Essen & TrinkenLeben

Ein ungleich gleiches Paar : Alexander Pohler und Kevin Matzner

Kochen ist keine Frage des Alters

Nach Rezept zu kochen, das ist für Kevin Matzner nichts. Es ist die persönliche Note, die er in jedes Essen bringen will. Und überhaupt, Kochen muss man mit Gefühl – zumindest ist es so für den 21-Jährigen. Ob es Leidenschaft ist? „Nein, das Wort ist abgedroschen. Ich koche einfach gerne“, sagt er lächelnd. Seine Herausforderung hat er im Gasthof „Romantik Krone“ in Lechaschau gefunden.

Hier kocht er mit seinem Chef Alexander Pohler. Bald soll er in seine Fußstapfen treten und das Restaurant und die Küche übernehmen. „Für mich war es wichtig jemanden zu finden, der unsere Tradition vom Kochen weiter führt“, erzählt Alexander Pohler. Tradition bedeutet für den Tiroler schlichtweg Qualität und das Wissen, was man kocht.

Es scheint so, dass sich die beiden Köche gefunden haben. Viele Worte dafür brauchen sie nicht – auch nicht in der Küche. Es läuft alles Hand in Hand, so wie es eben laufen soll. Für Kevin Matzner und Alexander Pohler ist die Küche bunt und so kreativ wie die Malstunde eines Künstlers. So wie die Pinselstriche den Maler des Bildes erkennen lassen, ist es auch beim Essen. „Jedes Gericht trägt die Handschrift des Kochs“, meint der junge Mann.

Wüsste man nicht, dass er Koch ist, würde man ihn leicht mit einem Schüler verwechseln. Dass ist Kevin Matzner egal. Es amüsiert ihn eher, wenn ihn die Leute jünger schätzen, als er eh schon ist. Sein Reich ist die Küche und Zuhause das Mischpult. Hier kann er sich austoben, auf der einen Seite mit seiner Kreativität in der Küche und auf der anderen Seite mit der Musik, die er so zusammenwürfelt und auseinanderpflückt, um die besten Beats herauszufiltern und daraus wieder etwas neues zu kreieren. Also genauso wie beim Zubereiten eines Gerichts. Erst die Zutaten und die Zubereitung machen das Besondere daraus.

Kevin Matzner war viel unterwegs, bevor er in das Gasthaus „Romantik Krone“ kam. „Es ist wichtig, dass man sich als Jungkoch Inspirationen holt, und das kann man nur auf den Wanderjahren“. Wie Alexander Pohler ist er darauf bedacht, dass der Eigengeschmack des Produkts bleibt – keine Verfälschtheit mit irgendwelchen künstlichen Zusatzstoffen. „Das, was man kocht, das isst man auch selbst“, erklärt Alexander Pohler und probiert die feine Kürbissuppe. „Sehr gut, besser kann man es nicht machen“. Was für ein Kompliment!

Text · Bilder: Sabina Riegger

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