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Der neue Trend

Vegane Ernährung – wie gesund ist sie?

In den letzten Jahren hat die vegetarisch-vegane Lebensweise einen enormen Aufschwung erlebt. „Vegetarisch-vegan“ ist als Lebensstil in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Die Gründe, warum sich immer mehr Menschen für einen vegetarisch-veganen Lifestyle entscheiden, sind vielfältig: wachsende Klima- und Umweltprobleme, Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht und Diabetes, die grausamen Bedingungen der Massentierhaltung oder sich häufende Lebensmittelskandale. In Deutschland leben aktuell rund sieben Millionen Vegetarier, 800.000 unter ihnen leben rein pflanzlich, also vegan.

Wirtschaft reagiert: vegane Supermärkte, Cafés und Kochbücher

Die Infrastruktur in Deutschland für vegetarisch und vegan lebende Menschen ist so gut wie nie zuvor. In einigen Großstädten gibt es vegane Supermärkte, in jeder mittelgroßen Stadt gibt es mittlerweile vegane Restaurants und Cafés. Auch die Zahl der Neuveröffentlichungen veganer Kochbücher spricht für sich: Wurden 2011 zwölf Kochbücher veröffentlicht, waren es 2012 bereits 23 und im Jahr 2013 schon über 50. Oft stecken ethische oder weltanschauliche Gründe hinter einer fleischlosen Ernährung. Allergiker, Personen mit Laktoseintoleranz oder Menschen, die sich besonders gesund ernähren wollen, streichen ebenfalls Milch, Ei und/oder Fleisch vom Speiseplan. Aber auch Massentierhaltung, Fließbandschlachtung und Tiertransporte unter quälerischen Bedingungen haben Vielen den Appetit auf Fleisch verdorben. Für Einige ist es dann zu einer veganen Ernährung nur noch ein weiterer, konsequenter Schritt. Denn Milch- und Eierproduktion sind untrennbar mit der Fleischwirtschaft verbunden.

Wie gesund ist vegane Ernährung?

Wer sich vegan ernährt, muss seine Nahrung sorgfältig zusammenstellen, um Defizite zu vermeiden. Neben reichlich Obst und Gemüse, insbesondere dunkelgrünen Gemüsen, sollten Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte einschließlich Sojaprodukten regelmäßig auf dem Speiseplan stehen. Nüsse, Samen und pflanzliche Öle dürfen ebenfalls nicht fehlen. Sinnvoll ist es zudem, ein calciumreiches Mineralwasser auszuwählen und eisenreiche Getreide- und Gemüsegerichte mit vitamin-C-haltigem Obst oder Säften zu kombinieren. Die wohlbedachte Einnahme von Nahrungsergänzungen beispielsweise von Vitamin B12 oder der Verzehr nährstoffangereicherter Lebensmittel können helfen, Nährstofflücken zu schließen. Patienten mit erhöhtem Nährstoffbedarf, Säuglingen und Kleinkindern, Heranwachsenden, Senioren, Schwangeren und Stillenden ist von einer rein pflanzlichen Kost abzuraten. Schon durch den gelegentlichen Verzehr von Milch- und Milchprodukten lassen sich kritische Versorgungslücken zum Beispiel an Vitamin B2 und B12 sowie Calcium schließen.

Text: FA

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