Fit & WellLeben

Eröffnung Kneipp-Areal und Klimapavillon

Gesundheitstouristische Perlenkette Füssen

Der Kneippkurort Füssen ist mit seinen Ortsteilen Bad Faulenbach, Hopfen am See und Weißensee einer der höchstprädikatisierten Kurorte Deutschlands. Im Interesse einer verbesserten Wettbewerbsstellung auf dem gesundheitstouristischen Markt treiben Füssen Tourismus und Marketing (FTM) in Zusammenarbeit mit der Stadt Füssen Infrastrukturmaßnahmen und die Entwicklung neuer Produkte in diesem Bereich energisch voran, um den Standort zukunfts- und langfristig konkurrenzfähig zu machen. Für die Realisierung wurde im Mai 2011 über das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) eine finanzielle Unterstützung aus dem LEADER-Förderprogramm der EU beantragt. Es konnte eine fünfzigprozentige Förderung in Höhe von 70.000 Euro bewilligt werden. Die restlichen Kosten wurden durch FTM und durch Eigenleistungen des städtischen Bauhofs sowie durch Unterstützungsleistungen des Kur- und Verkehrsvereins Hopfen am See gestemmt.

Zielsetzung für den Bereich Hopfen am See ist der Erhalt einer höheren Prädikats- und Kompetenzstufe. Hopfen am See möchte mit neuen Bauvorhaben die Grundlagen für die Ernennung zum Kneippkurort oder Kneippheilbad schaffen.

Bereits im Oktober letzten Jahres wurde die Grundlage für ein Kneipp-Areal mit der Einweihung der Kneipp-Insel im Hopfensee geschaffen. Die übrigen Baumaßnahmen begannen im Frühjahr 2013 und konnten schon im Sommer abgeschlossen werden. Federführend an der Planung und Umsetzung war hier das Unternehmen Designgruppe Koop aus Rückholz beteiligt. Die Aufträge für die Ausführung der einzelnen Baumaßnahmen gingen an Unternehmen aus der Region.

Das Bauprojekt in Hopfen orientiert sich in seiner Ausrichtung an den fünf Säulen der Kneipp’schen Therapie. Ziel war es, die einzelnen Säulen auf zeitgemäße und unkomplizierte Weise erfahrbar zu machen, um auf diese Weise ein „Rundum-Kneipperlebnis“ für jedermann anzubieten. Die Kneipp-Insel auf dem Hopfensee mit dem natürlichen Kneipp-Becken veranschaulicht die Kneipp-Säule „Wasser“. Die begehbare Kräuterspirale symbolisiert die Säule der „Phytotherapie“, hier kann der Interessierte entlang eines Weges innen durch die Spirale gehen und damit den einzelnen Pflanzen sehr nahe kommen. Schilder informieren über die Kräuter und Kräuterheilkunde. Die Säulen Ernährung und Bewegung werden anschaulich auf Schildern entlang der Wege erläutert, wobei hier die schon seit längerem bestehende Nordic-Walking-Strecke als Fitnessparcours rund um den Hopfensee stellvertretend für Bewegung steht und die Ernährung mit der Einführung von Kneipp-Menüs bei den Hopfener Gastronomen abgedeckt wird. Den Kneipp’schen Ansatz, der heute unter dem Begriff Ordnungstherapie kommuniziert wird, symbolisieren die Gedankenbänke. In die Sitzleisten sind verschiedenfarbige Zitate zur Kneipp-Säule „Innere Ordnung“ eingefräst. Alle Elemente sind über Kieswege miteinander verbunden.

Klimapavillon für Weißensee

Bereits bei der Verleihung des Titels „Luftkurort“ für den Ortsteil Weißensee im Jahr 2004 galt als Vorgabe die Errichtung eines Klimapavillons. Mit dem Pavillonbau im Ruhegarten unterhalb der Weißenseer Pfarrkirche St. Walburga wurde nun diese Vorgabe umgesetzt. Aber auch die langfristige, gesundheitstouristische Zielsetzung, das Thema „Gesundes Wandern“ in diesem Ortsteil zu etablieren, wurde mit der Errichtung des Pavillons Rechnung getragen. Bei der Standortwahl wurde deshalb besonders darauf geachtet, das Areal an das Terrainkurwanderwegenetz rund um die Ortschaft anzuschließen. Das Ingenieursbüro Cornelius Wintergerst aus Eisenberg und Dipl.-Ing. Architekt Theo Fröchtenicht aus Füssen waren an diesem Projekt an der Planung und Umsetzung beteiligt.

Text · Bild: Sven Ademi

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