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Radrunde Allgäu: Die Runde in die schönsten Ecken

Zertifizierung zur „ADFC-Qualitätsradroute mit vier Sternen“

Gerade erst ein paar Monate alt, im Juni dieses Jahres wurde die „Radrunde Allgäu“ nach zweijähriger, intensiver Vorarbeit der Öffentlichkeit präsentiert und jetzt schon quasi in den Adelsstand erhoben. Die völlig neue Idee eines Radrundweges mit 450 Kilometern Länge und beachtlichen nahezu 4000 Höhenmetern, die es dabei zu überwinden gilt, ist in Deutschland etwas Einmaliges. Mit dieser 450 Kilometer langen Strecke ist es zum ersten Mal einer Destination gelungen, eine völlig neue Routenführung zu setzen. Denn anders als bei den bekannten Flussrouten geht es hier nicht um eine Tour von einem Punkt zum nächsten, sondern um das buchstäbliche „Erradeln“ einer Region mit ihren Geschichten, Persönlichkeiten und unterschiedlichen Landschaftsformen.

Bernhard Joachim, Geschäftsführer der Allgäu GmbH, äußerte sich erfreut über die sehr gute Zusammenarbeit von allen vier Landkreisen, vierzehn Allgäuer Orten und allen weiteren touristischen Partnern, die im Team dazu beigetragen haben, dieses anspruchsvolle Projekt in dieser großen Qualität auf die Beine zu stellen. Bernhard betonte, dass von Anfang an Wert auf Qualität gesetzt wurde. „Deshalb freuen wir uns umso mehr, nun die Zertifizierung als ADFC-Qualitätsradroute mit vier Sternen durch den ADFC (Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club) zu erhalten. Armin Falkenheim, Landesvorsitzender des ADFC Bayern überbrachte das Zertifikat und Glückwünsche. Die ADFC-Sterne stehen für deutschlandweit geltende hohe Standards wie Sicherheit, Komfort und anspruchsvolle Übernachtungsmöglichkeiten. Diese Auszeichnung zu erhalten, ist ein großer Erfolg für das Allgäu im Bereich Radfahren“.  Für die Umsetzung verantwortlich zeigte sich Reinhard Walk aus Roßhaupten. Der erfahrene Projektentwickler hat auch die Richtlinien für EU-Förderprogramme berücksichtigt, es stehen 302.802,- Euro  aus LEADER-Mitteln zuzüglich 10.368 Euro aus Landesmitteln Baden-Württemberg zur Verfügung.

Der fünfte Stern als „non plus Ultra“ ist deshalb schon fast in greifbarer Nähe. Wo es noch sichtbaren Nachholbedarf gibt ist im Bahn-Nahverkehr, wo die Mitnahme von Rädern leider immer noch allzu oft größere Probleme bereitet. Hier ist die Politik gefordert. Gerade das ist Anreiz genug, die Region durch dieses touristisch wertvolle Produkt weiter zu bringen, die Arbeit geht weiter, der fünfte Stern muss das nächste Ziel sein, wie Stefan Fredlmeier, Füssens Touristikmanager, nicht ohne berechtigten Stolz über das bisher Erreichte anfügte.

Die Radrunde Allgäu führt durch sechs Landkreise in Bayern, dem angrenzenden Baden-Württemberg und Tirol und ist leicht erkennbar am einheitlichen Markierungszeichen: einem Rad mit farbig hinterlegten Speichen auf blauem Grund. Acht Erlebniswelten mit klingenden Namen wie „Glückswege“ oder „Schlosspark“ bringen dem Radler das Allgäu mit all seinen Facetten näher. Zwei Transversale – der Iller- und der Allgäu-Radweg – sorgen für insgesamt neun mögliche Befahrungsvarianten. Zusätzlich gewährleisten die mehr als 50 Bahnhöfe entlang der Route höchste Flexibilität. Hinzu kommt ein flächendeckendes Netz an E-Bike-Verleih- und Ladestationen und natürlich ausreichend Gastgeber, die sich auf Radler spezialisiert haben.

www.allgaeu.info
für eine kostenfreie Bestellung der Rad-Broschüre oder Telefon 0800 257 3678.

Text · Bild: Manfred Sailer

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