichzeitig auch Versorger ist und 13 eigene Wasserkraftwerke betreibt, die regenerative Energie liefern. Das EWR mit 140 aktiven Mitarbeitern, viele auch aus dem Altlandkreis Füssen, wurde mit dem Qualitätssiegel „Top-Lokalversorger“ ausgezeichnet, seine Kunden schätzen den guten Service, belegt durch eine Umfrage. Die EWR investieren in den Netzausbau jährlich 1-3 Millionen Euro und hat gemeinsam mit der Stadt Füssen einen Energiebeirat ins Leben gerufen.

Info
Die EWR erzeugt mit 13 eigenen Kraftwerken ca. 160 Millionen Kilowattstunden (KWh) elektrische Energie pro Jahr. Und dies ausschließlich durch umweltschonende Wasserkraft. Damit dies auch in Zukunft reibungslos funktioniert, investieren sie jährlich zwischen acht und zehn Millionen Euro im Tiroler Versorgungsgebiet sowie auf bayerischem Boden. Und inzwischen auch im Stanzertal: Dort entsteht derzeit ein neues Kraftwerk, dessen größter Gesellschafter die EWR mit einem Anteil von 34 Prozent sind.

Text · Bild: Manfred Sailer

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